Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
Seite
377
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fürstl. Würde, und hatte seit 1674 Sitz und Stimme im Reichsfürstenrathe; 1806 würden indefs die sammtl. unmittelba- ren Besitzungen des Hauses mediatisirt, Padensche Hoheit gezogen. Gegenwärtig sind in dem fürstl. Hause, welches sich ganz zur kath. Religion bekennt, 2 Majorate. Die Güter, die denselben gehören, sind:&

ı) unter Baierischer Hoheit das Für- stenthum Schwarzenberg nebst der Herr- schaft Seinsheim, im Rezat- u.. Ober- mainkr\nOM., mit 12,090E., in dem Aemtern Scheinfeld, Markbrait, See- haus, Wassendorf, Michelbach, Geisel- wind, Ginötzheim und Hüttenheim, mit 28t., 3 Mfl. und 3, D. Es liegt zer- streuet, ist theils eben, theils bergig, wird auf einzelnen Punkten vom Main bewässert, und bringt Getraide, Wein, Tabak, Flachs:und Hanf, Obst, Holz u. Walkererde hervor, hat auch gute Rind- vieh- und Schaafzucht. Die Einw. sind theils kath.,Religion, in 8 Pfarreien u. 5 Kaplaneien, theils luth., inıı Pfar- reien. Sie nähren sich blofs von ihrer ‚Landwirthschaft.|

2) unter Baier, Hoheit die Standes- herrsch. Illeraichheim und Kellmünz im Oberdonaukr. ı1l/, QM., mit 3,046 Einw.

3), das mittelbare Herzog. Krumau in Böhmen er mit 40,00 E., in ı St., 5 Mfl. u. 2ı0o D.

4) die mittelbare Herrsch. Murau in Steyermark ı QM., mit 2,000 E., in 1 St. u.1 Mfl.

a} ı6 grofse Herrsch. und andere- ter in Böhmen, die zusammen ı St.,_29 Mfl., 123 D. und gegen 60,000 E- auf 20 QM. enthalten.

Die Einkünfte des Hauses schätzt man insgesammt auf 7 bis 800,000 Guld., wovon die Böhm. Güter allein. 577,224 Guld. rentiren.

Schwarzenbergsche Kanäle, zwei Oester. Kanäle in Böhmen, deren einer das Holz aus den Waldungen des Bud- weiser Kr. bis zur Donau ür Wien, u. der zweite, 9,000 Klafter lang, das Holz aus dem Prachiner Kr. der Moldau und Prag zuführt. Beide sind mit vieler Kunst mitten durch das Gebirge: 8e-

. Sehwarzenborn, Kurhess. St. in dem Zierenhain. A. Oberaula, mit ıro H. u.

830 Einw.- Helv. Mfl. und Sitz

: Schwarzenburg,. einer Landvoigtei, in dem Kant. Bern, Baier. Mfl! an der

mit ı Schi.

Schwarzenfeld,

Schwarzach, im Kegenlandg. Nabburg, mit 75 H. und 523 Einw. Eisenhammer; Fundort von guter Thonerde.

Sehwarzenfels, Kurhess. Mfl. u. Sitz eines A. in der Prov. Hanau, mıt ıSchl. und 700 Einw. Grolses Blaufarbenwerk, welches jährl. 4,000 bis, 4,800 Zntr. Farbe und 2,000 bis 2,500 Zntr. Eschel produ- zirt, 45 bis zo Arb. beschäftigt u, gegen 30,000 Guld. einträgt.-

Schwarzer See, Dibbih, Afrik. Bin- nensee im Innern dieses Erdtheils im W. von Tombuktu, welcher von dem .Joliba gebildet wird.

Schwarzer See, Kara Denghizi, Eu- rop. Asiat. Binnenmeer, weiches im N. O. una N. W: die Küsten vonRufsland, im S. O., S. und S. W. die.des Osman. Beichs in Europa und Asien bespült u. durch den Bosfor mit dem Marmormee- re, durch dieses aber mit dem Mittel

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ländischen Meere zusammenhängt. Es Azowschen Bu- Flächeninhalt von 14700 QM., ist beinahe ‚eirund, ‚hat. flache, niedrige und sehr versandete Ufer, mit vielen, über den Spiegel.hervorragen- den Lanäspitzen,'wenig Salz und ım Winter viele Stürme., Mit seinem&r0- fsen. Busen, dem Azowschen Meere, welcher einen Nebenbusen, den Siwasch oder das faule Meer, hat, nängt es durch die Arabatsche Meerenge: zusammen. An seinen Küsten bildet es, aulser den Halbinseln Taurien, die Inseln Tmuta- rakan u, Kopys.

Schwarzflufs, Blackriver, Nordamer; Fl.,. welcher dem Ontario zufällt. An seinen Ufern wohnen zum Theil die noch wenig bekanuten unabhängigen

Schwarzflulsindier.

Schwarzhausen,, Goth. Dorf an der Emse, im Goth. Amte Tenneberg, mit 125. H. und 590 Einw., theils Kuhrleute, theils Besenbinder, Korbmacher, Beu- teltuchweber n. Schmiede. Starker Ge- müfsebau u. Mastung.

sens, einen

Schwärzhofen, Baier. MAfl. in dem Regenlandg. Neueburg an der Schwarz- ach, mit 87 H. und 3537 Einw. Flachs- bau.;

Schwarz- Kosteletz, Czerny Kostelecz, Oester. St. und Hauptort, einer fürstl, Lichtenstein. Herrsch., im Böhm. Kr. Kaurzim, mit ı Schl. und ‚Thiergarien, ı Dechantk. u..ı6o E. ee:

Schwarzthal,@ester, Mil. im. Böhm. Kr. Biczow, zur Morzinschen Herrschaft Hohenelbe geliörig.

Schwarzwald, Würt. Bad. Waldge- birge, welches sich von S. nach N. von Waldstädten ab durch das ganze Grofsherz, Baden bis nach Pforzheim erstreckt und parallel mit dem Rheine läuft. Es besteht mehr Aus Plänen, als isolirten Bergspitzen, von welchen der 4,610 Fufs hohe Feldberg, der beichen, 4,355 und der Kandel, 3,903 Fuls über dem Meere die höchsten sind,. Sie lie- gen gewöhnl. nur von der Mitte Juni bis Anfangs Septbr. ganz ohne Schnee. Das Gebirge ist Urgebirge, sein Gerip- Be durchans granitartig, seine höheren

unkteind mit Sandsteinen bedeckt und von Flötzgebirgen umgeben,. Es ist überall stark bewaldet und verbirgt auch in seinem Schogse, wenn5 gleich nicht so reich als däs Erzgebirge'u. der Harz ist, doch manche schätzbare Me- talle und Mineralien. Sein Anwohner zeichnet sich durch mehrere Arten von Kunstfleifs, besonders dutch die Fabri- kation der Holzuhren aus, wovon jährl. 107,328 St. auf dem Schwarzwalde vollen- det werden.| 5

Schwarzwald, Würtemb. Landvoig- tei, gem einen Theil desSchwarzwal- «des einschliefst, im N. W. an Baden, ım N. OD. an Rathenburg, im S. W. und'S.. an Mittelneckar, und im W, an Baden stölst und die Oberämter Böblingen, Calw, Freudenstadt, Nagold u. Neuen- burg begreift.

Schwarzwasser, Preufs. Fl. in Schle- sien, welcher der Katzbach zufällt.

Schwarzwasser, Sächs. Fl. im Erzge- birge, welcher der Schneeberg. Mulde zufällt.

Schwarzwasser; Sirumie,(Br. 499

Dester. St. im Mähr, Kr. Teschen an.

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Weichsel; offen, mit ı kath, RK, ı Schule, r Hosp., 150 H. und 1,252 Ein- wohnern.