Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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ken, 5,800. Reformirte und Hussiten, 5,400 Mähr. Brüder, 10 Pietisten, 130 Grie- chen und 11,500 Juden seyn. Sie woh- nen in 145 St., Mil. und 5,355 D. Nah. rungszweige: theils Ackerbau u. Vieh- zucht, theils Bergbau und ein sehr thä- tiger Kunstfleils. 1803 wurden geärntet an Waizen 60,081, an Rocken 574,543, an Gerste 161,010, an Hafer 268,573, an Erb=- sen 7,315, an Buchwaizen 3,124, an Kar- toffeln 22,745, an Hopfen 739 Wispel, an Tabak 10,374 Zentner, an Leinsaamel 311,977 Schftl., an,Flachs 154,5781/3 Zutr.; der(Hehsta el bestand aus 176,169 Pfer- den und Yan 768,660 Er Hinaszels

220,209 Schaafen, 182,684 Schweinen U, OB ron Kienenstöcken. Die Zahl der Obst- bäume belief sich 1803 im Breslauer Kammerbez. auf 3,472,911, im Glogauer 1797 auf 914,753 Stämme, Ans den Berg- werken wurde gefördert: an Gold ı1 2, an Silber 2,670 Mark, an Kupfer 308, an Blei und Glätte 14,968, an Eisen 209,504 an Galmei 13,318, an Arsenik 1,790, an Vitriol 3,546, an Schmelte 1,530 Zntr.; an Steinkohlen 1,617,848 Scheffel. An Wollenwaaren wurden auf z,414 Stüh- len durch 15,819 Arb. für 4,643,634 Rthir., an leinenen Waaren auf 31,629 Stühlen durch 46,988 Arbeiter für 0,039,984 Rthir., an Baumwollenwaaren auf 3,334 Stühlen durch 5,632 Arb. für 740,117 Rthlr., an Seidenwaaren auf 400 Stühlen durch 435 Arb. für 85,666 Rthlr., an Leder durch 1,476 Arb. für 701,472 Kihlr., an Metall- waaren durch 1,085 Arbeiter für 1,564,131 Rthlr., an Papier durch'294 Arb. für 00,233 Rthlr.,. an Tabak durch 460 Arb, für 620,472 Bthlr., an Zucker durch 107 Arb. für 832,710 Rthir., an Glase durch 154 Arb. für 68,522 RBthir ,-an Stärke und Puder durch 287 Arb. für 113,608 Rthlr., an Fagjanze und Steingut durch 128 Arb. für 48,810 Rthlr., an Weinessig durch 8 Arb.‚für 6,550 RAthir., an Wachs durch

6 Arb. für 20,119 Rthl., anK:app, Berg-

lau und Farbewaaren für 261,674, an Siegellack für 5,972, an Strohhüten für 4,000, an Tabakspfeifen für 1,058,.an Lackwaaren für 8,500, an Zitz und Kat- tun für 843,255, an Spiegeln für 2,873, an Pulver für 5,770, an Tapeten! für 27,755 Rthlr. geliefert. Ausfuhr: meistens Fa- brikate, besonders Leinen, Drell, lei- nene Tücher und Bänder, welche die Stapelwaaren für Schlesien ausmächen; äindefls hat sich in neuern Zeiten der Absatz durch die Handelskonjunkturen und die Folgen des Kriegs aulserordent- lich vermindert. Staatsverbindung: Schlesien macht eine besondere Mili- tärabtheilung aus, hat dieselbe Verfas- sung, wie die übrigen Preufs. Provin- zen u. wird in 4 Regierungsbezirke ab- getheilt: ı) Breslau, 2) Liegnitz, 3) Rei- chenbach, 4) Oppeln. Unsitreitig ist es die gewichtigste äller Preufs. Provin- zen, indem es über I/, der ganzen Volks- menge aufzählt und mehr als I/;, zu den Staatsbedürfnissen beiträgt zw. 9 bis ı2 Mill. Gulden.

Schlesien, Oesterreichisch, Oester. Provinz, welche die beiden Kreise, Troppau und Teschen, enthält, und ei- nen wesentlichen Bestandtheil der Mark- erafschaft Mähren ausmacht, da es in Hinsicht der Verwaltung dem Gouver- nium, und in Hinsicht der Justizpflege dem Appellationsgerichte und Land- xechte zu Brünn untergeordnet ist, auch.ein gemeinschaftliches ‚Militär- kommando hat. Oesterreichisch Schle- sien zählt auf 86,3; QM. 27 St., 16 Vorst.,

Sch

4 Mfl., 646 D., 51,832 H., 79,041 Familien und: 346,599 E. Diels gebirgige Land welches im O. von den Karpathen, m W, von dem Sudeten bedecktund von den,Fl. Weichsel, Oder, Oppa, Biala u Oelsa bewässert wird, welches zwar pn. te Viehweiden und Flachs,, aber bei weitem nicht hinlängliches Korn er. zeugt, gehört dessen ungeachtet zu den volkreichsten und angebautesten Str. chen der Monarchie. Dies verdankt es der Industrie seiner theils Deutschen, theils Slawischen Bewohner, die sehr ausgebreitete Leinen- und Tuchmuf und andere Fabr. unterhalten, und ei. nen lebhaften Verkehr treiben,_Hem. schende Religion ist die: katholische aber auch die Protestanten haben freig Religionsübung. Die Schlesische Land. schaft ist mit der von Mähren vereinigt,

Schleswig, s. Sleswig. 4

Schlettau, Sächs, St. in dem Erzge. birg. A. Grünhain, in- einem Thale, mit 126 H. und 800 EB. Bergbau auf Silber u, Zinn; Spitzenklöppelei und Posamen. tirarbeit. Er

"sSchlettstadt,(Br. 480 17° L. 26° 11 Franz. Hptst. eines Bez. von 22,3, OM, und 107,315 E., im Dp. Niederrhein, Sie liegt an einem Kanale der Ill, ist auf der einen Seite mit g starken Bollwer- ken, auf der andern mit einem unzu- gänglichen Moraste umgeben, und hat 2 K., 1,250 H. und 7,464 E., die 2 Tabaks- fabriken, 4 Bleichen, 7 Mützen- und$ Strurapfwebereien, ı Wailkmühle, 1 Ge. wehrfabrik und ı Glockengielserei, 9 Kesselschmieden, ı Fabrik für metaline Siebformen, 9 Branereien, 7 Lichter. fabr., ı Strohhutfabr., ı1.'Spielkarten- fabr., ıı.Salpetersiedereien, 7 Töpfe- reien, 10 Potaschesiedereien,, 4 Seifesie- dereien, u.$. w. Unterhalten,

Schleusingen,(Br. 500 55° L. 270 9) Preufs, St. in dem Sächs. Rgbz. Erfurt, an derSchleuse, mit 2K., Gymnasium, 24 H. und 2,200 E. Wollenzeuch- und Tuchweberei, Blech- und andere Eisen- werke, Holzhandel,

Schley, s. Sley,

Schlichlingsheim, Szivchtingowa, Preuls. St. in dem Posen, Rgbz. Posen, an der Schlesischen Gränze, mit ı luth. K., 137 H. ‚und 820 luth. E: Tuchwebe- rei mit 3 Stühlen.

Schlieben, Preufs. St. in dem S$ächs.

Pbz. Merseburg, am Kremiz u. Schlie-| , mit 177 H. und 1,200 E,, wor,

130. Handwerker u, unter diesen 13 Lei- neweber. s: Schliengen, Bad. Mfl. in dem Wie- sen B.A. Kandern, am Fulse des Schlin- generhbergs, mit ı Schl. und 053 kath. B. Schlacht zw.den Oesterreichern und Franzosen am 20. Okt. 1706. Schlierbach, Oester. Mfl: ım Traun- viertel des bandes ob der Ens.| Schliersee, Baier. Binnensee im Isar- kreise, im O. vom Tegernsee,*/g lang und!/, breit, auf dessen Grunde ganze Schichten sogenannter ‚Perlen- muscheln liegen. Ihm entiströmt:. die Schlierach. Se Schlitz, Hess. St. in dem Oberfär- stenthurne Hessen, mit ı Schl., 245 4 und 1,215.E.,.die von der Landwirth- schaft, Professionen und Leineweberel sich nähren. ‚Sie ist der Hauptort einer eignen, den Grafen Görz von\WWrisberg

zugehörigen, Standesherrschaft, die aul

I M.ı St. 16 D., 4 Weiler und 6,89% ee u vormals zu der Fränkischen Beichsritterschaft gehörte,

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