Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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ist mit steilen und.kahlen Felsen be- deckt, die jedoch fruchtbare Thäler ein- schlielsen, aber diese sind auf das höch- ste. vernachlässigt und die hier wohnen- deu 300 griech. Familien leben im Elen- de. In einem gleichnam. elenden Orte, der ‚den Namen einer Stadt führt und einen Haven hat, wohnt ein griech, Bi- schof.

Schklow, Russ. St. am Dnepr, in dem Gouv. Mohilew, mit ı Schl., 5 griech., 1 unirten Kirche, ı Synag., ı steinernen Kaufhofe und 2,000 E,, theils Krämer, theils Handwerker und Fabrikanten.

Schkworetz, Oester. Mfl. und Herr- schaft des Fürsten von Liechtenstein, im Böhm. Kr. Kaurzim. Schlackenwalde, Slawkow, Oester. kön. freie Bergst. im Böhm. Kr. Elnbo- gen, in einer berggegend, mit ı Stiftsk., 460 H. und 2,866 E., die ı Wotlenzeuch- aunf,, ı Porzelanfabr. unterhalten und gute Zinnwaaren veriertigen. Bergbau auf Zinn, jährl. 3,000 Znir,

‚Schlackenwerth, Oester. St. im Böhm, Kr. Einbogen, an der Weisseritz, mit ı doppelten Schl. und Park, ı Piaristen- gsymnasium, 318 H. und 1,300 E.

Schladen, an. grolses D. an der Oker und Sitz eines gleichn. A. in der Prov. Hildesheim, mit ı Schl. u. schö- nem Garten, ııo H. und 1,032 E.

Schladming, Oester. Mil, an der Ens, in. dem Steyr. Kr. Judenburg, mut. I kathol. K., ı luther. Bethh. und 160 H. Berggerichtssubstitution. Bergbau auf Silber, Kupfer und Kobalt; ı Kupfer- hammer.

Schlächterinsel, Britt. Eiland dicht bei Bombai, in der ches blofs zur Weide dient.

Schlage, s: Schlawe.

Schlagendorf, Nagy-Szalok, Oester. D.in der Ungar. Gesp. Zips, unter den Karpaihen, mit ı Kath., I luth. K. u. 967 Deutschen E., die Branntweinbrenne- reien unterhalten. 3 vortrefliche Sauer-. brunnen, deren Wasser jedoch zu flüch- tig ist, um verführt werden zu kön-

nen.

Schlan, Slany,(Br. 500 14° 18° L. 320 5 10°) Oester, Kreisst. des Böhm. Kr. Rakonitz, mit Mauern und Graben um- geben, hat 3 Thore, 3 kath. K., ı Fran- ziskanerkl,, ı Hauptnormalschule, 494 #4. und 2,9 E., die Strumpf- u. Tuch- weberei unterhalten. Hauptort einer gräfl, Clam-Martinitzschen Herrschaft.

Schlangenbal, Nass. Bad in einem tiefen Thale der Grafschaft Ratzeneln- bogen, welches isolirt 3/, M. von Lan- genschwalbach und 11/3 M von Wisba- den belegen ist und blals aus zum Bade gehörigen Gebäuden besteht.

Schlangenindier, Snake- oder Serpen- tinindier, Nordamerik. Völkerschaft an der O. des Missuri, in dem Gebiete Mis- suri.| Schlangeninsel, Span. Insel in: West.

indien, weiche zu der Gruppe der Jung-.

ferninseln gehört, und mit der Passage- insel 63/4 QM. und 3,000 E. zählt, und von den Spaniern zu dem Generalkap. Puerto Rico gerechnet wird. Schlangeninsel, s. Ilheo das Cobras. Schlangeninsel, s. Anguilla.

Schlangeninsel, runde Insel, Praslin,

Britt. Eiland, dicht neben der Insel

Frankreich, im Indischen Meere, biofs

durch Korallenriffe von der Hauptinsel getrennt,|

Präsid.Bombay, wel-:

an den Rbz. Posen, im

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.. Schlapanitz, Lopenitz, Oester. Mil. im Mähr. Kr. Brünn, mit 138 H..und 900 Eiuw.

Schlavenzitz, Preufs. Mil. in denz Schles. Rbz. Oppeln, mit 384 H. u. 1,800 E., Hauptort einer fürsti. Hohenlohi- schen Herrsch. ı Messinghammer, Ei+- sen-, Blech- und Löffelfabr..

Schlawa, Preufs. St. in dem Schles. Ban Liegnitz, mit ı kath., ı luth. K. u. o Schlawe, Schlage,.(Br. 540 21? 31% Preufs. St. unweit der Wipper, in dem Pommern, Rbz. Köslin, wit 27ı H. und 1,773 E. Tuchweberei mit 6 Stühlen(160 Stück); Leineweberei. Handel mit Lei-

newand, Holz und Asche.

Schleiden, Preuls. Mfl. in dem Nie- derrhein. Rbz, Aachen, mit 1,308 Einw., vormals kanptort einer herzogl, Arem- bergschen Herrschaft und Geburtsort des Geschichtschreibers Joh. Philippson gen. Sleydanus.

Schleisheim, Baier. kön. Lustschlola mit vortrefil. Anlagen, I!/; Meile vom München, in dem Isarlandger. Mün- er berühmt wegen seiner Bilderga-

erie.|

Schleitz, Reufs. St. und Hauptort einer eigenen Herrschaft, welche dem Fürsten von Reufs-Schleitz gehört. Sie hat ein schönes Residenzschl., 2 luther. K., ı Waisenh., 600 H. und 4,520 Einw. Latein. Schule. Ansehnl. Tuchmanuf.; Musselinweberei. Geburtsort von Joh. Fried. Bötticher, dem Erfinder des Meils- ner Porzelans._

Schlesien, Preufs. Provinz zwischen 320 5 bis 360 52° ö. L. und 499 40° bis 519 2 n. Br,, in ihren jetzigen Gränzen Im

;.anden Rbz. Frankfurt, im N. O. . an Polen, im S, an Oester. Schlesien und Mähren, im W. an Böhmen und die Sächs. Provinz Lausitz gränzend und 706Ya QM. grols.

Oberfläche: wellenförmig eben, ım S.

und W. aber von hohen Gebirgen um- geben und zum Theil bedeckt. Boden: auf der rechten Seite der Oder Sand, auf der linken neben treflich angebaue- ten Strichen und fettem Boden auch viele Gebirgsgegenden. Gebirge: die Sudeten in 2 Abtheilungen, den Mähri- schen, wozu das Glatzergebirge gehört, und dem Riesengebirge. Gewässer; die Oder als Schlesiens Hauptstrom, welche die Oppa,. Neisse, Ohlau und Barisch mit der Queis aufnimmt. Viele Teiche und einige Mineralwasser bei Landeck, Warmbrunn etc. Die Grafschaft Glatz hat allein ı2 Sauerbrunnen. Klima: ge- mälsigt und gesund. Produkte: Getrai- de, Garten- und Hülsenfrüchte, Buch- waizen, Hirsen, Manna, Obst, Wein (3790 auf 2,410 Mi. 15,490 Eimer), Holz, Flachs, Hanf, Tabak, Färberrötbe, Kar- den, die gewöhnlichen Hausthiere, Wild, Geflügel, Fische, Bienen, Eisen, Blei, Kupfer, Silber,_ einige Halbmetalle, Steinkohblen, mehrere Erd-.und Stein- arten, Salpeter, aber kein Salz. Volks- menge für 1816: 2,030,000 Ind.; 1809 hatte' die Provinz 1,896,359 E-. Davon hat sıe nach der neuern Provinzialeintheilung den Schwiebuserkr. mit 14,206 E. verlo- ren; dagegen aber die Preufs. Oberlau- sitz ohne Hoyerswerda mit 142,932 E. er- worben, 30 ‚dafs man jetzt wohl die oD1-.

e Voikszahl annehmen kann. Das "ros derselben sind Deutsche, doch iindet man auch viele Wenden, Polen und Juden, Unter denselben mögen et- & 1,050,090 Lutheraner, 950,000 Katkoli-