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de. Die Thronfolge ist in männlicher Linie erblich, obgleich sie gewisserma- (sen von dem Willen des Kaisers ab- hängig. und nicht immer an den Erstge- bornen gebunden ist. Die jetzt regie-
‘sende Dynastie stammt von den Mant-
scheu ab, die 1644 als Eroberer nach Schina kamen. Staatsverwaltung: dem Kaiser stehen zur Verwaltung seines unermefslichen Reichs 2 höchste Kolle- gien zur Seite: ı) der ordentl. Rath, welcher aus 6 Hauptministern, die den Titel Collao führen, besteht, und 2) der aufserordentl., wozu blofs die Prinzen vom Geblüte berufen werden.- Aulser- dem bestehen 6 hohe Zentraibehörden: ı) Lijpu, welche die erledigten Regie- rungsämter besetzt und über die Auf- führung der Staatsbeamtem wacht; 2) Hupu, welchen die Finanzen; 3) Lipu,
welchen:die Beobachtung der vorge- schriebenen alten Gebräuche und die auswärtigen Angelegenh.;- 4)' Pingpu,
weichen die Miiiscärangelegenheitenz 5)
: Hingpu, welchen die Justiz und 6) Kong-
'pu, welchen.die Bausachen obliegen. Mit denselben stehen die Provinzialbe- hörden in der genauesten Verbindung: Schina ist in 16 Provinzen abgetheilt: jeder derselben steht ein Gouverneur vor, der das in der Provinz ist, was. der Kaiser im Staate, und ungefähr die nämlichen Provinzialbehörden um sich Doch steht er unter der Aufsicht des hohen Gerichtshofs Lijpu, so wie der übrigen höchsten Staatsbehörden, deren Aufmerksamkeit er jedoch au mehrern Wegen von. sich abzulenken weils; daher denn in den Provinzen die drückendste Tyrannei u. die schreiend- sten Ungerechtigkeiten an der Tages- ordnung sind. b 1 geltlich verwaltet, und die bei dersel- ben angestellten Mandarinen ‚von der Begierung bezahlt.- Die sämmtl. vor- nehmen Keichsbeamten heilsen Quoan oder Mandarinen, von denen man 9 Klassen zähit, die sich durch Knopf, Brustbild und Gürtel unterscheiden. Von den Kriegsmandarinen hat mang Klassen.: nach‘ Des- guignes etwa 266 Millionen Gulden oder 709,277,570 Fr., nämlich: ı) Grundsteuer, halb in Münze, halb in Natura- lien-.=.7===== 413,910,000 Fr, 2) der zweite Zehnten- 161,320,000— '3) die Zollämter für Salz, Kohlen u.& w.--- 48,047,570— 4) Abgaben des Handels
zu Kanton=---.-...6,000900— 5) Abgaben von Seide, Firnifs, Porzelan,:Bi- sam u. 8. W.=.==-:-,,50,000,000 6) Abgaben derKrämer u. i Handwerker-=--.30,000,000— /..... Summa 709,277,670 Fr.
Beinahe diese: ganze Summe flielst in die Staatskassen, indem der Kaiser fast einzig von seinen sehr ansehnl."Domä- nen und den Geschenken, weiche er er- hält, sich und seinen Hofstaat ernährt. Für das Haus des Kaisers mögen zgesen 100 Mill. aufgehen, mithin das Tota: des ganzen Staatseinkommens auf gro Mill. Fr. oder gegen 315 Mill. Gulden steigen, Nach Barrow beläuft sich die Einnahme des’ Reichs auf 66 Mill. Pf. Sterling‘oder ‚594 Mill,-Gulden; den Ueberschuls, nach
Die Justiz wird uneit-.-
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Abzuge aller Aussaben berechnet der-
selbe auf 12 Mill. Pf. oder 108 Mill, Gul- den, diein die Kasse desKaisers flielsen, und wovon dessen Hofstaat bestritten, der Rest aber in den Kronschatz gelegt wird. Das UVebertriebene dieser Anga- be hat Desguignes auseinandergesetzt. Staatsausgaben: gegen 188 Mill. PL oder 500,023,000 Fr.
ı) Bezahlung der bürsgerl. tınd militärischen Man- darine--+-=>»
2) Kosten für die Infante-
mie ı=,-“einem
3) Kosten für die Kavale- ript“tn en uhar,
4) Remonte der Kavale. rie in Pferden-=-
5) Uniformen für das Mi«
är=--=..25,260,000 6) Waffen--==-"- 6,515,000 7), Marine--.--=- 100,000,000 .8) Kanäle-=-=== 139,000,000 9) Forts, Artillerie--= 28,175,000
57,52%,000 Fr, 162,000,000 87,120,000
3,659,000
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| Summa 500,023,000 Er. Der Ueberschufs scheint in die Priyat- kasse-des Kaisers zu dflielsen.. Land- macht: ‚nach:Desguignes 810,000 Maun, nämlich; a) Infanterie 600,000 M- b) Kavalerie 210,000—
Barrow bringt die Schin. Armee auf nicht weniger als 1,800,000 M, Seemacht: nur bewaffnete Rüstenfahrzenge, welche die Schin. Meere nie verlassen. Einthei+ lung: in ı6 Previnzen,'.ı) Petscheli, 2) Kiangnan, 3) Riangsi, 4) Tschekian, 5) Fokien, 6) Huguang, 7) Honang, 8 Schantong, 9) Schansi, 10): Schensi, 11) Setschuen, ı2) Quantong, ı3) Quansi, 14) Yunnan, 15) Koeitcheou und 16) Leao- tong(A. Stieler’s Charte von Schina- Weimar, 1800. Du Halde’s descrip. de l’empire de Chine und die nenern Rei- he Staunton, Braam, u. A.).
Klhtapsen, Asiat, grofses Volk, wel- ches nicht nur die Mehrzahl der Volks- menge in dem weiten Schina ausmacht, sondern auch auf den Philippinen, den Sundainseln, der Halbinsel Malaka und selbst in Hindostan in bedeutender An- zahl lebt, und vielleicht zwischen 140 bis ıro Mill, Individuen zählen maß. Die Schinesen gehören zu der Monsoli- schen Menschenrasse: sie sind etwas ‚grölser, aber schmächtiger und zarter, als die eigentl. Mongolen; sie haben kleine Augen, die in dem Winkel der Nase wie das Ende einer Ellipse abge- rundet sind, hohe Backeuknöchen, ein spitziges Kinn, kleine stumpfe Nasen, schwarze ungekräuselte Haare, die sie abscheeren, schwachen oder gar keinen Bart u. eine gelbe oder gejbliche Haut- farbe, die bei den Weibern jednch in’s Weise spielt, Diese schminken Gesicht und Hals weils, malen die Augenbrau- nen schwarz, und legen an die Üuters lippe und die Spitze des Kinns 2 starke Kärminflecken. Der Fufs ist durch ge- waltsames Binden’der Zehen unter die Fulssohlen bis auf 4 und z Zoll’Länge verkürzt, wodurch der Knöchel' in dem-+ selben Verhältnisse angeschwollen ist Bei den Männern gilt Korpulenz, ‚bei den Weibern Zartheit und Schmächtig# keit- als’ ein ZHlaupterfordernils’ der


