Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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. Schilerhöhe, Oester. Spitze der Nd- rischen Alpen, im Kr. Salzburg des Lan-

des ob der Ens, 6,484 F. hoch.

Schilke, Russ. Fl. im Gouv. Irkuzk. Er entstehtaus der Vereinigung des Onon u. Indoga, und strömt ‚dem Ar- £un zu, worauf beide den Namen Amur annehmen,

Schillingsfürst, Baier. Mfl. u. Schl, in dem Rezalkr, mit 1,473 E. Hauptort einer dem Fürsten von Hohenlohe- Schillingsfürst zugehörigen Herrschaft, welche, aufser dem Mil., noch 15, D. u. Weiler, und überhaupt 2,938 E. zählt Er ist die gewöhnliche Residenz des Fürsten.

Schilluks, Afrik. Völkersch., die ei- gentlich an dem westl. Ufer des Bahr el Abiad zu Hause ist, aber im DEWnSE des ızten Jahrhunderts sich des Reichs Sennaar bemächtigt hat und hier die herrschende Nation ausmacht, Sie bekennen sich zum Islam, aber die west- wärts von dem Bahr el Abiad wohnen, sind rohe Fetischdiener geblieben.

Schiltach, Bad. St. an dem gleichn. Fl. und der Kinzig, in dem Donau. B.A. Hornberg, mit 1,282 E. Flolshandel auf der Kinzig.

Schiltigheim, Franz. Mfl. im Dep. Niederrhein, Bez. Strasburg, mit 1,645 Einw,

Schina, China, grofses Asiat. Reich, welches nicht allein dasKaiserth. Schina, sondern auch die ganze Mongolei und Mandshnrei begreift, Ostdshagatai,. Li- bet, Korea und die Liqueosinseln mit seinen schützenden Flügeln deckt, und sich über go Längen- u. 35 Breitengrade ausdehnt, in weicher ungeheuern Aus- dehnung es etwa 196,900 QM., mit mehr als 170 Mill. Einw. enthalten mag. Es jst mithin in Hinsicht des Areals der zweite, in Hinsicht der Volksmenge aber der erste Staat der Erde.

Das eigentl. Schina, bei len Einw. Ting,-ku-e oder Tsong-hoa, liegt zwischen ı15 bis 1400 ö. L. und 20 bis 410 n. Br., und gränzt im N. mit der Mongolei und Mandshurei oder Tungu- sien, wo die bereits vor mehr als zwei Jahrtausenden erbauete 300 Meilen lan- ge,"20 Fuls hohe und auf der Oberflä- che 5 Fufs breite sogenannte grolse Mauer es gegen die Einfälle der Barba-

- ren schützen soll, im O, an das gelbe

Meer oder den Hoang-Hay und an den Theil des Schinesischen Meers, der Tong-Hay genannt wird, imS. an das Schines. Meer Nan- Hay und den Meer- busen von Tungnin oder Anam, im W., an die Reiche Anam und Tibet und an die Sifanenlande. Areal: 81,343, nach jampiemann 70,121, nach Grüberg, 81,000

M. Oberlläche: ein von Bergen,- geln, Thälern und Ebenen durchschnit- ienes, mit vielen Gewässern angefülltes

Die meisten Berge häufen. sich und: W., doch findet man auch durch das Innere hohe Ketten laufend. Boden: äufserst verschieden. Schina hat ausnehmend fruchtbare, aber auch ganz sterile Gegenden. Gebirge: das Beräsy- stem Schinas ist wenig bekannt. Man kann unterscheiden: r) die südl. Kette, weiche aus Anam in die Prov. Quansi und Quanton dringt; 2) die südl. Ket- te, welche aus Tibet die Prov. Quansi, )uanton und Fokien durchläuft; 3) die Kette Kentac la Rhat-ci-co, welche aus Setschuen in die Sifanenländer über- geht; 4) die nördl. Kette der Provinz

Land. im N.

den.

‚nesen, Mongolen,

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Sehensi; De nördl. Kette in der Prv. Schanton. Diese Gebirge sind zum Theil sehr hoch, zum Theil aber gehören sie nur zu den Mittelgebirgen. Vulkane giebt es, soviel bekannt ist, in Schina nicht.. Gewässer: 2 Hauptströme, der Hoan-ho oder gelbe und der Yang-tse- kiang oder blaue Fl; viele.Flüsse der zweiten Ordnung, wie der Yuen, Yon, Kan, Hong, Payho; die Binnensee'n> Tong-ting-hu, Pogang-hu, Tai hu Hong-tse u. a.; eine Menge Kanäle, die das Reich nach allen Richtungen QAurchschneiden. Kiima: nach Maals abe der Breite und Seehöhe sehr verschie- Man kann 3 Klimate annehmen: 1). das nördl. von 35 bisq10 Br., wo e8 im Ganzen weit kälter ist, als in Euro- pa unter gleichen Breitengraden; 2) das mittlere von 30 bis 350, die Heimath des Reilses und 3) das südlixhe unter 300, wo der Thee und die schönsten Firnıls- bäume gedeihen, Im Ganzen ist das Klima, sowohl der Vitalität, als der Ve- getation, äufserst günstig. Produktes Heils von mehrern Arten, Europ. Cerea- lien, Moorhirse, Thee, Gemülse, Obst und edle Früchte, wornter mehrere,- wie Kammat, Litschi und Gujnve, Schi=- na eigends angehören, Maulbeerbäumes Baumwolle, mehrere Firnilsbäume, Talgbäume, Arzneipflanzen, besonders Kampnher, Khabarber, Sassaparille und Galanga, Papiermaulbeerbäume, Indigo, Tabak, ein, Zuckerrohr, vielerlei Blumen u. Holzarten,. die Europ. Haus- thiere, worunter das Schwein das zahl- reichste, das Pferd abrr klein und un- ansehnlich ist und das Schaaf nicht ge- deihen will, Dromedare, das gewöhn- lichste Lastthier, wilde Thiere, worun- ter auch Tiger, Luchse, Elephanten, Moschusthiere, Tibet. Ochsen, Binhör- ner, Affen und mancherlei Wildpret, eine grofse Menge von Geflügel, wor. vorzüglich Enien als das vornehmste Hausgeflügel, der Schines. Pelekan, der Gold- und Silberfasan, der Spornpfau und der Königsvogel, Seidänwürmer, Bienen, Fische, mancherlei Metalle u. Mineralien, worunter besonders die vere schiedenen Porzelanerden. Volksmen- ge: nach Desguignes ızo Mill., nach Al- erstein 198,213:718 nach einer Zählung von 1790 143 Mill. in ı6 Provinzen, 155 Städten des ersten Ranges, 1,312 Städten des zweiten Ranges und 2,357 befestigten Orten. Die Angabe der Mandarinen setzt selbige nach Barrow auf 333 Mill., welches gewifs um mehr als die Hälfte übertrieben ist. Die E. bestehen aus mehrern Nationen: eigentlichen Schi- Mantschus, Tataren und Hindus, wozu noch einige kleinere Volksstämme, als die Sifanen, Lo-10$s, Miaose und Juden kommen. Die Reli- gion dieser Nationen ist sehr verschie- den; die 3 Hanuptreligionen sind: ı) des Kon-fut-se, welcher der gebildete Theil der Nation folgt; 2) des Lao-Kiun, zu welcher sich die Schines. Epikuräer halten, die aber den wenigsten Anhang hat, und 3) des Fo, die Religion des grofsen Haufens mit zahlreichen Bon- zen. Dazu kommen noch. die Lamaiti- sche Religion, wozu sich der Hof be- kennt, die christliche, die in einigen Provinzen zahlreiche Anhänger gefun- den hat, der Islam und der Mosaismus. Eine eigentliche Standesverschiedenheit giebt es in Schina nicht, mithin keinen Erbadel: nur der Staatsdienst ertheilt und der Stand des

Rang und Würde,