»
=
€ = ei Eh
m ER
re A Ban LE in
350. Sar
Kaufleute: Botan. Garten.-Ansehnl. Handel, der:durch‘die Lage der Stadt und'ihre Wasserverbindung sehr beför- dert’ wird; täglich gehen im Winter 1.000, bis 2,000 Schlittenfuhren mit Salz, Fischen u. a, Produkten ab; von Astra- chan erhalten die Kaufleute‘ Persische und Indische Waaren, von Moskwa ein- jändische Fabrikate.. Aufserdem: wird ein starker Produktenumsätz und Fi«- scherei getrieben.‘
Saratöowka;: Russ. D: an der Newa, im: Petersburg. Kr: Schlüsselburg, mit ı luth. K:, von Deutschen bewohni, deren Garten- und Viehprodukte in der Resi- denz sehr gut versilbert werden,
Saravejo,s.. Bosna» Sarai.
Sarawan, Kabut. St. in der Beludsch. Prov. Ihalawan, mit 500 H..©
Sarca, Oester. Quellenfl. des Mineio {s. Mincio).' 4
Sard,''(Br. 460 25° 14% L. 36016° 16°) Oester. Mfl. in der Ung. Gesp:Schümegh, von Magyaren bewohnt.
Sard, Kothenmarkt,(Br. 460 7° 15” L. 410 12°) Oester. Mfl. in der Siebenb. Un- teralbenser Gespan. am Ompöly, mit ı kath., ı unirten und I griech. Pfk,, von Magyaren und Wlachen bewohnt.
Suardara, Sard. St. in der.Sard..Prov. Capo di Cagliari, mit warmen(Quellen, die stark besucht werden.
Sardinien, Europ. Königreich zwi« schen 230 28° bis 270 45° ö.ıL. und 380 55° bis’g46° 15° n.Br., welches aus. 2 verschie- denen Theilen besteht: ı)' dem Konti- nente von Sardinien, welcher den westl. Theil der Lombardei oder die Herzog- undFürstenth. Savoyen, Piemont, Mont- ferrato, einen‘ Theil von: Milano und Genua nnd ı2)'die Insel und das König- reich Sardinien begreift:; Beide’Theile enthalten 1,277,30 QM. und werden nach der Franz, Zählung von 1810 von-3,974,500 Individuen bewohnt, die sämmtlıch Ita- liener und,“ bis auf die'Waldenser im
und' einige Juden,
Katholiken sind.. Sie wohnen'in 107 8t,, 4,473 Mfl. u..D. u.:960 Weilern u. Vorw. Staatsverfassung: der Monarch:herrscht in Piemiont, Savoyen, Möntferrat und Mailand unwimschränkt; in‘Sardinien stehen ihm Reichsstände zur: Seite, und in Genuaist er'an die Bedingüngen ge- bunden, unter welchen diese Repubiik dem:Sardinischen; Reiche eisverleibt ist.: Die‘ Krone erbt nach: dem’ Rechte der» Erstgeburt» in‘männlicher. Linie fort: nach dem Abgange des jetzt regie- renden Hauses wird das Haus Carignan auf dem: Throne folgen.: Die Volhäh- zigkeit ist:mit Vollendung des 14. Jahres festgesetzt; die Religion. katholisch, die Besidenz Turin..: Der kleinere: Titel lautet: König von Sardinien, Cypern' u, Jerusalem, Herzog von Genua; derKron- prinz heiflst: Prinz von’Piemont. Rit- terorden giebt es zwei: von der Verkün- digung Mariens., 13632 gestiftet, und des heil. Mauritius und Lazarus, ein: Ver- dienstorden: aus dem Jahre. 1434 herrüh- rend. Der Hoistaat, ist. einfach.. Die Staatsbürger unterscheiden sich in Adel, Klerus, Bürger und Bauern: der Adel a. Klerus istzahlreich.u. besitzt in Sardi- nien. dast alles Grundeigenthums, daher denn auch. dort der Bauer unter dem äulsersten Drucke lebt, wennver auf dem Kontinente Sardiniens völlig frei ist... Blöls in Sardinien giebt es Reichs- stände und Reichstage ‚,” im Genuesi- schen Proyinzialräthe, welche. gewisse
Sar
Vorrechte erhalten haben. Staatsver- waltung: die höchste Zentralbehörde: isg das aus 3 Staatssekretären zusammenge- setzte-Staatsministerium. Sardinien wird von einem Vizekönige regiert; die höchsten Reichskollegieu sind: ilcon- siglio real supremo dı Sardegna zu Tu- rin, il supremo magistrato della real Udienza zu Cagliari, il magistrato della real governazione zu Sassari, il consig- lio real di'Savoye zu Chambery, il Se nato di Torino, il consiglio reale di Nizza und. il consiglio reale di Genua letztere 6die höchsten Tribunäle uni
Regierungskollegien der Prov. La real camera di Conti verwaltet die Kön. Erb- güter. Ufficio del Vicariato ist das Po- lizeigericht zu Turin. Der Intendenza generale sind die Steuerämter der sämmtl. Kontinentalbesitzungen unler- geordnet.' Unter die hölilern Gerichte des Kontinents"gehören die Landge- richte-im jeder Prov., an welche die Be- rufungen’ von den niedern Gerichten gehen. Die Richter und Podesta der einzelnen Ortschafien werden theils von dem’Könige,, theils von den kön. Lehns- trägern ernannt: Die Gesetzbücher sınd die kön. Verordnungen; wo diese nicht ausreichen, Gas Herkommen-und das Röm. Recht. In Kirchensachen’ ist die Gewalt’ des Papstes sehr eingeschränkt.
Keine päptsliche Bulle darf. ohne Er- laubnils des consiglio real supremo pu+ blizirt werden, und die Inquisition Nie- manden ohne ausdrückl.: Bewilligung
des Königs verhaften oder beunruhigen. Der König hat-das Recht, zu den rfle- disten Pfründen der erz- und bischöfli« chen-Kirchen, zw deren"Abteien und Prioraten zu ernennen, uud der Ürltten
Theil ihrer Einkünfte. mit. Pensionen
zu belasten. Eine neuere hierarchische Einrichtung, die durch die Besitznalme der Französen so sehr verändert war, ist
bis jetzt nicht erfolgt, u. die alte wieder
hereestellt. Die Wissenschaften sind in
Sardinien, wie in ganz Italien, im Ver- falle. Zwar giebt es mehrere Universi- täten zu Turın, Genua, Cagliari und Sassari, so wie andere Öffentliche Un- terrichtsanstalten, aber in Allen wirkt
‚der alte Schlendrian fort und sie sind
höchst einseitig, die Elementar- und
'Volksschülen aber gänzlich vernachläs-
sigt. Die Akademie der Wissensch. zu Turin hat zwar in neuern Zeiten für deren Aufnahme Vieles gethan, und diefs Institut gehört unter ‚die bessern Italiens, doch scheint sein"Wirken. we- nig'Einflufs auf das Ganze®zu haben, Finanzen:'die’kön. Einkünfte können gegenwärtig nach der. Erwerbung von Gehua wohl auf ı6 Millionen ‚Gulden betragen; allein auch die Schulden sind nicht unbeträchtlich, und beliefen sich 1782 bereits auf ı5 Millionen Gulden, seit welcherZeit sie weit über das.‘ Vier«. fache gestiegen seyn sollen. Landmacht: mit Einschlufs der Landwehr, gegenwär- tig fast 70,000 M,,.. und im ‚Verhältnils zu dem Ganzen wohl das stärkste Milt- tär, was irgend ein Staat in Europa Un- terhält. Doch dürfte kaum die Hälfte davon reguläres Militär seyn. ‚Hierun-
ter ist die Nationalmiliz, die Sardinien
unterhält, ünd.die 40,000 M. stark 18t,
noch nicht begriffen, Seemacht: jetzt nur ı Eregatte, 2 kleinere.'bewafinete Fahrzeuge und 4 Galeeren,=. u Sardinien;’ Sard. Insel:und Könıg- reich im Mittelländischen Meere zwiıs schen 250 36‘ bis’370 30‘ 6. L. und. 58%:55
EEE TEE ng
nr ut m DA Be


