344 Sam
Samand,(Br. 280 iı’ L. 970 3%) Kebul. St. am Shindu, in dem Multan Distr. Backar. z
Samar, Asiat. Philippineninsel, von
der Halbinsel Camarin auf Lugen durch die 4 Meilen- breite Strafse$. Bernardo geschieden.. Sie ist 32715 QM. grols, ausnehmend fruchtbar und reich. an Beifs, Zucker, den schönsten Südfrüch- ten, Pfeffer, Honig, Wachs und.Salan- ganennestern. Die Einw. gehören gröfs- tentheils zu der Malaienrasse und sind Mohamedaner, die unter eignen MHäupt- lingen unabhängig leben. Doch be- sitzen auch hier die Spanier eınen Strich Landes an der Küste, der 30,000 Einw. zählt, die meistens das Christen- thum angenommen haben. Ihr Alkalde wohnt in der Stadt Caba- Lunga.: ..-Samara, Russ..Fl., im Gonuy. Sim- birsk, welcher bei der gleichn. St. der Wolga zufällt. Seine Qu. ist auf dem Obtscheisyrt.
Samara,(Br. 53° 535° L. 670 31° 45°) Russ. Kreisst: des Gouv, Simbirsk, am Einfl. der Samara in die Wolga, mitz K.,634 H. und 2,692 E: Leder- und Juf- tenfabr. Beträchtlicher Handel mit den Tataren mittelst Kierwanen.
Samarakka, Südamer. Negerkolonie in der Nied. Prov: Surinam, am obern Theile des.Surinams, die bereiis seit mehr als 120 Jahren. existirt. Sie steht mit der Kolonie in Frieden und Freund- schaft, liefert die entlaufenen Sklaven aus, und wohnt unter selbsgewählten Kapitänen in Dorfschaften. Man schätzt ahre- Zahl zw. 4 bis 5,000.
Samarang,(5. Br. 6054’ L, 1280 17°) Nied. St. auf der Nordostküste von Ja- va, am Meere und am gleichn. Fl. Sie ist mit einem. Walle umgeben, hat ein starkes Fort, mehrere K., ı gutes.Hosp., 1 öffentliche Schule und gegen 30,000 E. Sitz der Niederl. Regentschaft. Haven; Handel und Ausfuhr von Zucker, Kaf- fee, Reifs und Pfeffer.
Samaria,s. Schemrun.
... Samarkand,(Br. 390.57° 23°) Asiat. Hauptstadt der Prov. Mavaralnahar in Westdshasatai, am Soghd. Sie ist mit einem Er’ walle und Graben umgeben, grofs und ansehnlich, aber meistens tur aus Lehmhütten bestehend, weitläuftiges Schl., welches leer steht und verfällt, viele öffentliche Bäder, Moskeen, Hane und eine noch immer beträchtliche Bevölkerung. Die Einw. sind industriös und unterhalten man- cherlei Mf. und Fabr., besonders in Le- der, Baumwolle und Seide: das hiesige Seidenpapier ist im ganzen Orient be- kannt. Auch- wird ein ansehnlicher Handel getrieben. Was aber. die Stadt vorzüglich äuszeichnet, ist die berühm- te hohe Schule der Mohamedaner, die auch eine Sternwarte besitzt.
Samatan, FYanz. St. im Dep. Gers, Bez. Lombez, am Save, mit 1,643 Eınw. ı Gärberei, 2 Ziegeleien.
Sambah,(Br. 320 39° L. 910 47°)‘Hind.
St. in der Prov. Lahor, am Deeg,:zu den Besitzungen der Mahratten: gehö- rig. Sambakolö, Afrik. Negerdorf in dem Senegambischen Reiche Bondu, bekannt durch seine vielen Schmiede, die nicht blofs kleine Eisenwaaren, Messer und Schlösser, sondern auch goldene Ohr- ringe, Armbärider u..dergl. verfertigen.
Sambarang,. Asiat. Hauptst. der bei Java iiegenden Prinzeninsei, Besidenz des Rajab, mit etwa goo Baimbushütten.
hat ı
Sam
$Sambas,{Br. 10 3° L. 1290 4°) Asiat.$, auf der Küste von Borneo, die mit ih. rem Gebiete unter einem eignen Sultan steht, und wegen ihrer Seeräuberej zweimal von den Britten, 1812 und 1817, angegriffen ist. Sie ist ein vorzüglicher Markt für Opium.
Samber,(Br. 260 55° L. 92° 59°). St. in der Prov. Aschmir, welche einem Baädsbutenrajah gehört.| Unweit davon ist ein 3 M. langer, Ts breiter Salzsee, der einen grofsen Theil von Hindostan mit Salz versieht.
Samboangan,(Br. 60 45° L. 1390 49% Span. St. auf der Südwestküste von Ma gindanao, an einem kleinen Fl., mitı Fort, Häusern, die auf Bambuspfählen stehen, und etwa 1,000 E. Die Spanier halten hier eine Besatzung von 150 bis 200 M., und betrachten den Ortals ei- nen Verbannungsort der Verbrecher yon Manila, Uebrigens ist die Umgebung änfserst fruchtbar und würde manche schätzbare Produkte für diesen Haven liefern, wenn die Spanier ihn benutzen wollten.
Sambor, Oester. Kreis in Galizien— 84 QM. erofs, mit 236,886 E-, worunter 0,807 Juden, in 7St., 18 Vorst., 3 Mil, 348 D., 42,976 H. und 59,421 Familien.
Sambor,(Br. 49% 31° 30° L. 400 54° 15°) Oester. Hauptst. des gleichn. Galız. Kr, am Dniestr, mit ı Schl,; ı kath., 1 unirt, K., ı Hosp., 1,153 H. und 6,374 E: Kath, Gymnasium; auptvolksachule. Sitz eines Kriminalgerichts, Leineweberei, Bleichen, Salzsiederei, I Tabaksmaga. zin, ı Rhabarberpflanzung.
Sambre, Franz. Niederl. Fl., welcher im Depart. Norden bei Landrecies ent. springt, auf der Gränze der Niederlande schiffbar wird, bei Charleroy vorbei-
geht und bei Namur der Maas zu- strömt.: Samen, Afrikan. Landschaft in dem
Reiche Tigre, der höchste Theil von Habesch, durch den eine' grolse Gebirgs. kette Sich$0o Meilen weit hinzieht und Tigre von Amhara trennt. Auf der Öst- seite strömt der Tacazze. Das Land hat ein gemälsigtes Klima und ist strich- weise ganz gut angebauet.
Samer, Franz. Mfl, im Dp. Pas de Calais, Bez. Boulogne, mit 1,6986 Ein- wohnern.|
Samgaum,{Br. 140 33° L.880 23°) Britt. St. am Pennar, in dem nördi. Karnatik der Präs, Madras.
Samjan, s. Chang-tschuen- chan.
Samo, Jon. Mfi. auf der Nordostseite der Insel Gefalonia.
Samoczyn, Szumacin, Preuls. St. im Posen. Kbz. Bromberg, mitten im Netz- bruche, worüber der l/; M.-lange Netz- damm führt. Sie hat ı kath. K., ı luth. Beth., 170 H. und 1,020 E. 2 Ziegeleien; Tuchweberei mit 5o Stühlen(3,226 St.).
Samodrachi, s. Semadrek
Samoen, Sardin. Mfl. zwischen dem Valentine und Clairieu, in der Savoy. Prov, Faussigny, mit 3,107 Einw._ Nahe dabei lag die eingezogene Abtei Sixt.
Samojeden, Buss. Polarvolik an den Küsten des Bismeers von. 650 an, schwa- che Volksstämme, die sich theils ın den offenen, morastigen Flächen. des Arktischen Erdstrichs, theils in den un- durchädringlichen Wildnissen Siberiens aufhaiten.. Sie unterscheiden sich durch eine besondere Sprache ,„ wovon die. el- gentlichen Samojeden, Koibalen, S0j0- ten, Matoren, Tubinzen, Kaimaschen
“
ee Me


