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Einw. Merkwürdige Gebäude sind die grolse schöne Börse, die Bank, das Ad- miralitätsgebäude, das Rathh., das Ost- indische Kompagniegebäude, die Hpt- kirche mit den Sarkophagen der Adm. Witt und Brakel, das Nationaltheater; dann die Maasbrücke mit Erasmus Bild- säule.. Akademie der Wissenschaften, 1767 gestiftet; naturhist Sozietät; Mis- sionsgesellschaft zur Beförderung des Christenthums; latein. Schule; anatom. Theater. Sitz des Marinedepart. von der Maas; eines Handelsgerichts und 4 Friedensgerichte._ Haven, aus dem die Schiffe bıs in die Mitte der Stadt gelan- gen können, der wichtigste nach Am- sterdam, ob er gleich durch Fiufsver- sandung viel. verloren hat. Beträchtl. See- und Speditionshandel; Hpimarkt für Flachs, Krapp, Kanariensaamen und Bordeauxweine. Die Kermes older der Markt, einer der besuchtestenin Hol- land. Grofse Tabak- u. Rarottenfabr., ı4 Zuckerraffinerien, Korkstöpsel-, Blei- weifs-, Bleizucker- und Lackmusoffizi- nen, Scheidewasserbrennereien, bedeu- tende Branntweinbrennereien; Krapp- fabr.; Tuchweberei und. Schiffswerfte.e. Geburtsort des grolsen Philol. Erasınus 7 1536 und des Malers van der Werft.=
Rotterdam, Nied. Fort auf der Insel Celebes, dicht bei der St. Makassar, Sitz des Sabandkar von Makassar\ und Hptort der Niederl. Besitzungen auf dieser Insel, mit einem Haven u. star- kem Handel. Um das Fort her liegen die beisten: Reiisplantagen der Nieder- länder.
Rotterdam, Nied. Eiland in der Bai von Batavia, auf der Insei Java, stark befestigt, mit Schiffswerften und Maga- einen bedeckt, die nach Batavia gehö- zen.
Rotterdam, s. Anamoka._
Rottum, Nied. Eiland an der Küste der Prov, Gröningen, durch die Wester- ems von Borkum geschieden. Es hat ı D., mit 238 E., die sämmtl, Fischer sind.
Rottweil, Würt. St. und Sitz eines O. A. in der L. V. Oberneckar. Sie liegt auf einer Anhöhe am Neckar, ist um- mauert, hat 4 Thore, 2 Pfk., ı vormal. Jesuiterkollegium und 3 vorm.’Kl., ı Hosp., ı Rathh., ı Kaufh, und mit. der Vorst. zoo H. und 2,8853E. Gymnasium;
Elementarschule von 3 Klassen; Töch-
terindustrieschule. ı Papier- und ı.Sä- emühle, Bleichen; besuchte Märkte; orn- und Viehhandel nach Helvetien. Vormals eine freie Reichsstadt, die mit Helvetien in gewissen Verhältnissen stand. i Rotty, Rotte, Asiat. Insel im östli- chen Meere und im$S. von Timor, 9 M. lang und 2!/ breit. Sie hat Malaiische Bewohner, die unter ı15 einländischen Fürsten stehen, und ist reich an Reils, Gerste, Sago, Bindvieh, Dammhir- schen und Kupfer.° Rotumah, Australinsel unter 1940 36° L. und 120 29° s:ı Br., 1791 von Cap. Ed- wards entdeckt und Grenvillers Eiland enannt. Sie ist von mehrern kleinen ilanden umgeben, mit welchen sie völ- lig isolirt im Australozeane liegt, ist überaus reizend und fruchtbar, auch gut angebauet. Die Einw. sind Austral- indier, und besitzen Hühner, Schweine und Früchte im Ueberflusse. Rouans, Franz, Dorf, nahe am Ache- nau, im Dp. Niederloire, Bz. Paimboeuf, mit 2,114 I
Rou 319
Roubaiz, Franz. Mfl. im Dp. Norden, Bz. Lille, mit 8,097 E. Mnf. in Flanell, Kamlott, Molton und Kalmank; Garn- spinnerei; Färbereien.
. Roubine, Eranz. Kanal im Dp. Gard, ein Seitenkanal des a en wel- cher bei dem Zusammenfl. der Cubelle und Vistre anfängt, sich von N.O. nach S. O0. wendet, und in mehrern Ab- theilungen mit dem kön. Kanale verbin- det. Erist ız3 M. lang.
Roubion, Franz. Fl. im Dp. Dröme, —. bei Montelimart dem Rhone zufällt.
Rouelle, Franz. Hüttenort im Dep. Obermarne, Bz. Langres, bekannt durck seine beträchtlichen Glashütten, die meistens Spiegelgläser liefert.
Rouen,(Br. 49° 26° 27°° L. 180 ar’ a4” Franz. Hauptst. des Dep. Nihderene m eines Bez. von 24,92 QM. und'206,800 E. Sie liegt an der Seine, ist mit verfalle- nen Mauern und Wällen umgeben, hat 5 Land- und ı3 Wasserthore, 6 Vorst.,' wovon S. Sever jenseits der Seine liegt und durch eine 272 Fuls lange Schi brücke mit der Stadt verbundenist, x Kathedrale, 37 K., worunter die von S,
wegen ihres hohen'I’hurms merk-
würdig ist, 3 Hosp., 3 Gefängnisse, 7 öf- fentl. Plätze, 4 Promenaden, als den Cours la Reine, den Mouriboudet, dw Hopital und Boulevard Couchois, enge winkliche Stralsen, aber schöne Kaien, 11,000 H., wovon ein Theil von Holz ge- bauet ist, und worunter blofs der Palast, das'[heater und der salle des specta- cles sich auszeichnen, und 1856 81,089 «:, worunter viele Ref. mit eigner K, Sitz des Stabs der ısten Militärdivision, der sten Korstkonservation, eines Erzbi- schofs, eines königl. Gerichtshofs, einer Handelskammer und Handelsgerichts, Akademie der Wissensch. und Künste, mit 46 Mitgl., 1744 gestiftet; Societe d’emulation mit 53 Mitgliedern, 17991 ge- stiftet,;, Lyceum; Schififahrtsschule; Zeichnenschule;_ mediz.” und Hebam- menschule; öffentliche Bibliothek mit 0,000 Bänden und goo Handschriften; useum; naturhist. Kabinet; botan, Garten. Münze; Börse; Straflsenerleuch- tung, doch nur 6 Monate lang; 36Spring- brunnen, Mnf. in ganzen und halb- baumwollenen Zeuchen unter dem Na- men HKouennerie, worunter besonders Nankins, lMManchester, Pique, Kattun, Paliakas, Shawls, Hals- und Taschen- tücher und Siamoisen; in Leinewand, Gingangs und Packtuch; in Papierta- peten und Spielkarten; in Tuch, Dro- guefs, Sergen nnd Molton; in Wachs- tuch; Baumwollenspinnereien und Fär- bereien; 4 Zuckersiedereien. Man ver arbeitet Horn und Elfenbein, macht Vi- triclöl und andere chemische Fabrikate, vortreflliche Konfituren und abgezogene Wasser, Eisen- und Gelbgielserwaaren, Oblaten,, Schreibfedern, Stärke, Puder, Seife, Fajanze, Kartätschen, Tabakspfei- fen und andere Artikel. Der Propre-, Kolonial- und Speditionshandel ist äu- Iserst wichtig; die Stadt hält grolse Garn- und Twilsmärkte. Mit der Flut können schwer beladene Schiffe bis an die Kaien gelangen: 1792 liefen 1,698 ‚Fahrzeuge mit 99,387 Tonnen ein, Hier wurde 1930 das Mädchen von Orleans als Hexe verbrannt. Geburtsort der-Dich- ter duBoccage, Bern. le Bouvier, Fonte- nelle u: der beiden Corneille, Pet. und. Thomas, des Architekten Blondel+ 1686,


