272 Pre sprochen, durch Einführung von Reichs-
und Provinzialständen der Nation ei- nen bestimmten Theil der Gesetzgebung und der. Besteuerung in die Hände zu legen. Bis jetzt ist diels noch nicht ge- schehen. Die TI'hronfolge ist erblieä ın männlicher und weiblicher Descendenz und gerade absteigender Linie. Die Majorennität war bisher das zıste Jahr. Der nächste und älteste Prinzı des kön. Hauses ist geborner Vormund. Keine feierliche Krönung, wohl aber- eine Huldigung ist gewöhnlich._ Die Köni- zin genielst dıe Vorrechte ihres Ge- mahls.- Der TI’hronfolger heilst Prinz von Prenfsen, Die nachgebornen Prın- zen, geborne Markgraien von Branden- burg, erhalten‘ das Prädikat kön, Hoheit und Appanagen an Gelde, Die Reli- gion des kön. Hauses ist die reformirte, doch kann der Monarch ungehindert Lutheräner oder Kaiholik seyn. Der kürzere Litel:des Monarchen ist Künig von Preulsen, Markgraf von Branden- burg, souveräner und oberster Herzog von Schlesien, Grolsherzog am lieder- Yhein und zu Posen ete, Das Wappen enthält: die Wappen der sämmtlichen Preufs. Provinzen. BRitterorden sind vorhanden, ı) der schwarze Adler, 2) der rothe Adler, 3) der Orden‘pour le merite, 4) das eiserne Kreuz, 5) der Preuls. Johanniterorden und 6) der Louisenorden, letzterer ein Damenor- den. selten voliständig besetzte Hofämter; der Hofstaat ist zahireich und glänzend. Staatsverwaltung:'an der Spitze aller Geschäfte steht der: Monarch selbst. Höchste Centralbehörden sind ı) der neuorganisirte Staatsraih und 2) das Mi- nisterium mit seinen verschiedenen Zweigen, anderen Spitze der Staats- kanzier steht. Der Preufs. Staat zer- fällt in 10 Provinzen: ı) Ostpreulsen, 2) Westpreufsen, 3) Brandenburg, 4) Pom- mern, 5) Schlesien, 6) Posen, 7) Sachsen, 8) Westphalen, 9) Kleve-Berg und 10) Niederrhein. Jede derselben wird in Hinsicht der innern, Verwaltung in Re- gierungsbezirke, der Regierungsbezirk in Kreise eingetheilt. In jeder Provinz übernimmt ein Oberpräsident die Ver- waltung derjenigen allgemeinen Lan- desangelegenheiien, die auf die ganze Provinz Bezug haben. In jedein Regie- rungsbezirke besteht eine Regierung für. die Landesverwaltung und für. die "Finanzen. Jeder Kreis hat einen Land- yath,‘dessen Aufsicht alle Ortschaften in dem Umfange eines Kreises unterge- ordnet sind; doch bilden die ansehnli- cheren Städte eigne Kreise, in weichen der Polizeidirigent die Stelle des Land- raths versieht:. Diese Landräthke u. die Folizeidirektionen führen die Aufsicht über die direkte Steuererhebung und die Angelegenheiten der Gewerbepoli- zei, Getrennt von der innern Verwal- tung und den Finanzem ist die Justiz. Höhere Justizkollegien sind das gehei- me Obertribunal zu Berlin, die Gesetz- und Examinationskommission. Provin- zielle Behörden in zter Instanz sind die Oberlandesgerichte in jedem Regie- rungsbezirk und das Kammergericht zu Berlin, Die niedern Gerichte bilden die Stadt- und Landgerichte, sowohl königl., als adl. und geistl. BPreufsen hat ein. allgemeines eignes Civilgesetz- buch, das Landrecht. Für die Kirchen- und Schulsachen besteht in dem Haupt- oxte jeder- Provinz ein Konsistorium, an
j
Den Glanz des'[hrons erhöhen 10
Pre
dessen Spitze der Oberpräsident steht, In jedem Regierungsbezirk, worin kein Konsistorium ist, wacht eine Kirchen- und Schulkommission über die Kirchen. und Schulangelegenheiten unter Auf- sicht der Konsistorien. Für die Medi- zinalpolizei ist in dem Haupiorte jeder Prov. ein Medizinalkollegium, in jedem Regierungsbezirk eine Sanitätskommis. sion. Zur Beförderung des Handels die. nen das Kommerz- und Admiralitäts- kollegium'zu Königsberg, die Schiff- fahrtskommission zu Swinemünde, die königl. Bank zu Berlin, die Leihbanken, die Assekuranzkompagnie zu Berlin u, die Seehandlungssozietät daselbst. Die Finanzen verwaltet in den Prov. unter dem Finanzminister die zweite Section der Regierung. Eine hohe Finanzbe- hörde ist die Oberrechnenkammer zu Berlin, als höchste Staatsrechnungskon- trolle. Militär: ohne Landwehr etwa 120,000 M. Die infant. zählt 34, dıe Ka- valerie 36 R«g., die Artillerie 8, das Genie, 8 Pionier- und 3 Ingenieurbri- aden. Aufser den Garnisonsbatt. der sarde enthält die Almee 34 Garnisons- bataillone, und aulser dem Gäarde- und Berliner Invaiidenbataillon noch ıgPro- vinzial-Invalidenkomp. Die Landwehr zu Euls und Pferde macht in Allem% Reg. aus, die Gensd’armerie 10 Oberbri- gaden, wozu noch das reitende Feldjä- serkorps kommt. Das Heer steht übri- sgsens unter der Leitung des Ministers des Kriegs, und ist unter 5 Militärdivi- sionen,.-ı) Ostpreulsen und Westpreu- isen, 2) Brandenburg und Pommern, 3) Schlesien und Posen, 4) Sachsen und») Niederrhein, Westphalen und Kleve- Berg vertheilt. Die vornehmsten Mili- tärschulen sind die. Kadetteninstitute zu Berlin und Stolpe, die 3 Kriegsschu- len. für die Portepeefähnriche zu Ber- lin, Königsberg und Breslau, und die Kriegsschule für die Olfiziere zu Ber- lin. Hauptfestungen sind Magdeburg, Graudenz, Kolberg, Danzig, Silberberg, Schweidnitz, Glaz, Neilse, Kosel, Me. mei, Pillau, Brieg, Spandau, Küstrin, Stettin, Torgau, Wittenberg, Wesel, Jülich und Saar- Louis. Finanzen: die Einkünfte des Staats mögen gegenwär- tig auf 60 Mill. Guiden hinansteigen, aber auch die Staaisschuld ist bedeu- tend, und dürfte mit den neu hinzuge- kommenen Provinzialschulden wohl nicht weniger als 4900 Mill, Gulden be- tragen. 1510 gab man den Betrag auf 264,097,148 Gulden an.(Demjans statist. Darstellung der Preuls. Mon. ı$ı7.— Streits Charte der Preufs. Mon. in 3 Bl, Weimar 1816.) ea Preu/sen, s. Ostpreufsen. Preu/sisch- Kilau,«Br. 540.22' 50‘ L. 380 18° go’) Preuls. St. in dem Ostpreuls. KAbz, Königsberg, mit ı Schl,, 189 H. u 1,6200 6. Tuchweberei mit 36 Stühlen (598 Stück), Hutmacherei(s40 Stück) u. Gärberei(1,185 Stück). Schlacht vom 7. und. eleie 180 Ä; R Preu/sisch- Holland,(Br. z40 3° 45 L. 370 20° 1°’) Preuls, St. am Werke, ın dem ÖOstpreuls. ARgbz. Königsberg, mit 368 H. und 2,8233 E. Tuchweberei mit ı5 Stühlen(147 Stück), Zeuchweberei mit ı Stuhle(6 Stück), Hutmecherei(38 Stück), Leineweberei mit ıg Stühlen, Gärbereien, Brauereien(Füliwurst), Kornhandel.- ö Preufsisch- Mark, Preufs. Mi, ın mie rc ion Rgbz, Königsberg, zit 600°® ö
u—
En sähe ur
peves®: Sandsch.; N
Mayenme)
ne, mil H Priamd
Asiat, St!
" atray, WO
forei hatte
Prihili Gesp, LP worunlel
‚in dem 8 H. und zeuch-; wollen?
Pri:
abgethei hebt sic
Prie ste der wo eine gelfang getriebe
Priei Böhm. 1
Prii


