Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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folge übergeht. Die Regent- und Vor- mundschaft bestimmt der Vorgänger; die Volljährigkeit tritt mit dem s4ten Jahre ein. Es giabe 6 Orden. ı) den Christordew; 2) den Santjagoorden, 3) gen Avizörden, ga) den. Schwert- und Thurniorden, 5) den Johanniterorden u. 6) fsabellenfrauerorden.: Staatsverwal- tung: der Monarch regiert Portugal von Rio Janeıro aus; seine Person versieht in Enyopa eine zu Lisboa niedergesetzte Junta, die inallen wichtigen Sachen seine Befehle einhohlt. Das höchste Kollegium ist der Staatsrath, worin die Minister oder Staatssekretäre mit andern holen Beaniten den Sitz haben; andere hohe Kollegien sind: der Kriegsrath u. der Kath des Palastes, welche sich sämmtlich zu Rio Janeiro befinden, aber Abtheilungen in Lisboa zurückgelassen haben.. Die einzelnen Provinzen, wor- ein das Beich zerfällt, werden durch Statthalter regiert, von welchen die in- Here-Verwaltung abhängt. Die höhern Dikasterien des Reichs sind: die beiden Appellationshöfe casa da»supplicagao zu Lısboa und relacao da Porto zu Porto. Die: niedern Gerichte. werden durch CGorregedores der Comarcas in zweiter Instanz verwaltet, an welche von den Juizes de Fora, der untersten Instanz, appellirt wird. Der Klerus besteht: ı) aus dem hohen, /wozu der Patriarch von Lisboa, 2 Erz- und ı4 Bischöfe ge- hören, 2) aus dem niedern Klerus, der in Begular-"und Sekularklerus getheilt ist; jener besteht aus 7 geistl. Korpora- tionen mit 30 Klöstern und 3 Kollegien, und aus 35 verschiedenen Orden, welche 418 Manns- und 108 Nonnenklöster inne haben,. sämmtlich reich ansgesteuert u. im:Besitze von vielen Grundstücken; der Sekularklerus dagegen, welcher 4,371 Kirchsp. vorsteht, ist arm und hat we- der Ansehen. noch Einflufs. Ueber die Beinheit der kath. Religion wachen 3 Inguisitionsgerichte zu Lisboa, Coimbra und- Evora, deren Gewalt indefs sehr eingeschränkt ist,. Der Papst,übt seine Vorrechte in Portugal durch- einen Nuntius,aus. Einkünfte»nach Murphy 29,250,000 Gulden, wozu Brasilien gewils die Hälfte beiträgt. Staatsschuld: gegen ı20 Mill. Gulden. Landmacht: in Portu- gal 32,000, in Brasilien 24,000 WM. reguläre Truppen, in Portugal 33,600, in Brasilien 80,000 M. Militz. Marine 1815 mit Brasi- lien: ı2 Linienschiffe, ı4 Fregatten und mehrere kleinere Fahrzeuge mit 12,000 Matrosen. Eintheilung: in 6 Previnzer, 1; Estremadura, 2) Beira, 3) Minho, 4) Tras.os Montes, 5) Alentejo und 6) Al- garve..Als Kolonien wurden bisher an- re ı, in Amerika das Königreich Brasilien mit einem Stücke von Guiana, etzt das Hauptland; 2)in Ahlrika, a) as adeiras, b} as Acores, c) as Cabo Ver- de,'d) as Guineas cheu, e). das.Gouvernement Angola und f) das Gouvern. Mozambique und 3)in Asien: a) das Gouv. Goa, b) Portugie- sisch Timor und c) die Halbinsel Ma- kao. Alle diese Kolonien umfalsten 1815 etwa 100,014,52 QM. mit 2,967,000 Ein- wohnern. Portugalete,(Br. 430 19%.49° L. r40 37

47°) Span. Villa an der Barre des Ybay-

chalval, in der Prov. V3jzcaya, mit 1,800 E. ‚Fischerei. Porz, Preufs. Mfl. am Rhein, in dem Kleve-Berg. Rbz: Köln, mit 650 E. Porziez, Poritschen, Oester. Mfl. im Böhm. Kr. Pilsen, mit ı Schl. und 155

mit Bissago und Ga-

Pos 7, Zisenminen; Eisen- und Blechham. ner.+ Poschechon,(Br.#80 30° L. 370 m)

Bnss. Kreisst. des Gouv. Jaroslaw am Sogosha, mit ı K., 365 H.. 77 Buden und

1,668 Binw. 4 Lohgärbereien. Handel; Handwerke. Barkenbau. Poschegadschik, Osm. Mfl, in dem

Bumel. Sandsch, Semendria: Poschiavo, s Pusklav. Posega. Oester. Gespanschaft in Sla.

wonien. Flächeninhalt: 45,20 QM. Ge birge: Papuk. Flufs: Save. Naturpro. dukte: Rindvieh, Tabak. Warme Quel. len, Volksmenge: 67,405 in ı kön. Frei. stadt, 6 Mfl., 234 D. und ı Prädie. Der

eröfste Theil der Bew. bekennt sich zur eriech. K. Hier ist die kleine Wala-

chei, der Wohnort der Morlachen.

Posega,(Br: 450 21°30° L. 359 22° 40°) Oester. kön. Fresst. an der UOrlova und Hanptst. der gleichn.Slawon. Gesp., mit ı prächtigen kath., ı griech. K., ıKl, 600 H. undı72 E. Gymnasium; Ta baksbau./

' Posen, Preufs,. Prov. zwischen 390 54 bis b60 ı9° ö. L. und 519 10° bis 539 32° n. Br., im N. an Pommern und Westpreu- Isen, im O. an Polen, im S. an Schle- sien, im W. an Brandenburg gränzend, s60 QM. grofs, Oberfläche: wellenför- mig eben, nur von einzeln stehenden Hügeln unterbrochen. Boden: leichter Sand, zum Theil mit Haiden, strichwei- se mit Morästen, hie und da aber auch guter schwarzer Boden, und im Ganzen produktiv. Gewässer: Warihe, Obra, Netze, Brahe; der Bromberger Kanal; mehrere Landseen. und gesund. Produkte: Getraide, Gar- ten- und Hülsenfrüchte, Tabak, Flachs, Hanf, Obst, Holz, die gewöhnl. Haus- thiere, Wild, Fische, Bienen, Eisen. Volksmenge: 747,100, nach Andern 92I,000 ynd., in ı6r St,, 27 Mfl. und 4,110 D. Der gröfsere Lheil derBew. besteht aus kath. Polen, doch giebt es unter denselben auch viele Deutsche und Lutheraner, und längs der Brandenburgschen Gränze werden alle Städte von Deutschen ein- genommen. Nahrungszweige:. Ackerbau und Viehzucht, die nicht allein den be- darf, sondern auch zur Ausfuhr liefern, dann lebhafter Kunstfleils in Tuch, Lei- newand, Leder und andern Artikeln, Ausfuhr: Korn, Rindvieh, Talg, Häute, Wolle, Wachs, Honig, Federn.und Fe- derposen, Schweinsborsten, Tuch, Müz- zen, Handschuhe, Leinewand, Leder, Tabak, Branntwein. Staatsverbindung: Posen hat dieselbe Einrichtung, wie die übrigen Preuls. Prov., und wacht mit Schlesien eine eigene Militärabtheilung aus. Eintheilung: in 2 Regierungsbez., Posen und Bromberg.

Posen, Preufs. Rgbz. der gleichnam. Prov., welcher die Kr. Posen, Obernick, Meseritz, Bomst, Fraustadt, Kosten, Kräben, Szrem, Szroda, Krotoszyn, Pei- sern, Adelnau und Schildberg 328,50 QM. mit 458,200 E. enthält.

Posen, Posnan,(Br. 520 20° I. 34° 59° 45°) Preufs. Hauptst. der gleichn. Prov. und des gleich. Rbz. an der Warthe und Proszna. Sie ist ummauert, hat 6 Vorst., 4 Hauptthore und 3 Pforten, r Schl. auf einem Hügel, eine alte schön gebaueie Domk., 33 andere K,, ı2 Kl., 2 Hosp., I Waisenh., 1,390 H. und 18053 15,992 BE. wor. 4,450 Juden. Bischof; bischöfl. Se- minar; Gymnasium; Schuliehrersem!- nar; Hebammenschule; Theater. Tuch-

Klima: gemäfsigt.

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