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Gerez, de Montazinha, de Estrelia, da Ossa, de Alpedrinha, de Monchique'u, de Geaileirao, sämmitlich Fortsetzungen des SEARHEBER Gebirgssystems, Viele derselben sind gut bewaldet.
vornehmsten Vorgebirgen gehören das Cabo de Mondego, de Carvoeira, da Ro- ca; de Espichel, S. Vincent und S. Ma- ria., Gewässer: Tejo mit dem Ponsel, Zezere, Sorraya und Cunha; Deuro mit dem Sabor, Coa, Tua und Tamesa; Guadiana; Minho,; Lima; Cavado; Vouga; Mondego und Sado; keine be- deutenden Binnensee’n, wohl aber viele Mineralghellen. Klima: mehr gemä- fsigt und angenehmer, als in Spanien, da die Seewinde an der Küste, die Nord- winde im Innern die Luft sehr abküh- len. Die nördl. Landschaften sind ran- her, als die südlichen, doch kommen überall die Agrumen fort, und der Win- ter gleicht einem nordischen Frühlinge. Eis und Schnee bleiben nur auf den höchsten Gebirgen liegen. Produkte: Getraide, Mais, Reils und Sorgohirse; Gemülse; Südfrüchte als’ Stapelwaare; Obst; Käaruben und Kastanien; Wein als Stapelwaare; Flachs und Hanf; Oli- ven; Esparto,; Spanische Binsen; Su- mach; Soda; Holz, wor. Kork- und Kermeseichen, die gewöhnlichen Haus- thiere, Wild(auch wilde Ziegen), Raub- wild, Fluls- und Seefische, Austern, Bienen, Seidenwürmer, viele Metalle, aber, bis auf Eisen, sämmtlich unbe- nutzt, mehrere Halbmetalle, Edelsteine, Erden und Thonarten, Onellsalz aus ı Saline, vieles Baisalz,: nach Antillon 3,683,000, nach Ebeling 3:558,712 E., doch nur nach Schätzung der Feuerstellen, in 21 Cidaden, 748 Vil- las, 4,267 Kirchsp. und 763,637 H.. Der Nation nach, bis auf wenige Ausländer, Portugiesen, der Religion nach Katho- liken, mit,strenger Ausschliefsung von jedem andern Kult, den Ständen nach Adel, Klerus, Bürger und Bauern. Der Adel theilt sich in titulados oder hohen und fidalgos oder niedern ab; jener ist sehr reich. Der niedere Adel wird den Bürgern beigezählt. Der Klerus bildet einen eignen Stand im Staate, und mit Adel und Bürgern die Cortes, welche aber seit 1697 eingeschlafen sind.‘ Der Bauer ist zwar nicht leibeigen, hängt aber ganz von dem Winke seiner Guts- herrn ab, und ist meistens arm und un- terdrückt. Kultur des Bodens: vernach- lässigt, vorzüglich durch die Unwissen- heit u. Unterdrückung des Landmanns, Fast 2/; sollen unbebanet liegen, und Portugal nur für die Hälfte seiner Be- wohner Brodkorn erzeugen, YIndefs sind doch ganze Provinzen, wie Minho und Traz os Montes, u. auch einige Striche von Alentejpo, recht gut angebanuet, und es gab auch in weuern Zeiten Jahre, wo Portugal Korn übrig hatte..In Algarve ersetzen die Kastanien, in Minho und Alentejöo die Kartoffeln das fehlende Korn.. Die Viehzucht ist wenig be- trächtlich; die Scheafe tragen in Alen- tejo eine der Merino nahe kommende Wolle, wovon jährlich ı2 bis 13,000 Zntr. auswärts gehn. Schweinehält man hin- länglich, auch Ziegen, nur wenig Rind- vieh u. noch weniger Pferde; die man überhaupt dem Esel und Maulesel nach- setzt. Obst und edle Früchte werden in Menge und ohne viele Mühe gewon- nen, auf die Kultur-der Reben aber vorzüglicher Fleils verwendet, uw, diels ist auch der einzige Zweig der Land-
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wirthschaft, der dem Porturiesen an- spricht, Man rechnet, dafs jährlich 234,000 Ohm Portweine in den auswärti- gen Handel kommen. Die five ve- deiht vortreflich, und Man kann ‚trotz des beträchtlichen innern Bedarfs. jätır- lich 3,660 Ohm Oel ausführen, Der Sei- denbau ist ganz unbedeutend, eben so die Bienenzucht, aber die Fischerei von grolfsem Belange, da die Fische ein Hauptnahrungsmittel ausmachen. Au- Iserdem wird auch eine Menge des schönsten Baisalzes bereitet, wovon 1804 23,810 Hamburg. Lasten ausgeführt wur- den.-Kunstlleifs: noch auf einer sehr niedrigen Stufe., Fabriken und Manuf, existiren nur:.in einigen grölsern St., nach Murphy sollen im ganzen Reiche 205,. worunter. 3 Glashütten, 2 Pulver- und 6 Papiermühlen, vorhanden gewe=- sen seyn, aber die meisten derselben sind:ganz unbedeutend und selbst an den gemeinsten Handwerkern fehlt es häufig. Handel: im Innern aus Mangel an guten Heerstralsen, schiffbaren Flüs- sen und Kanälen wenig lebhaft und äu- $sert erschwert; der Seehandel wird gröfstentheils ans den Häven Lisboa, Porto, Setuval, Aveiro und Faro unter- halten: und ist von grofsem Umfange, aber meistens passiv und in den Hän-, den der Britten, die für Portugal de
Faktor und Vormund machen. Blols der-Kolonialhandel wurde von den.
Portugiesen bis 1808 ausschliefslich be- trieben, aber seitdem Brasilien der Sitz der. Portug. Regierung. geworden, ist der Handel dahin allen seefahrenden, ‚Nationen geöfinet und das Handeismo- nopol der. Portugiesen’ vernichtet. Ausfuhr: Wein für 13 Mill, Baisalz für 3%/a Mill., edle Früchte für 800,000, Wol- e für 400,000, Korkholz für 60,000, Su- mach für 30,000,„und einige Zeringere Artikel für 110,000, Alles zusammen für ı8 Mill. Gulden. Dagegen würde die Gesammteinfuhr auf 27 Mill. bereclinet, wovon Grolsbrittanien ohne Ireland al- lein für 10,790,855 Guld. liefert. Den Aus fall von jährl. 9 Mill. deckte Portugal bisher mit den Schätzen Brasiliens, das allein an Gold u, Silber für 10,245,500, an. Diamanten für 1,395,000 Guld. in Portu- gals Haven schickte. Wissenschaft: Rul« tur: vernachlässigt, obgleich in neuern Zeiten seit der Franz. Revölution die Nation aus ihrer Geisteslethargie zu er- wachen schien. Die Aufsicht über die Lehranstalten führt das seit 1799 errich- tete Oberschulkollegium. Es giebt nur i Universität zu Coimbra. Der Unter- richt auf den gelehrten Schulen ist al- lein in den Händen der Geistlichkeit. Die niedern Schulen sind höchst elend. Es giebt einige besondere wissenschaft- liche Institute, auch mehrere Akade. mien und Hüifsanstalten.' Staatsverfas- sung: Portugal ist, seitdem der'Sitz der Regierung nach Rio Janeiro verlegt ist, ein Annex von Brasilien, wie dieses bisher ein Annex von Portugal war. Der König von Portngal, Brasilien und Algarve herrscht ohne Einschränkung, von den‘vorm, Cortes ist seit 1697 blofs der Name übrig geblieben. Die Krene ist erblich in männlicher und weibli- cher Linie: in Ermangelung eines Soh- nes folgt der Bruder, und in dessen Er- mangelung folgt die Tochter, doch mufs sie an einen edeln Portugiesen verleirathet seyn. Seit 1790 ist ein In- Jantado dotirt, auf welches nach Aus- gange.der regierenden Linie die Thron-


