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Poitiers,(Br. 469 34.50 L. 190 0.48'°) Franz. Hauptst. des Dep.-Vienne und eines. Bez. ‚von 36 QM. und 86,811 Kinw. Sie.liegi am CJain, hier die Boisre aufnimmt, ist mit Mauern Thürmen umgeben, aber. altfränkisch gebauet, und hat mehrere öffentliche Plätze, worunter‘ der Königsplatz der
röfste, ı Kathedr., 22 K.,8 Hosp., 4,030 H.-und 1806 21,214 E. Sitz der gten Forst- konservation, eines Bischofs, eines kön. Gerichtshofs und eines IHlandelsgerichts. Akademie mit 2 Fakultäten; kön. Kol- legium; öffent» Bibliothek; botan. Gar- ten; Athenäum; Societe d’emulation; Ackerbaugeselisch, Mnf, in wollenen Mützen und. Strümpfen, Gärbereien, Kammmacher- und Handschuhmacher- arbeiten; Brennereien. Röm, Alterihü- mer.. Die nach ihr benannte Schlacht von 1536 fiel eigentlich bei dem Dorfe Maupertuis vor.
Poix, Franz. St. im Dep.. Somme, Bz. Amiens, am gleichn. Fl., mit ı70 H. und 73: B.
Pokrow,(Br. 550 40° L. 560 50°) Russ. Kreisstadt des Gouv. Wladimir, an der Schitka; noch sehr dorfmälsig.
Ss. Pol,(Br. 500 23° L. 200 30") Franz. von.-21,22 QM. und 4,815. B., im Depart. Pas de Calais. Sie liegt an der Ternoise und hat 2,994 E. Mineralquelle. Geburtsort des Geogr. Bacler Dalbe.
"ES Pol de.Leon,(Br: 48° 40° 55°’ L. 130 29°. 39‘) Franz. St. auf einem Hügel, na- he am Meere, in dem Dep. Finisterre, Bz. Morlaix, mit ı Kathedrale und 5,385 E., wovon die Hälfte in der St. seibst leben:« Gärbereien, ‚Töpfereien, ı Pfei- fenfabr. Sie hat einen kleinen Haven, Penpoul, der etwa T/g M: davon liegt u. 60 Barken und einige Fahrzeuge von 200 Tonnen fassen Kann.
Pola,(Br. 440 52° 35°’ L. 310 44° 51°) Dester.: St.„in dem lliyr. Kr:'Frieste; verödet, mit:432 H., aber nur 846 Einw. Sie liegt auf einer Anhöhe. am Mieere; unter ihr ein Haven. Bischof; Citadel- le, Thunfischere1. Aöm. Alterthümer, besonders ein grolses Amphitheater.
FPola, Australeilend, zu den Schiffer- inseln gehörig. Ein reizendes Land, das durch eine 24/4 M. breite Meerenge von Oyolava getrennt wird. Die Nordküste ist grofsen Schiffen unzugänglich; an der Westküste trifft man ein ruhiges Meer ohne Brandungen. Die Einw. sind Australindier.
Polajewo,»Preufs. Mfi. Pgbz. Posen, mit 92 I1::
Hopfenbau.
Brennereien;
Polangen,‘Russ,$t. an der Ostsee, im Gouv: Wılne, mit 700 E., meistens Juden, die Kram- und Landhandel'trei- ‚ben. Bernsteinfischerei.
Polanier, Russ. St. an der Weichsel, in der Poln. Woeiw. Sendomir.
Polau, Polawa, Oester. D. im Mähr. Kr. Brünn,’182 H., 9gj0o E. u. gutem Weinbau.|:
Polcenigo, Oester. Mfi, in der Diez. Treviso, nahe an der Qu. der livenza, ‘mit einem alten Kastelie und 3,000 Ein- wohnern,
Polch, Preufs. MA, in dem Nieder- xhein. Rbz. Koblenz, mit 1,200 RB.
, Oester. Mil. im Mähr. Kr. Brünn, mit ızo H. und 603 R.
t Polen, Europ. Nation, welche den gröfsern Theil der Voiksmasse in dem "Rüss. Königreiche Polen ausmacht, und zahlreich ım Weilsreulsen, Lithauen,
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Hauptst. eines Bez.
im Posen. Brauereien;
der Ukräne,
und’
Pol
Galizien und Posen lebt gewils gegen 7,550,000 Köpfe, Ein star- ker u. sutorganisirter Schlag von Men- schen, dessen zweite Hälfte zu den Schönheiten- des Nördens gehört und mit den. ‚regelmälsigsten Zügen einen schönen Wuchs und. eine gewisse Gra- zie verbindet, die selbst in dem gemein.
sten Weibe nicht zu verkennen ist; doch besitzt der leibeigene Pole lange
die Gutmüthigkeit des Aussen nicht u. man stöfst häufig auf tückische Skla- venzüge, die eine Folge seines morali- schen Drucks sind._ Nationalsprache, Tracht, und selbst Krankheiten, zeugen noch für seine. vormalige Selbstständig- keit, ‚wovon ihm jetzt ein Schatten in dem-unter Buss. Aegyde neu errichte- ten Königreiche Polen, Has sewils mit unverkennbarer Bedeutung wieder in die Beihe der Staaten eingetreten, ist, wieder geworden ist. Der grofse Hau- fen ist im Allgemeinen im höchsten Grade unwissend, faul, unreinlich und sinnlich, der- wornehmere Adel zeigt häufig eine hohe Bildung aus Germa- nischer oder Franz. Schule. ‚Dem Trun- ke ist er bis zur Ausschweifung erge- ben. In Galizien unterscheidet man die Polen in Mazuraken und Goralen.( Polen, Kuss. Königreich von 36 bis 420 L. und 50 bis 500 5° n. Br., im N.an die Prov. Öst- und Westpreuisen, im O. an Rufsland, im S. an. Galizien und die freie St. Krakau, und.im W. an die Prov. Posen und Schlesien gränzend. Areal: 2,215 QM Oberfläche: eine wei- te Ebene, über welche sich biols Fiuls- ufer und einige Hügel erheben. Boden: im Ganzen fett und fruchtbar, hie und
da. giebt'es morastige Niederungen. - Gebirge: keiner der Hügel, der sich vor den Karpathen hinzieht, verdient
den Namen eines Bergs; die höchsten sind der 1,990 Fuls emporsteigende Lysa und der heil. Ratharinenberg, 2,000 Fuls hoch. Gewässer: die Weichsel, die be- reits schifibar auf den Boden des Staals tritt, mit ihren Nebenil. Bug, Pilica, Nidow, Bsura, Drewenz und San; die Wearta mit der-Prosna, Obra u. Netze; der Niemen; die Landsee’n Duza, Au- gustowo und Wigry; narız(Gesund- brunnen. Klima: gemälsigt, doch schon mit strengen Wintern, dabei gesund l. die endemische Krankheit, der Weich- selzopf, ist wohl mehr Folge der Un- reinlichkeit.- des gemeinen Hauidens. Produkte: Getraide, auch Hirse u. Buch- waizen, Hülsenfrüchte, Kohl, Kartof- feln, Obst(doch schlecht), Manna oder Schwaden, Holz in den ungeheuern For- sten, eiwas Tabak, Flachs, Hanf, die gewöhnlichen Hausthiere, Wildpret.t. Baubwild, Geflügel, Fische, Bienen, Polnische Koschenille, Silber, Kupfer, Risen. Blei, Galmei, Salz zu Busk, doc
kein einziges Mineral im Ueberflusse. Volksmenge: 2,793,000 Ind., der grölsern Masse nach Poien,, dann Lithauer; Deutsche, Juden.‘ Die Polnische Spra- che wird durchgängig geredet, doch 1sb
das Latein‘auch sehr häufig, weni schon nicht mehr Staatssprache. Haupt» religion ist.die römisch- katholische mit 7.Bischöfen, doch mit allgemeiner Duidung, und es giebt viele Luthera“
ner, Reformirte, uhirte und nicht unlf- te Griechen(letztre mit 2 Bischöfen), ‚Unitarier, Filipponen, Mennoniten, vorzüglich aber Juden, die etwa!/z 4 ler E. ausmachen und. über 500 I 280“ gen haben.«Für wissenschaftliche Bil-
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