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fsigt; der Thermometer fällt seiten anf 5, und steigt bei der stärksten Hitze nicht über 300, Doch giebt es am Plata Regen fällt in ungeheurer Menge; dab#+i ist die Luft so feucht, dals zu Buenos Ayres alles Holzgeräth in kurzer Zeit verdirbt. Produkte: Enrop. Cerealien, besonders Waizen und Mais, Kartoffeln, Erdman- deln, Kürbisse und Maniok; Flachs und Hanf, etwas Baumwolle, Tabak, doch nur 5,000Zn:r., Wein, Zuckerrohr, Obst, Indigo,(gegen 60,000 Zntr.;, Rhabarber, Ipecacuanha, Weih- rauch, mehrere Arznei- und Giftpflan- zen, Europ. Hausthiere, besonders un- geheuere Heerden von Pferden und Rindvieh, Gnanacos, Wild, Geflügel, Fische, 7 Arten von Bienen, Koschenille, viele Schlangen u. furcht- bare Ameisen, Gold, Silber, Eisen, Ku- pfer, andere ganze und halbe Metalle, Marienglas, Salneter; Baisalz. Volks- menge: nach Norse ı Mill; bis 1,200,000 E., nach Estella sollen allein r Mill. Spanier und Kreolen, ohne die Zahlrei- chen Indier, hier leben. Die Ureinwoh- ner haben sich nur zum kleinern'Lhei- le unterworfen und das Christenthum angenommen, die mehrsten leben wild
und unabhängig, ihren väterlichen$it- ihrer Naturreligion getreu.
ten und Azäara fand im Innern von Paraguay u, Buenos Ayres allein 30 versehie ene Vöikerschaiten mit eigener Sprache, wovon manche indefs kaum 100 Krieger zählen. Von den unterworfenen In- diern sind in diesen beiden Provinzen durch die Jesuiten zwischen ı609 bis 3760 29 und durch die Gouverneure 51 Kolonien gebildet. Die kath. Religion zählt in dem Vizekön. ı Erz- und 35 Bi- schöfe. Nahrungszweige: meistens Ak- kerbau und Viehzucht, welche zwar sehr kunstlos betrieben werden, äber doch viele schätzbare Produkte in die Schaale der Austiuhr werfen. Das ver- wilderte Rindvieh schlägt man zu Tau- senden todt, nicht des Fleisches wegen, welches man häufig verfaulen läfst, sondern um die Hänte zu erhalten, die mıt dem Namen Buenos Ayres gestäm- pelt, einen Theil von Europa versehen:
3792 wurden für das Mutterland vallein
B25,009 Ochsenhäute eingeschifft. Die Pferde fängt man in Schlingen und verhandelt sie nach Peru und Brasilien,
‚Die Bienenzucht ist ganz wild, in
Charcas und Cujo findet in den Vorber- gen und sehr einträglicher Bergbau Statt: man gewinnt hier jährlich an Golde 2,200, an Silber 414,000 Mark, wozu Potosi das Meiste beiträgt. Kunstfleils fehlt, bis auf einıge Wollenzeuchweberei, gahız. Der Handel mit dem Mutterlande wird über die Haven Buenos Ayres, Monte- video und Maldonado unterhalten, mit Peru und Chile findet ein lebhafter Landhandel und mit den Britten und Portugiesen ein starker Schleichhandel Statt. Ausfuhr: vorzügl. Rorn, Wachs, Wolle, Häute, Talg, Fleisch, Speck, Paraguaythee, Holz, lebendes Vieh, Maulthiere(jährl. 50,000), Pferde u. s. w. 1796 betrug die Ausfuhr 10,941,228, die Eınfuhr 6,155,320 Gulden; doch ist da- hin nicht gerechnet, was zu Lande nach Peru geht, und was durch den Schleichhandel weggeschafft wird. Staatsverbindung:, der Vizekönig resi- dirt zu Buenos Ayres; 2 Audienzen ha-
ben ihren Sitz zu Charcas und zu Bue--
am Abhange der Anden ein.
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nos Ayres.-Ob das Vizekön. der Krone Ueberschufls abwerfe. wulste man zu Azaras Zeiten in Buenos Ayres selbst nicht: alle Kassen steckten in Schul- den nnd mehrere hatten fallirt. Nach Wilcocke wurden die Einkünfte zu 4,399,000 Dollars berechnet. An Linien- trüppen und Milizen werden 20,200 M. unterhalten.(In diesem Augenblicke
:befindetsich das ganze Reich in offnem
Aufruhre, u. Buenos Ayres hat sich zur unabhängigen Republik erklärt, die in- defs noch nirgends anerkannt ist.) Ein- theilung: in ıo-Intendanzen, ı) la Paz, 2) Paucar Colla, 3) S. Cruz de la Sierra, 4) la Plata,.r) Potosi, 6) Cochäbamba, 7, Salta, 8) Paraguay, 9) Buenos Ayres, 10) Gujo.
Plata, Span, Intendantur des Vize- königr. Rio della Plata, welche einen Theil von Südperu oder die Prov. Char- cas umfalst.;
Plata, Span. Hauptst. der gleichn. Intendanz des Vizekön. Rio della Plata, auf einer kleinen Ebene, die von allen Seiten von Hügeln nmgeben ist, mitı Kathedrale, ı Pfarrk., 5 Mönchs- und 2 Nonnenkl., ı Hosp, und 14,000 E..Bi- schof, Universität. Reiche Umgebun- gen; starke Fischerei in dem 2 Leguas entfernten Strome Chilcomayo.
Plate, Preufs. St. im Pommern. Rbz. Köfslin, an der Bega, mit ırmz H. und 631 B., worunter einige Tuch- u. Basch- weber. Holzhandel.
Platte Inseln, Eritt. Inselgruppe un- ter 3030 56° L. u. 220 42° 39° Br., vor dem. Golfe von Mexico, welche zu den west- lichen Lukaien oder Bahamas ‚gehört.
Platten, Oester. Bergst. im Böhm. Kr, Einbogen, mit ı K.,'ı Kap., 186 H. und ı.352 EB.| ı Schmaltefabr., Bersbau auf Zinn, Silber u. Eisen.
Plattensce, Balaton, Oester. Land- see in Ungarn, zwischen den Schümeg- her, Szalader und Veszprimer Komita- ten, der sein Wasser vorzüglich von der Szala.empfängt, durch 14 Wildbäche, 17 Mühlenbäche undg Quellen vergrölsert wird, und durch unterirdische Kanäle mit der Donau in Verbindung zu ste- hen scheint. Er hält etwa 24 QM. ım Spiegel, ist bei der Halbinsel'Tihany 27 F. tief, und hegt Fischottern und eine Menge Fische, worunter die ihm eignen Zahnfische, dann Welse, Schildkröten u. Krebse, An seinen Ufern findet man. Nimmersatte.
Platiköpfe, s. Schatteas.
Plattling, Baier. Mfl. im Unterdo- naulandger. Deckendorf, an der Isar, worüber eine g00 F. lange Brücke führt, mit 140 H. und 9c6 E.
Plattsburgh, Nordamer. Ortsch. am Champlain, in der Neuyork County Clinton, mit 460 E. i{
Platz, Oester. Mfl. im Böhm. Kreise Saatz, zur gräfl. Martinitzschen Herr- schaft Brunnersdorf gehörig.
Plau, Franz. M!. im Dep. Corr£&ze, Bez. Tulle, mit 615 E. u. Steinkohlen- minen.
Plau, Schwarzb, Sondersh. St, an der Gera, in der obern Herrschaft, mit dem verfallenen Schl. Ehrenbnrg und 1,000 EB. e
Plau, Mecklenb. Schwerin. St. am Ausfl. der Elde aus dem Plauensee, ım Eldedistr., mit ı Schl., ı Pfk,, 406 H. u. 1,851 E., worunter 264 Gewerbe treiben- de u. 14 Judenfamilien. Tuch- u. Boy- weberei mit 20 Meistern u. ı Tuchsche-


