Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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Baschkiren bauen blols Gerste, etwäs Korn und.,Hanf; derKirgise hat gar kei- nen Ackerbau; 182 gewann man im Gouvern. an Winterkorne 1,862,733, an Somimerkorne 1,569,066, verbrauchte an Winterkorne 1,322,357, an Sommerkorne 884,044, und hatte, nach Abzug der Aus-

saat von beiden, 1,124,957 I schetw. übrig.

Der Bergbau geht-auf Kupfer u. Eisen: 1782 gewann man.an Kupfer. 12,158, an Eisen 116,416 Zentnr. Die reichen Salz- steingruben am Ilck haben in 20 Jah- ren 9,770,794 Pud ertragen, und ‚sind jetzi. auf, einen jährlichen Ertrag von 100,000 Zhitr. gesetzt. Die Jagd ist ein- träglich und liefert auch Pelzwerk. Fa- briken sind, aulser den. Hütten, nur wenige vorhanden; das profitirte Kapi- tal der Kaufleute steigtauf 3,500,000, die Steuer auf 3,520,000 Rubel. Ausfuhr: orn, Vieh, Fische, Salz, Eisen und Ku- fer. Eintheilung: in zwei Gebiete, ı) Breubhre mit den Kr. Orenburg, Wer- chouralsk, Busuluk und Troizk, und 2) Ufa mit denKr. Ufa, Sterlitamak, Birsk, Menselinsk, Bugulma, Bugurusslaw, Be- iebei und Tscheljabinsk.: Orenburg,(Br. 510 46 5% L. 729 14° 30°) Russ. Hauptst. des gleichn. one und Kr., am Ural. Sie ist mit sefütter- ten Graben und Wällen umgeben,. hat aulser den Öffentlichen und Krongebäu- den g griech,., ı luth. R,, mehrere Met- schets, 1,866. H. und; egen 24000 Einw,, worunter4 bis 4,000 Tataren. Grolser Basar mit ı$0o ınnern Gewölbe; 2,061 Kaufleute, Hauptniederlage des Asadt. Jiandels, der durch Rierwanen besorgt wird, die von Orenburger Handelshäu- sern abgeschickt werden oder aus Schi- na und. der Bucharei. hier'anlangen. Tauschhandel mit den Kirgisen im Asia- tischen Tauschhofe, fast Y, M. von der Stadt, bei welchem ein Kosakenlager Steht; dieser Tauschhof ist ein steiner- nes Quadrat mit ı Thore für die Oren- burger und ı für die Orientalen; er hat an der innern Seite 386 Gewölbe. Mit- ten auf. dem Hofe steht. ein massives Viereck mit 106 Gewölben. Die Kirgi- sen treiben ihr Vieh in die Mitte des Hofs. Grofses Markt- und Arbeitsh. für die hierher verwiesenen Verbrecher, derer wohl 1,000 sind.; Orenburgsche Kosaken,"Russ. Kosa- kenstamm längs den Fi. Samara, Uj und Ural, gegen 20,000 berittene Männer.

Orenburgsche Linie, Russ, Reibe von.

hölzernen Festungen längs der Kirgisen- steppe, im Gouvern. Orenburg, dıe mit BRedouten in einer Entfernung von 20 Wersten wechseln.- Sıe sind in 6 Di- stanzen vertheilt:. die Uiskische am Uj, die Werchouralsche am Ural bis Orsk, die Orskische am Orsk bis Krasnojarsk, die Krasnojarskische bis Orenburg, die Orenbnrgsche bis Ilezkaja und die un- tere-Uralsche bis Gurjew. Die Länge der ganzen Linie. beträgt 1,700 Werste. Alle Linienörter derselben enthalten 1,666 H. mit 8,402 E. griech, Konfession, und eben so vıelen Tataren und dienen- der Militz.

Orense, ‚Span. Ciud. am Mino, wor- über eine prächtige Brücke führt, in

der Provinz Galicia, mit 4 Pfk,, 2 Kl, ı-

Hosp. und 8,000 BE. Bischof. Wollwebe- rel; die 3 heilsen Quellen Burgas, be- reits den Römern bekannt.

Orfa, Osman. Paschalik auf der Ost- seite des Frats, zwischen diesem Fk und dem Pasch. Bagdad; einer der grölsern Asijatischen Paschaliks, aber bis auf die

Orj 201 geringen unregelmäfsigen Berge bei

Urfa und das isolirte Gebirge Simd- schar, ganz flach, und obgleich mit er- giebigem. Boden, doch wegen Wasser- mangel wenig angebanuet. Es ist zwar sehr heifs,, hat aber doch gesunde Lüft, und könnte zehnmal mehr Menschen ernähren, als es jetzt hat. Allein den grölsten Theil derselben haben die räu- berischen Einfälle der Kjurden und Ara- ber vertrieben, u.in den Wüsten sieht man blols noch nomadisirende Kjurden, Turkmanen und Araber. Der Pascha- lik zerfällt in 7 Sandschakschaften.

Orfa, Urfa, das alte Edessa,.iBr. 569 3. 30''.L. 579.8) Osm. Hptst. des. gleichn. Paschaliks und Sandsch,, am Abhange zweier Hügel, Sie hat vertallene Fe- stungswerke, ist ziemlich gut gebauet mit steinernen H., sehr vielen Moskeen, ıarmen. K., ı Armenhosp., vıelen: ge- wölbten Kaufhöfen und 40,000 E., wo- von 2/3 Osmanen, Araber,. der ‚Rest Kjurden.,. Armenier. und Juden si@l. Pascha, armen. Bischof. Mnf. in Saf- an,'Kattun, Bijouteriewaaren; Gold-

schmiedsarbeiten.. Etwas Handel..Al-- terthümer.£ x Fe Orfan,. Osm. St. am gleichn. Fl, im

Rumel, Sandsch- Galipoli, mit Moskee und Bade.

Orford,(Br, 520 5° 4904, Di: 181 39%) Britt. St. am Ore, in der Engl. Sh.-Suf- folk,.:mit-z Kastelle und dem'Wahl- rechte zweier Dep. Ümweit davon auf der Laudspitze Orford Nels ein Leucht- thurm.:;

Orgaz, Span. Villa in der:Prov. To» ledo, mit 2,400 E.:

Drgeiet,-Franz...St. im Dep. Jura, Bez. Lons le Saunier, an der Valnuze,; bemauert, mit2K,, 290 H, und 1,224 Es Wollen- und Baumwoilenweberei.

Orgon, Franz. St. im Dep.:Rhone- mündung, Bz. Tarascon, an. der Düran- ce, mit 2,401 E._Leineweberei; Wuin- kaillerie, se

Orhey, Russ. Mfl, an einem gleichn. See in dem von.den Osnianen abgetre- tenen Theile der. Moldau.; is

Oria, Siz. St.in der Prov. O:ranto, Sitz eines Bischofs.

".Orjäshow,: Orkapusi, Perekop, Buss. Kreisst. und Festung auf der Landenge zwischen dem'Asowschen und Schwar- zen.Meere, wodurch die Halbinsel Tau- rien mit der Steppe zusammenhängt. Sie ist schlecht gebauet, ‚aber gut be- wohnt.

Oriago, Oester. Mfl. an der Brenta, in. der Venet. Delegz. Venedig;..mit 800 Einw.

Orient,'s. Lorient.:

Origny$. Benoite, Franz..Mfl. im

p. Aisne, Bz. S. Quintin, an der Oise, mit: 2,4.0 B.

Origny, s. Alderney.

Orihua, Australeiland, zu der Grup- pe der Sandwichinsein geliörig,. klein und aus nackten unfruchthaten Felsen bestehend; daher ohne Einw.

Orihuela, Span. Ciudade am Següra, in der Provinz Valencia. Sie ist regel- mälsig gebauet, mit breiten, geraden, aber nicht gepflasterten Stralsen, und hat ı Citadelle, 7 Thore, 5 öffentliche Plätze, 3 Pfk., 14,&Kl., ı Hosp., 2 mılde Stiftungen, ı Seminar, gutgebauete H. und 20,000 E. Residenz des Bischofs von Alicante. Seidenzwirnmühlen; Brannt- weinbrennereien; Salpetergruben.

Orjiva, Span. Villa am Rio grande, in der Prov. Granada,