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man gewinnt etwa 60,000'Zentner Oel und 48,050 Zentner. Seide, letzteres ist die Stapelwaare der, Lombardei. Die Bienenzucht wird sın Ganzen: vernach- lässigt, und ist blols in Ungarn; Sieben- birgen u. Galizien von mehrerer Wich- tigkeit, Die Seefischerei.ist ein Haupt- erwerb der Inselwnnd der Küstenländer Adriatischen. Meersz;3. Elnfsfischerei in Ungarn und. Böhmen eiträglich, Holz macht eine Stapeiwaare aus, doch findet man die Forstkuliur im Ganzen vernachlässigt. Der Bergbau ist ein gro- [ser Reichthum für die meisten Länder, und wird im Ganzen mit vieler ÜUmsicht betrieben.: Man zieht aus Oesterreichs
Bergen vorzüglich an Golde 239/,,' an
Silber 482 120: 5500, am Blei an Quecksii!
an Kupfer 74,767, an Zinn 6,506, am’ Risen T,600,000, 16,240, an Zinnolser 7,800, an Kobalt g,g1ı5, an salınei 6,950, an An- timonıum 6.900, an Wifßsmuth 700, an Braunstein Sso, an. Arsenik 220, an Berg- grün 1,240, am Salz 5,928,189, an Vitriol 10,126,. an Alaun 8,104, an Steinkohlen 1,177,000 Zentuer, dazu mehrere andere Mineralien, Alles gegen 43,0900,05% Fl. an Werthe.. Kuustfleils: Oesterreich ist seit neuern Zeiten ein Manufakturstaat ge- worden, und hät sich seitdem in dieser Hinsicht fast ganz vom Anslande unab- hängig geraacht; auch besteht ein gro- Iser Theil von dem, was es in die Schaa-
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‚le der Ausfuhr wirft, in Produkten sei-
nes Kunstileifses: Dahin gehören: Lei- newand, Papiere, bhaumwollene Waaren, Tuche und woliene Waaren, Seiden-
waaren, lieder, Eisen- und Zinnwaaren,.
Glas, Schmalte, Tabak u:s. w- Die vorzüglichsteun:Manufakturprovinzen des Kaiserstaats sind Böhmen, Mähren und das Land unter der Ens, doch findet man gegenwärtig in allen übrigen Prov. grölsere und geringere Fabrikanlagen. Handel: meistens Land- nad Flufshan- dei, der Seehaudel ist blofs für die dem
Meere nahe belegenen Prov. von Be- deutung: Trieste und Venedig sind die
wichtigsten See-, Wien, Prag, Brünn, Brody, Bozzen,. Pesth, Kronstadt die vornehmsten Landhandelsplätze. Oester- reichs Einfuhr überstieg, vor Erwerbung der lislien. Prov., die der Ausfuhr um 2 Mill.— 1804 kKinfuhr 25, Ausfuhr 23 Millionen, doch gewinnt das Keich bei dem Transito, verliert aber bei dem Wechselverkehr. Wissenschaftl. Kul- tur: Oesterreich hat erst seit Joseph TI. eine Nationalliteratur, die nicht blofs
bei den Deutschen, sondern auch bei Magyaren, Siawen, und
Juden im Fortschreiten, bei:den Ita- lienern. aber im Stillstande ist.: Es: hat seitdem in jedem Fache Männer hervor- gebracht, die einen Rang in der Ge-
schichte der Literatur einnehmen,’ Die
schönen Künste waren von jeher in der Lombardei, wo der Geist von-Titian und Paliadio sie umschwebt, und:auch zu Wien und Böhmen geschätzt und ge- ehrt; Mozart u. Haydn gehören Wien, Mengs Böhmen an. Die Unterrichtsan- stalten theilen sich in höhere, wohin 6 Universitäten,. die reform., die philos. Studien und die Gymnasien, sämmtlich für gelehrte Bildung gehö- ren,.und in niedere ‚als Haupt-, Real-, Normal- und Trivialschulen.: Es giebt sehr viele Ansialten für besondere Stän-
de und Zwecke, ınehrere Akadeiuien,
Sunst- und Ackerbangesellschaften und vorzügliche Hüifsanstalten,. Staatsver- fassung: sine eingeschränkte: Monar-
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chie, an deren Spitze ein erblicher Kai- ser rult sehr abweichenden Vorrechten
steht; in den Deutschen, Galizischen u.
Italienischen Erhstaaten nähert sich sei- ne Gewalt, wenn gleich Land- oder Beichsstände ihm zur Seite stehen ,„ der Uneingeschränktheit,‘in’ den"Ungari- schen Erbstaaten und in Siebenbirgen theili er Gesetzgebung und Besteurung mit‘den' Ständen des Reichs— dem Adel. Die Thronfolge ist erblich in L« nealsuceession-'und nach dem Kechte der Erstgeburt, sowohl’in der männli- chen; als weiblichen Descendenz. Der Kaiser hekennt sich zur kath. Religion, wird mit dem 16. Jahre mündig, und trägt seine"Titel auf seine Gemahlin, die im Purpur geboren seyn muls; üher, Der Titel ist dreifach, wie das Wan- ven: als König von Ungarn führt der Menarch das Prädikat: Apostolische Majestät.“ Die Geschwister und Kinder des Kaisers sind geborene Erzherzoge von Oesterreich, und'seit 1804 kaiserl. königl. Prinzen; die Seitenverwandten in der entferntesten Linie führen den Titet: Erzherzose ünd däs Prädikat kön. Hoheit. Der Staät hat mehrere Ritter- orden: als Hofehren das goldene Vliels und den’Stephansorden; als Verdienst= ordern den Mavieh Theresien- nnd Eli- sabethorden für das Militär, den Leo=' poldsorden Für das Civil, die eiserne‘ Krone aber für beide, dann einen Da-' menorden und den Deuischen Orden. Der Hofstaat ist zwar prächtig u zahl- reich, aber'nicht’koöstbar. Wegen sei- ner Deutschen‘Staaten, Land unter und ob der Ens, Steyermark, Kärnthen, Krain, Friaul, Tyrol, Vorarlberg, Böh- men, Mähren; Schlesien u.’ Falkenstein ist der Kaiser Mitglied des Deutschen. Bundes, führt auf der Bundesversäir m- lung den Vorsitz, nimmt die erste Stelle ein und bat im Plenum 4 Stimmen. Staatsverwaltung: der Monarch übt, mit Ausnahme Ungarns,“ wo in einigen Stücken dıe Stände Aniheil daran neh- men, die‘ höchste vollziehende Ge- walt im ganzen Umfange aus. Die höch- sten Staatskollegien, die er als Org.n seines höchsten‘Willens unmittelbar unter’ sich hat, sind das Staats- und Konferenzministerium und der Staats- und Konferenzrath für einländische Ge- schäfte. Untergeordnete Zentralbehör- den sind die Böhm., Oester., Galiz. und Lombard. Hofkanzlei, der Ungarische Hofrath, die$Siebenb. Höfkanztei,' die Hofkammer, die Berg- und Münzkaın-“ mer, die oberste Justizstelle, die oberste Polizei- und Gensurhofstelle, das Geye-. ralrechnungsdirectorium, die beiden Hof- knmmissionen in Justiz- sowohl, als po-., litischen Gesetzsachen u. einige tempo- räre. Die Monarchie ist in folgende Provinzen eingetheilt: ı) Land unter. der Ens, 2) Land ob der Ens, 7) Steyer- mark, 4) Üyrol, 5) das lllyr. Gouverne- ment. Laybach, 6) das Illyr. Gouv, Trieste, 7) Böhmen, 8) Mähren, 9) Gali-
zien, 10) Ungarn mit Slawonien- und Kroatien, 11; Siebenbirgen, ı2) Dalma- tien, ı3) das Lomb. Gouv. Milano, 13)
das Lomb. Gouv: Venezia, wozu noch die Militärgränzbezirke ung die ‚Graf- schaft Falkenstein kommen. In den. Deutschen und Galizischen Staaten ı bis 9, welche in Kreise abgetheilt sind, steht ein Gouverneur und eine Landesregie- rüune oder Gubernium an der Spitze der pölitischen Geschäfte;, die untern Be- hörden sind die Kreisämter; die höhern


