Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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tend; jährl. werden 521,597 Berl. Schef- fel umgesetzt. Ebenfalls wird stark nit Branntwein, Vieh, Holz und Mate- zialwaaren verkehrt.

Nordheim, Han, St. in der Provinz Göttingen, an der Ruhme, die hier der Leine zufällt. Sie ist ummauert, hat 2 K., ı Hosp., 510 ziemlich gut gebauete H. und 3,093 E. 4 Tabaksfabr.(400 Znt.), Kamelott-,. Flanell-, Rasch- und Strumpfweberei, 3 Kothgärbereien, ı Ziegelbrennerei, die27,000 Stück Zie-

eln und 4,500 Backsteine liefert. Star- 2 Tabaksbau, jährl. gegen 5,000 Zntr. Etwa J,, M. entfernt ein Schwefelbad.

Nordheim, Baier. Mfl.: an der Rhön, im Untermainkr., mit 2 Schl. der Fami- lie von Tann und 759 E,, wor. viele Lei-

neweber Rübenban.; Nordholz, Han. Amt in der Provinz

Bremen, mit 165 H. und 822 E.

Nordhorn,(Br. 520 26° 54° L. 249 4>° 37, Han. St. in der Prov. Bentheim u. Sitz eines A. von 2,058 E.. Sie zählt 190 H. und 808 E.

Nordlande, Schwed. Stift, welches mit den Finnmarken den nördlichen Theil Norwegens ausmacht, zwar einen eignen Bischof hat, aber in politischer Hinsicht unter das Stift Drontheim ge- hört. Es hat einen Flächeninhalt von 3,326 QM. mit: g Aemtern, 5 Voigteien, 5 Särenschreibereien, 3Handelsst., 7 Prob- steien , 44 air 3m 35 K. und Kap. und 78,425 E., theils Normannen, theils Lap- Pe welche letztere höchstens. 5 000 See-

en ausmachen. Die Sommer sınd sehr kurz, die Winter strenge nnd mit fürchterlichen Orkanen begieitet. Acker- bau kann nur in wenigen geschützten Strichen getrieben werden; die gewöhn- liche Speise der aımen Einw. besteht in Rindenbrod. Viehzucht, bei den Lappen Rennthierzucht, und Fischerei machen die vorzüglichsten Nahrungs- zweige aus. Auch hat man in den ei- sentlichen Nordlanden noch Holz im Ueberflusse, auch gutes Eisen. Das Land wird in die eigentl. Nordlande und die Finnmarken, letztere aber wie- der: in Ost- und Westfinnmarken.abge- theilt. Nordleda, Han. Kirchspiel und Pfd. im Bremen. Lande Hadeln, mit,242 H. und 1,271 reichen E.

Nordozean, Theil des Polarozeans eder Eismeers, welcher die nördlichen Küsten von Amerika, Island und Ruls-

land bespült und nur zum'fheile schift-

bar, in seiner ee Ausdehnung aber von undurchdrinuglichen Eismas- sen umlagert ist. Schon im. September bedeckt es sich mit Eise, das erst im Jun, wieder aufgeht; so lange es offen, wirft es vieles'T'reibholz an die Küsten von Rufsland und Island. Die Höhe des Spiegels der Ebbe nnd Fluih ist in beiden Hemisphären bei ruhiger Witte- rung um 21/; Fuls verschieden. Seine vornehmsten Busen sind die Baffins- u. Hudsonsbai, welche durch die Davis- stralse mit ihm zusammenhängen, das Weiflse Meer, der Karische, Obische, Jeniseische, Taimurische und Lenabu- sen; seine gröfsten. bekannten Inseln Nowaja Semija, Island und Neusibe- rien, wenn letzteres kein Kontinent ist.

. Nordsee, Norndmeer, Deutsches Meer, Theil des Atlautischen Ozeans zwischen den Brittischen Inseln im W., Deutsch- land und die Niederlande im 8. und Dänemark und Schweden im D.; gegen

Ostsee zusammen. südlichen'T[heils hat es eine grofse Un-

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N, hat. es keine bestinnmten Gränzen.

. In seiner südwestlichen Ecke hängt es

durch die Meerenge von Calais mit dem Kanale, ostwärts durch einen. grolsen Busen, den Kattegat, und die 3 Meer- engen, Sund und beide Belte, mit der {n der Mitte seines

tiefe, die Doggersbank. Meerbusen sind der Zuidersee, Dollart, Kattegat u.a.

Nordskotland, der nördliche Theil der Highlands in Skotland mit den nördlichen Hebriden, den Orkneys und Shetlands, zwischen 90#° kis 170 ö6. L. u, 560 44°. bis 600 46° n. Br., 525,90 QM. grofs, 1811 mit 252,469 E. und die Shiren Inver- nefs, Gromartie, Rofs, Sutherland, Gaithnefs und Orkneys Stewartry ent- haltend.:

‚Nordstrand, Dän. Amt anf der West- küste des Herzogtkums Schleswig, wel- ches die Eilande Norästrand und Pell- worm: mit mehrern geringen Holmen, umfafst, und 9 Kirchsp. mit 7,000 Eınw. enthält, Es wird in die Landschaften Nordstrand: und Peliworm abgetheilt.

Nordstrand, Dän. Eiland auf der Westküste des Herzogth. Schleswig. im gleichn. A., ı QM. mit 2,500 theils luth., theils kath. E., die von Wallonen und Holländern'abstammen und sieh mit Ackerbau und Fischerei beschäftigen. 1934 rifs das Meer den bessern Theil des Eilandes ab und verschlang 6,408 Men- schen. x

Norfolk, Britt, Shire in England, zw. 170 37° bis 190 20° 6. L. und 520 30 bis 530 10° 30°°.n. Br, im N. u O,. an die Nord- see, im S. an Suffolk, im W. an Lin- coln gränzend, 10924 QM. groß mit 291,082 B., in 37 St, u, Mil., 660 Rirchsp. und 49,151 H. Eine völlige Ebene, vom Waveney, Yare, Thyrn, Ouse und Nyne dnrchflossen, an der Küste flach, aber wegen.der Yarmouth Roads, wo die Saudbänrke beständig ihre Stellen än- dern,. sehr gefährlich. Ackerbau und Viehzucht stehen in der schönsten Blü- te: man hat Alles gethan, um dem nicht immer dankbaren Boden den möslichsten Ertrag abzugewinnen, be- sonders aber ist der Ban der Futterkräu- ter änlserst vervolikommt. Man zählt in dieser Shire allein. 700,000 Schaate, meistens von Norfolk Rasse, aber auch sehr viele Merinos: die hier fallenden Pferde werden besonders zum Ziehen genommen, und das Hornvieh ıst von solcher Stärke und Schwere, ‚dafs Och- sen von 12 bis ı6 Zntr. nicht selten sind. Jährlich werden g0,o0o Skotische Rin-

gemästet., Aufser der Landwirth-

schaft sind Fischerei, Küstenfahrt, Han- del, Woll- und Garnspinnerel erhebl, Nahrungsqnellen. Der äringsfang be- schäftigt gegen 200 Buisen, die 50 Mills, Häringe einbringen. Die Ausfuhr be- stehtin Korn, Mehl, Malz, vortrefliche Butter, gemästeten Ochsen u. Kälbern, Salz, Häringen, Kabilıauen, Seekrebsen, Fischleim, Worstedzeuchen, Shawls u, wollenen Strümpfen. ,Blofs der Korn- handel bringt 8,100,000 Gulden ein, Die Prov. sendet ı2 Dep, zum Parl., u. wird in z3ı Hundreds eingetheilt.

'"Norfolk, Britt. Insel: im Austral- ozeane, unter 1850 51 L. und 290 2° 30* s. Br. Sie liegtim O. des Australkonti- nents, hält 14,000 Acres, 3st hügelich und ganz mit Klippen umgeben, daher die Landung gefährlich ist, hat aber reich- liches Wasser und einen. fruchtbaren Boden, der sowohl zum Anbau Euro«