Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
Seite
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macht Branntwein und Essig, und ge- winnt an Sumach'3,000, an Hanf und Flachs 2,550, an Soda und Barille 5,500, an Seide. 30 und an Üel 50,000 Zentner. Die Viehzucht ist ansehnlich; in dieser Provinz fallen die belsten Esel u. Maul- man verkauft jährlich 2,200 Muüulesel und 600 Esel, und gewinnt an Käse 750, an Wolle 12,750, an Honig 1.500 und an Wachs 750 Zentner. Der Bergban geht blofs auf Quecksilber: die 6 Eisenhammer und 2 Messing- hütten nehmen das Material aus an- deren Provinzen. Die übrigen Kunst- gewerbe bestellen in Wollenmanufak- tur mit 753 Stühlen, die 153,190 Varas liefern, in Spitzenklöppelei, womit sich gegen 3,800 Frauenspersonen beschäfti- gen, in Espartofiechterei und in Leder mit Gärbereien..Ausfuhr: Wein, Quecksilber,Wolle, Maulesei, Esel, Safran, Potasche, Korn, Wollengarn, Blonden, Sohlleder, Häute, Vieh Staats- verbindung: die Provinz hat Castiliani- sche Gesetze und gehört unter den Ge- neralkapitän von Madrid, unter die Kanzlei von Valladolid und zur Diözese von Toledo, Eintheilung: in 3 Par-

tidos. Mancha Real, Span. Villa in der

Prov. Jaen, mit 4,000 E

Manche, Franz. Dep. im nordwestli- chen Frankreich, zwischen ır0 41° bis 160 1 östl. L. und 480 37° bis 490 53° n. Br., im N. und N. O.an den Kanal, ım©. an Calvados und Orne, imS. an Mayen- ne und Ilie- Vilaine, im W. an den Ka- nal gränzend. Areal: 11445 QM. Ober- fläche: eine weilenförmige Fiäche ohne merkliche Erhöhung, die Küsten mit Sanddünen undKlippen eingefalst. Vor- gebirge: Kap Hogue, Boden: kiesig u. sandig.. Gewässer: Taute, Vire, Soulle, Coeösnor, Douve; wenige Teiche, hie u. da Moräste. Ein Mineralwasser, Klima: gemälsigt, aber feucht u, veränderlich, mit häufigen Orkanen. Produkte: Ge-

traide, Garten- u. Hülsenfrüchte, Flachs,

Hanf, Färberröthe, Waid, Varech, die gewöhnl. Hausthiere, Kaninchen, Fische, Anstern, Hummer, Bienen, Kupfer, Ei- Baisalz.. Volksmenge 1816: 83,429 meistens Katholiken, Nahrüungszweige: die Provinz schickt sich besser zur Vieh- zucht als zum Ackerbau, doch wird auch letzterer mit vielem Fleilse getrie- ben. Der Obstbau ist sehr ausgebreitet; aus Aepfeln und Birnen bereitet man Cyder. Die hier fallenden Pferde sind von Normännischer Rasse und vortref- lich, wie denn auch das Rindvieh schöa ist: Kaninchen hält man in eigenen Gehägen. Die Fischerei theilt sich in See- und Flufsfischerei. Bienen machen einen wichtigen Gegenstand der Land: wirthschaft aus. DieSalzschlämmereien liefern jährlich n15,000 Zentner. An Holz ist: grolser Mangel; es wird noth- dürftig durch Torf ersetzt. Der Kunst- fleils 1st sehr lebhaft. Ausfuhr: frische und gesalzene Butter, Käse, Vieh, Ge- flügel, Eier, Pferde, frische'und gesalze- nıekische, Austern, Orl, trockene Früch- te, Cyder, Leinewand, Tücher u. Woll- waaren, las, Töpferwaaren.- verbindung: das Dep. sendet 4 Deput. zur Kammer, gehört zur 14. Militärdivi- sion, zur 4. Forsikouservation, zur Diö-

:zese von Goutances und unter den kön.

Gerichtshof von Caen.. Eintheilnng: in area 40 Rantone und 668 Gemein- @N;. x:

Man 67

Manchester, Britt. St. am Irrwel und dem, Bridgewaterkanale, in der Engl.

'Shire Lancaster, 37 Meilen von London;

grols, aber unregeimälsig gebauet, mit ı Stiftsk., 8 Episkopalk., mehrern Beth., ı grolser u. 8 geringern milden Stiftun- gen, 16,900 H. und 1811 08,573 BE.(1717 erst 8,000 und 1757 20,000) Philos u. ökonom. Gesellsch.; Kollegium; Freischule;Blin- denschule; öffentl. Bibliethek;- Kom- merzgebäude. Nlittelpunkt der Britt. Baumwollenmanufakte, mehr als 200oMf. von Fustian oder Manchester, Nanguin, Pıque,-Kattun, Musselin, gedruckten Halbtüchern und Band, dann Manuf. in grober Leinewand und Hüten, z Eisen- gielsereien, Grofse Handelshäuser und Kanalschifffahrt.|

Manecilla, Span, Villa in der Proyv, et. u L landal,(Br, 580 0° 42° L. 250 8° 30" Schwed. Mil, u. Landungsplatz Eu SEE, Stifte Christansand.

Manderscheid, Preufs, St, in der Pr. Niederrhein, nu Sur Trier, in Ober- und Untermanderscheid abgetheilt, ‚mit y Schl. und 323 B,

Mandingoer, Afrik. Negerstamm, des» sen Wohnsitze eigentlich zwischen dem Senegal und Gambia liegen, die sich aber von da tiefin das Innere verbrei- tet haben. Sie sind Mohamedaner, ihre Priester heilsen Märabuts, ihre Sprache scheint ein verdorbenes Arabisch zu seyn. Uebrigens sind sie die Juden von. Afrika in Hi'sicht ihrer Handelsbetrieb- samkeit, eben so verschlagen, aber im Ganzen arbeitsamier uni zuverlässiger, auch besitzen sie Talente für Künste u. Wissenschäften.

Mandok,(Br. 480 ı$ 15°) Oester. Mfl, in der Szabolcs.

Mandoly, Asiat. Eiland, zu dem östl, Archipel gehörig, bei Giloio liegend.

Mandu,(Br. 220 52° L. 930 39°) Hind, St. in der Mahrattenprov, Malwah, um- wmauert und ansehnlich. Sie wird in die alte und neue St. getheilt,; jene. ist ziemlich verfallen. Man findet hier meh, rere Obelisken..

Mandscheu,

04 F 390 52r ng. Gespan,

Mundschu, Niutsche, Schin. Volk von Mandschurischer Ab- stammung,- welches im N. von Schina und Korea bis an den Amur und im O.

der Mongolen wohnt. Die-M. waren ur-

sprünglich Nomaden, aber seit ihrer Verbinänng mit Schina haben sie sich zum Theil in Ackerbauern, die in fe- sten Dörfern wohnen, umgebildet. Seit 1644 sind sie Eroberer von Schina und ihre/Dynastie beherrscht noch gegen- wärtig dieses Reich, Ihre Stammver- wandten sind die Atschuri, Moko u. A,

Mandschurei, Schin, Land, weiches sich zwischen Schina, der Mongolei, Si- berien und dem Japsnischen Meere er» streckt, eine Länderstrecke, fast so grofs, wie das eigentliche Schina, durch das Siolkisgebirge von der Mongolei und durch das Stanowoigebirge von Sihe- rien geschieden und' vom Amur bewäs- sert. Diefls grolse Land ıst der neuern Geographie eben so unbekannt, wie das ganze übrige Mittelasien; man weils nur, dals es die Wohnsitze von einer Menge Mandschurischer Stämme, ‚bes,

‚der Tungusen(daher auch wohl Tungu-

sen- oder Amurland) enthält, u. Rha- barber und Ginseng heryorbringt; der. rölste Theil aber noch wiılde rohe Hattır ist, und grofse Strecken blols von Re-

wilden Thieren bewaknt werden.