Teil eines Werkes 
2 (1817) L-Z : mit einigen Nachtr.
Entstehung
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Madagaskar nebst den eigentlichen Ma- . Ihre Zah! mag zwischen 25 bis 30 Mill, schwarken.. u _.Malaien, eigentliche, Asiat. Volk, welches auf der Halbinsel Malaka, auf auf den Insein des östlichen Archipels und den Philippi- nen zu Hause gehört. Es miacht den Urstamm der. Malaienrasse aus, ein starker, nerviger Menschenschlag yon

dunkeibrauner ‚Farbe, mit langeni glän-

zend schwarzem Haar, ‚grolser platter Nase und grofsen feurigen Augen, über- haupt atilen Urzügen seiner Rasse, un- ruhige, räuberische Menschen, thä:ig im Kriege, es Raub und Mord giebt, faui zu Hause, und im Ganzen allen Künsten des Friedens abhold, dabei von einer solchen Heftigkeit, die an Wuth gränzt,'und wodurch sie sich vor allen andern Asiaten auszeichnen._Sie sind meistens Mohamedaner und leben in einer Art von Lehnsverfassung, die mit der alten Deutschen Verfassung viele Aehnlichkeit.hat. Ihr. Oberhaupt ı1st ein Sultan, der über die grolsen Yasal- len und Güterbesitzer gebietet,ber diese gehorchen nur, wenn sie wollen. Diese haben wieder ihre Untervasallen. Beide, Ober- u. Unterlehnsträger, hei- Isen Oromlai, und machen. den Adel aus, der unabhängig ist und seine Dienste im Kriege dem verkauft, der am beisten bezahlt. Alles übrige Volk ist Sklav, eın armes unglückliches Ge- schöpf, das Unter der Last des Lehns- systems erliegt und zu keinem Wohl- stande gelangen kann. Der Adel dage gen denkt unaufhörilich an Krieg, jiebt Raubzüge, Abenteuer und verwegene Unternehmungeu, die er sowohl zu Lande, als, und grölstentheils, zur See ausführt.. Dabei ist er im. höchsten Grade ehrgeizig und rachsüchtig, mehr für die unsinnigen Gesetze seiner ver- meinten Ehre, als für Recht u. Mensch- lichkeit eingenommen; man findet ihn stets bewafinet, stets ıim Kriege unter sich u. mit den Europäern, die Korsaren des Iudischen Ozeans, Die Malaien thei- len sich in sehr viele Stämme: Malaien auf Malaka u. den nah belegenen Inseln, auf Sumatra u. Borneo, die Makässen u. Bugegiesen auf Celebes, die Javanesen, dıe Tagalen undPampangos auf Mani- la, die Haraforen auf den Molucken u. die Bissayer äuf den kleineren Philip- pinen,;

Malaka, Asiat. Halbinsel zw. 19 bis aı10 n. Br., die aus dem Isthmus von Kraw, den Staaten Queda, Pera, Salen- gore, Malaka, Rumbo, Johore, Tringa- no, Packanga und Patany, und den Hi- landen Biutang, Batang und Sınkapur besieht. Von diesen gehört Malaka den Niederländern; Queda, Patany, Tringa- no und Packang sind dem Reiche Sıam tributär, dıe übrigen kleinen Staaten

ehorchen unabhängigen Fürsten. Pas Land hat nur Küstenflüsse und ist mit undurchäringlichen Wäldern be- deckt; aber wo das Land kultivirt ist, bietet es einen Ueberflufs der schönsten und mannichfaltigsien Vegetabiliien, die Indien besitzt, dar; ein ewiger Frühling blüher in diesen gesegneten Gefilden und bringt zu jeder Jahreszeit Früchte äiler Art und ohne Zahl. Aber wie Wälder siud mit wilden Thieren und fürchterlichen Reptilien angefüllt, und selbst die Eingebornen wagen nicht, sich hineinzudringen. Was üie Europäer hinzieht, sind vorzüglich

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Zinn, Farbehölzer. und Teakholz."Die Küstenbewohner sind Malaien; im In- nern und in den Wäldern aber lebt eim eingeborner wilder, den man übrigens so wenig, als seim Vaterland, Kennt. Unsere ganze Kennt» nils von der Halbinsel schränkt. sicls auf wenige Küstetistädte ein.

Malaka,(Br. 20.14.L. 1190 51°) Nied. St. auf der südlichen Spitze der Halb-. insel Malaka und an der gieichn. Meer- stralse; sie ist fest, hat ein starkes Bergschl., besteht aus 3. mit dem Haven und unter.sich parallel laufenden Stra- fsen, enthält etwa 800 Familien, theils Holländer und Portugiesen, theils Ma- laien, Schinesen, Malabaren und Mo- Bar die hier Alie freien Gottesdienst

aben, ist der Sitz eines katholischen Bischofs. und lichen Handel.

Malamocco, Oester. St. in der Venet. Digz. Venedig, auf einer schmalen La

uneninsel des Golfo di Venetia, mit 3 'orts und 1,1009 E.=

Malano, s. Lano.

Malans, Helv. gut gebaueter Mfl. im dem Zehngerichteubunde des Kantons Bündten, mit 800 ref. BE. und beträcht- lichen Wochen- und Kornmärkten. Ueber demselben die Ruinen der Bur- gen Reichenberg, Klingenhorn u. Wei- neck, und in der Nähe das schöne Schl. Bodmer., Er

Malapane,. Preuls. Hütienort am gleichn. Fi., im Schles. Rgbz, Oppeln; er enthält eine grofse Eisenhütte mit.2

treibt einen beträcht-

, 2 Frischfeuern, ı Zeughütte,

ı Bohr- und 1-Schlackenpochwerk, wel- che Werke an Gulseisen 3,836, an Sıab=- eisen 19,044, an Zain- und Bandeisen ‚649, an schwarzem Blech 1,093 Zntr.,

und an weilsem Bleche 28,0 Kisten

liefern. Man gielst Kanonen, eiserne Brücken, Maschinen u, a. Waaren.

. Malatjah, Osman. St. auf der West- seite des Frats, im Paschal. Merasch;z grofs, lebhaft, mit einem griech. Erzbi- schofe.

Malatschi, Russ. St. im Mohilew.Kr, Tschernigow.

Malaucenne, Franz, St. unweit dem, Grausel, im Dep. Vaucluse, Bz. Orange, mit 2K.,520 H. und 2.,86 E. 2: Papier- mühlen,.3 Kupferhammern, 2 Walk- mühlen, 2 ÖOelmühlen, ı Seidenmf.

Malberg, Oester. Mil. und Schl. im Lande unter der Ens, V. U.M.B.

Malberg, Preuis. Mfl. an der Kill, in- der Pros. Niederrhein, Rbz, Trier, mis t Eisennhammer.

Malburget, Oesster Mfl. am Fella bache, ın dem Illyr. Kr. Villach, mit ı0 Eisenhammern.:

Malchesberg, Melibocus, Hess, Berg- rücken in der Prov. Starkenburg, vom Rhein und Main berührt, und 1,800 Fuls über dem Spiegel des Rheins erhaben. , Meklenburg. Schwer. St. zwischen dem Malchinschen und Kum- imerowschen See, im Distr. Waren, mit 427 H. und 2,486 E., wor. 20 Judenfami- lien und 231 Gewerbe treibende. Leıne= Branntwein- brennerei mit ı4 Blasen, 2-Seifesjede- reien, 3 Tuchmacher, Hier und zu Sternberg wird abwechselnd der jährl. Landiäg gehalten.

Malchow, Meklenb. Schwer. St, an dem gleichn. See, ım Distr. Waren, mit 204 H. und 950 E, wor. 245 Gewerbe- treibende und unter diesen 9, Tuchma-