Teil eines Werkes 
1 (1817) A-K
Entstehung
Seite
9
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las, das Troglodytengebirggyam rothen Meere, das Lupata- und Kongogebirge, das Mondsgebirge; die vornehmsten Vor- sebirge: die Caps Serra, Verde, Guaär- dafei und guter Hoffnung; die gröfsten Ströme: der Nil, Joliba, Senegal, Gam- bia, Zaire, Cuama; beträchtliche Bin- nenseen: Das Klima ist aufserordentlich heils, völliges Tropenklimainnerhalb der Wen- dekreise mit 2 Jahreszeiten, der nassen

und trocknen, und unter dem, Aequator,

ist die Gluth furchtbar: man kann ım Sande Eier sieden. Doch mälsigen See- und Bergluft und die häufigen Regen- güsse die Hitze. Afrika eigen sind die Tornados und Harmattan, mit Asien gemein hat es den Samum, mit Europa den Sciroco. Die Producte sind aufser- ordentlich mannichfaltig,.was nur die Tropenwelt Grolses,; Schönes, Schmack- haftes hervorgehen lassen kann, zedei- het in diesem Treibhause der Natur. Aufser den Europäischen Cerealien fin- det man Durra, Mais, Yams und Ma- niok, dann Melonen, Ananas, Kür- bisse, die köstlichsten Südfrüchte, sonders Datteln, Mangos und Cocos; En ‚Zucker, Kaffee, Tabak, Indigo, Baumwolle,

Hanf, Senneshlätter, Cassia, Mastix, das kostbarste Gummi, Eben- und San- delholz, Baobabs, Butterbäume; /aus dem Thierreiche eine unendliche Man- nichfaltigkeit vom Elephanten, Rhino- zeros und Löwen bis zum Guineareh, vom Straulse bis zum Inseparable, von dem Crocodile und der Boa bis zum Aermer oder vielmehr weniger aufgesuchtist das Mineralreich: Afrika hat blofs Gold: im Ueberflusse, wenn es gleich nicht an andern Metallen fehlt,. und von den übrigen Mineralien Salz, Salpeter, Salmiak, Am- bra. Die Volksmenge mag zwischen 100 bis 110. Mill. schwanken. 102,412,600

‚nach den einzelnen Angaben, nach Grä-

berg 99 Mill.: selbst das Innere des Erd- theils ist mit Menschen angefüllt, und die 45 Mill. Neger, die seit 250 Jahren seinem Schoose entrissensind, kommen rölstentheils aus den Binnenländern.

iese, freilich nur wahrscheinlich ange- hnommene, Menschenmasse theilt sıch unter 2 Menschenrassen:die Kaukasi- sche, wozu die Mauren, Berbern, Ha- bescher und Araber gehören, und Ne- ger, welche auch Kaffern, Hottentot- ten u. s. w. eiuschlie[st, wenn man bei- de letztre nicht der Malaienrasse bei- zählen will. ker sind äufserst vielfach, und man zählt deren mehr als 100; die verbreitet- sten sind die der Berbern, der Mandin- os, der Amina- und Congoneger. Alle iese Völker stehen aufeiner, gegen die civilisirten Völker sehr niedrigen Stuie: nirgends finden sich der. Berührungs- muncte' so wenige, die eine gesellschaft- iche Annäherung bewirken, nirgends haben sich die verschiedenen Stämme in gröfsere Vereine zusammengefunden und blofls im N., wo die Kaukasische

Menschenrasse sich verbreitet hat, giebt.

es eigentliche Staaten. Die Arten der Religionen sind eben so mannichfach, der gröfsere Theil betet Fetische an, dann hat sich der Islam am weitesten, das Christen- und Judenthum weniger verbreitet. Der auswärtige Handel be- findet sich in den Händen derEuropäer: das vorzüglichste, was es in denselben bringt, besteht in Korn, Oel, Baum-

=

der. Wangara und Marawi..

-ferland, u. das Capland;

be-.

Flachs,.

Reiche Tigre,

"insel Guam mit ı K:,

Bremen, 35#. Die Sprachen dieser völ-.

"viele Arabische Stammwörter.

© Agd 9

wolle, Gummi, Gold, Elfenbein und Sclaven. Man kann Afrika eintheilen:

a) in Nordafrika, wozu, Aegypten Barca, Tripolis, Tunis, Algier, Ma- r0ocos gerechnet werden;

b)in Mittelafrika zwischen demnörd- lichen Wendekreise und dem Aequator? Nubien,:Habesch, Nigritien,- gambien und Oberguinea;

c) in Südafrika vom Aequator bis zum Vorgebirge der guten Hofinung: Niederguinea, die Länder an der Ost- und Westküste und im Innern das Kaf-

d) in die Inseln auf der Ost- und

Kadis 5, Handel

Jahreszeit häufig versiegt. Afoestad:s.. dwestad. Agades,'(n. Br. 209 20°) Afrik. Hans.

delestadt im Reiche Houssa in Sudan.

Sie hat theils Neger,'theils Maurische

Einw., und treibtdurch Kierwanen einen.

beträchtlichen Verkehr mit Salz, Man-

na, Sennesblättern und Sclaven. :ı Agajächtalik, Bulfs. Eiland auf der Nordwestküste von America, 1804 mit

410 Bew., die vieies Pejzwerk liefern. { Agame, Afrik. Landschaft ın dem:

reichund fruchtbar we- gen seiner hohen Lage; die Hauptstadt Dschenata. Re ee Agana, Span. St. auf der Karolinen- ı Kl., 800 E. Sitz des Gouverneurs. DerHaven liegt 4M. südlicher.- 8. Asata di Goti,(Br. 409 55° L. 320% 8°) Sic. St. auf einer Ebene am Iselero- in dem Neap. Prince. ulteriore, I Kathr., 3 Pfk., 2,611 E.e F S.- 4dgata di Reggio, Sic. ‚St. am. Meere- in der Neap. Pr. Calabria ulte- riore T.; 1,137 BE. Seidenweberel} Agathenburg, Han. D. und Sitz- nes Amts von ıgı 3. u. E. ın der Pr. II.,, 273 BE.; Agathon, Afrik. Negerst, am schiff- baren Formosa im ‚Reiche Benin, wo ein grofser Sclavenmarkt die Europaer hinzieht. a i Agazianen, Abessynier, Afrikani- sches Volk, welches das Heich Habesch bewohnt und am Wuchse, Zügen und,

mit ihrem langen Haare den Europäern

gleich köimmt, sich aber durch dunkel- gelbe Larbe von denselben munter scheidet. Sie scheinen Sprölslinge der Araber zu seyn: ihre beiden Dialekte Amhara und Gheez haben auch sehr Ihre Reli- gion ist die christlich mon ophysitische oder jacobitische mit jüdischen Gebräu- chen. Das geistliche Oberhaupt ist der Abuna.||<

Agde,(Br. 450 18° a3 L. 210 7° 55°) Franz. St. am Herault%/, M. von seiner M. in den Haven Graceim Dep. Herault, Bz. Beziers. 1,065 H- 6,744..B: Handels- gericht, Börse, Branntweinbrennerei}