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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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haͤngenden, immer geiffernden Wangen, ſchwarzen aͤuſſern Spitzen der Ohren, glatten, kurzen Haaren.

Aechte Zucht geiffert immer ſo, daß Faͤden herun⸗ kerhaͤngen. Wo ſich dieſes Zeichen nicht findet, iſt auch die Zucht nicht rein.

a) palmatus, der Schwimmfuͤßler.

Mit etwas längerer Schnautze, ge⸗ [paltener Oberlippe, und groſen Schwimm haͤuten an allen Fuͤßen.

Zuerſt bemerkt von Bechſtein. ſ. Pennant. 670.

b) montis Sti Bernhardi, die St. Bern⸗ hards⸗Dogge.

Von der Groͤße eines Kalbes, zot⸗ tig, braun und gelbgefleckt.

Auf dem Hoſpitz des groſen St. Bernhards⸗ Berges in der Schweitz. Taͤglich gehen einige Chor⸗ herrn jenes Hoſpitzes mit langen Sondirſtangen und in Begleitung dieſer Hunde auf die Landſtraße, welche dieſe Thiere im duͤſterſten Nebel und im dichteſten Schneegeſtoͤber niemahls verfehlen. War nun ein Reiſender von einer Lawine verſchuͤttet, oder in ohn⸗ maͤchtiger Erſtarrung eingeſchneiet; ſo wittern dieſe Hunde, wenn anders die Tiefe des Schnees nicht all⸗ zugroß iſt, den Begrabenen unfehlbar aus, und ver⸗ liehren keinen Augenblick, durch Schnobern(Schnuffeln) und Ausſcharren ihn der huͤlfreichen Menſchenhand an⸗ zudeuten. Der Verungluͤckte wird hervorgezogen, in das Hoſpitz getragen, wo man alle Mittel anwendet, ihn wieder zum Leben zu bringen. 8

v. Mathiſſons Erinnerungen. Zuͤrich 1810. O. 10.

Der thaͤtigſte und beruͤhmteſte dieſer Hunde hieß Barry. Er diente 12 Jahre lang dem Hoſpitium un⸗ ermüdet treu, und rettete mehr als 4o Menſchen das Leben. Nie ließ er ſich an ſeinen Dienſt mahnen. Sobald Nebel und Schneegeſtoͤber den Himmel bedeck⸗ ten; hielt ihn Nichts im Kloſter zuruͤck. Raſtlos und