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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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An Geſtalt, Groͤße und Blick dem Wolf ſehr aͤhn⸗

lich. Die Meiſten heulen blos, und bellen nur ſelten.

Kaͤlte koͤnnen ſie beſſer vertragen als Waͤrme. Sie leben das ganze Jahr durch im Freien. Ihre Farbe iſt verſchieden. Wachſam ſind ſie nicht.

aa) Magnate, der langhaarige K. H. Mit langen, wolligen, zotti⸗ gen Haaren. I Dieſe Hunde werden auf Kamtſchatka nicht zum

Ziehen gebraucht, weil ſie zu ſchwerfaͤllig ſind.

b b) vectarius, der Zughund. Duͤnne behaart und hochbeinig.

Dieſe werden eingeſpannt. Man caſtrirt ſie, auch wird ihnen der Schwanz geſtutzt. Sie ſind blos zum Ziehen brauchbar. Aber auf Kamtſchatka werden ſie auch den Pferden und Rennthieren vorgezogen, weil jene zu Viel koſten, und die Rennthiere zu fruͤh⸗ zeitig ermuͤden.

v. Langs dorfs Bemerkungen auf einer Reiſe um die Welt. Frankf. 1813. II. 362. 433. 457.

b) groenlandicus, der Groöͤnlaͤndiſche H.

Von mittlerer Groͤße, dickhaarig, weiß oder ſchwarz, dem Wolf aͤhn⸗ licher als einem Hund.

In Groͤnland und der Hudſonsbai. Sie bellen nicht, heulen aber deſto mehr. Zur Jagd ſind ſie wegen ihrer Dummheit nicht zu gebrauchen, auſſer um allenfalls einen Baͤren in die Enge zu treiben. Man ſpannt ſie in Schlitten, und faͤhrt mit ihnen uͤber Land. Auch muͤſſen ſie die erlegten Seekaͤlber vom Eis nach Hauſe fahren. Daher ſtehen ſie bei den Groͤn laͤndern in ſo hohem Werth, als bei uns die Pferde.

Bechſteins Pennant. I. 248.

Kranz Hiſtorte von Groͤnland. S. 109.

Ellis Reiſe nach der Hudſonsbai. Goͤtein⸗ gen 1750. S. 169. b