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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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ſuchte, hatte Ohren wie ein Dachshund. Sie waren aber breiter, und ſtanden mehr nach dem Scheitel zu. Er konnte ſie mit der groͤſten Leichtigkeit nach al⸗ len Seiten hin wenden. Die Fuͤße waren platter als an andern Hunden. Er konnte weder bellen noch heu⸗ len, ſondern ſchrie blos, war ſehr wild, und wurde über die andern Hunde leicht Herr, ob er gleich noch jung war. Bechſteins Pennant. S. 244.

I. Varietas(nativa in ſenſu phyſiogonico.) C. f. f. A. primus*) erſte Art. Nraushaarig, ſchwarz gefleckt, ohn⸗

gefaͤhr 2 Fuß hoch. D. Sparrmanns Reiſe nach dem Vorgebirg ddeer guten Hoffnung. Berlin 1784. S. 152.

Dieſe Art ſah D. Sparrmann ſelbſt. Sie

ſind auch den Ziegen gefaͤhrlich, und ſollen nicht da⸗

mit zufrieden ſeyn, ihren Hunger zu ſtillen, ſondern ſie ſollen ſo viele Thiere toͤdten, als ſie erhaſchen koͤnnen. Sie verfolgen zuweilen auch Jaͤger zu Pferde,

wenn dieſe nach ihnen ſchießen und ſie fehlen. b

Canis Melomelas Erxl.2 Sukow. 258.

II. Varietas. C. f. f. A. ſecundus, zweite Art.

Kliein, mehr braun, als ſchwarz.

Ebendaſelbſt. 8 III. Varietas. C. f. f. A. tertius, dritte Art.

Schwarz, unten am Bauch weiß, . mit groͤſern Ohren.

3 Ebendaſelbſt an der Muſchelbai. Beide Arten ſah D. Sparrmann nicht ſelbſt, ſondern lernte ſie nur aus Berichten der Einwohner kennen.

2) C. f. f. Americanus, der Amerikaniſche wilde Hund.

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*) Da dieſe Hunde noch keine Syſtem⸗Namen haben; ſo will ich ſie einſtweilen durch 1. 2. 3: unterſcheiden. Zoologiſche Wiedertäufer werden ſich hald finden.