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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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Dr. Sparrmann(S. deſſen Reiſen. S 152.) ſtieß

bei ſeinem Auffenthalt am Vorgebirg der guten Hoff⸗ nung, beim warmen Bad auf wilde Hunde. Sie ge⸗ hoͤren daſelbſt nach dem Bericht dieſes Gelehrten, zu den ſchaͤdlichſten Raubthieren, und ſind den daſigen Viehheerden, beſonders den Schaafen und Ziegen uͤberaus gefaͤhrlich. Man erblickt immer Mehrere bei⸗ ſammen, und ſie ſtreifen ſowohl bei Tag als bei

Nacht auf Raub umher. Ihr Bellen fand er etwas

ſtaͤrker, als das Bellen unſerer groſen Jagdhunde. Sie fallen auch groſe zahme und wilde Thiere an, und ſtellen ihre Jagden mit vieler Einigkeit und Liſt an. Sie beſtreben ſich naͤmlich wechſelsweiſe auf das Aeuſ⸗ ſerſte das Wild entweder einzuholen, oder ihm entge⸗ gen zu kommen, und es dem Andern zur Beute zuzu⸗

jagen. Sie ſehen mager aus, und beſtehen faſt aus

Nichts als Haut und Knochen, ſind mithin haͤßlich, und haben an manchen Stellen gar keine Haare.

Nach Kolbe(152) und den neueſten Schriftſtel⸗ lern vom Cap ſind dieſe wilden Hunde rothhaarig, ha⸗ ben einen ſchlanken Leib, und tragen den Schwanz aufrecht wie ein Windhund. Andere gleichen Jagd⸗ hunden, ſind von mancherlei Farben, haben aufrechte Ohren, und ſind von der Groͤſe eines groſen Dachs⸗ hundes. Sie thun den Viehheerden groſen Schaden, und reiſſen die Antilopen nieder, ſind auch uͤberhaupt der Jagd ſehr nachtheilig. Sie laufen auſſerordentlich ſchnell, und haban keinen ſedem fixam. Man kann ſie ſelten fangen, und ſie ſind auch ſo liſtig, daß ſie in keine Schlinge gehen. Ihre Naſe iſt ſo gut, daß ſie allem ausweichen, was eine Menſchenhand beruͤhrt hat. Ihre Jungen werden ihnen bisweilen genommen, ſind aber ſo wild, wenn ſie groͤſer werden, daß man ſie nicht als Hausthiere brauchen kann. Sie ziehen in groſen Hauffen, greifen Loͤwen, Tiger und Elephanten an, werden aber auch oft von ihnen getoͤdet. Reiſende freuen ſich, wenn ſie dieſe Hunde ſehen, weil ſie die Raubthiere verſcheuchen, und ihre Reiſe ſicher machen. Sie fallen uͤber die Schaafheerden der Hottentotten her, und richten groſe Niederlagen unter ihnen an. Ein ſolcher wilder Hund, den Capitain Blanket unter⸗