41 Factatus de Cambio,
„Weilen 6.tens in acceptirung der Wechsel⸗Brieff nit wenig Vnordnung eingerissen/ so wehre diessem alle folgender gestalt abzußelffen/ das hinführo alle acceptatlones in unnd ausserhalb den Messen entweder von den Principalen selbsten oder dero Gevollmächtigten/ auff die Wechsel⸗Brieff geschrie⸗ ben würden: und als in Meßzeiten die acceptationes der vor⸗ handene Wechsel⸗Brieff/ den Montag nach eingang der Meß shren Anfang haben vnd sich biß auff Montag der zweiten wo⸗ chen/ an welchem man den Wechsel conto macht/ erstrecken sole ten. Dan da man sich nach der abfuhr des Nürnbergischen Ge⸗ leits Richten wolte/ und solche etwan durch ein oder andere oc; casion verhindert würde/ würden auch die Zahlungen verscho⸗ ben/ und dardurch nur Gefahr verursachet/ dan cogniindugio porta periculo.
„Da aber 7. tens bey præsentirung eines Wechsel⸗Briffs zweiffel für fiele/ ob und wie man selbigen annehmen wolle/ und damit der præsentant gewiß were/ wessen er sich zu versehen/ so möge der jenige/ welchem der Wechsel⸗Brieff præsentirt wor⸗ den/ noch den gantzen Tag/ an welchem der Wechsel Conto ge⸗ stelt würd und dannferners biß auff Dienstag 9. Vhr Vormit⸗ tags sich zu erelären macht haben/ ob Er den præsentirten Wechsel⸗Brieff freywillig oder mit protestation, oder gar nit acceptiren woll. Nach diesses Tags verfliesung möge dann
der præsentant, im Fall Er keine acception erhalten/ so balden
protestiren/ die protestation notiren lassen/ auch in seinem be⸗ lieben stehen die protesten selbigen Tags seiner Gelegenheit nach auß fertigen zulassen und zu versenden/ oder der hiernach
gesetzter protest zeit/ wegen nicht Zahlung zu erwarten. Es soll
auch der Notarius selbsten/ oder durch seine Diener/ wo müg⸗
lich uñ es die Zeit leiden mag/ die Vrsachen der Verweigerung/
von den recusanten oder jhren Bedienten vernehmen/ und den 5 r


