Druckschrift 
Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen

Die mehresten jungen Hunde werden von dieser . Krankheit befallen; bringt man sie nun auch durch, 1 5 so ist es hoͤchst unangenehm, einen jungen Hund, welcher vielleicht noch dazu viel Anlage hat, ein ganzes Jahr und druͤber gezogen zu haben, und ihn nun entweder zu verlieren, oder wegen zuruͤckbleiben⸗ der Laͤhmung oder Verlust der Nase(des Geruchs) noch todt schießen zu muͤssen; zwar wider die Laͤhmung huͤlfe ein Eiterband, aber den Verlust des Geruchs kann Niemand herstellen. Es laͤßt sich daher erwarten, daß es 3 15 1 unangenehm seyn moͤchte, wenn ich hier ein Vorbeugungsmittel wider alle diese Uebel empfehle, wodurch die Hunde von der Seuche verschont bleiben. Dieses ist das Einimpfen der Schutzblattern. In der Dresdner Thierarzneischule macht der Herr Pro⸗ fessor R. d. ate damit sehr geltende Versuche, die vaceinirten Hunde wurden der Ansteckung ausgesetzt, er ließ selbige zu Seuchekranken Hunden sperren, und sie blieben befreiet von dieser Krankheit. Man impft die Blattern an einer haarlosen Stelle z. B. an der innern Seite eines Schenkels ein. Wenigstens verdient dieser Gegenstand meines Dafuͤrhaltens auch die weitere Pruͤfung anderer Thieraͤrzte. Mosel.