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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
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wurde 1 bald in den Ruf kommen, daß man nichts als dieses verstuͤnde; in einem groͤßern Ort mag das 8 eher gehen, und den Widerwillen der meisten Pferde 5 besitzer dagegen rottet man doch nicht aus. In die⸗ 1 Voraussetzung ist mir es jederzeit peinlich, wenn

8 ich dem Best sitzer eines kranken Pferdes erklaren muß, daß ich solches durchaus anzuwenden fuͤr nöthig finde. Auch weiß ich einige Faͤlle anzufuͤhren, wo mehrere

Tierärzte durchaus ein Eiterband anriethen, ich aber

ohne dieses die gluͤckliche Heilung vollendete. Hin⸗

gegen sind mir zwei Faͤlle ganz kuͤrzlich vorgekommen,

wo mich das Eiterband ohne Huͤlfe ließ. Diesen

Sommer schickte man mir eine Sjaͤhrige Stute in die

8 Behandlung/ sie litt an einer periodischen Augenent⸗ zuͤndung; ich zog an der Kammfoͤrmigen Erhoͤhung

ein Eiterband, hielt es sechs Wochen in Eiterung,

zog darneben ein neues, weil dieses herausfallen

wollte, ließ das e wieder beinahe eben so lange

darinne, und heilte das Pferd nicht!

Einem sechsjaͤhrigen Polen, welcher auf einen

Hirterschenkel rhevmatisch lahm war, zog ich ein sehr

reizendes Eiterband, erhielt es gegen 8 Wochen rei⸗

zend, gab mir alle e Muͤhe, weil mir an der Herstel⸗

lung so viel lag als waͤre es mein eignes Pferd, und f 85 das Pferd ist bis jetzt noch lahm, jedoch etwas 5 weniger, aber die Hofnung zur nn gebe ich