wurde 1 bald in den Ruf kommen, daß man nichts als dieses verstuͤnde; in einem groͤßern Ort mag das 8 eher gehen, und den Widerwillen der meisten Pferde 5 besitzer dagegen rottet man doch nicht aus. In die⸗ 1 Voraussetzung ist mir es jederzeit peinlich, wenn
8 ich dem Best sitzer eines kranken Pferdes erklaren muß, daß ich solches durchaus anzuwenden fuͤr nöthig finde. Auch weiß ich einige Faͤlle anzufuͤhren, wo mehrere
Tierärzte durchaus ein Eiterband anriethen, ich aber
ohne dieses die gluͤckliche Heilung vollendete. Hin⸗
gegen sind mir zwei Faͤlle ganz kuͤrzlich vorgekommen,
wo mich das Eiterband ohne Huͤlfe ließ. Diesen
Sommer schickte man mir eine Sjaͤhrige Stute in die
8 Behandlung/ sie litt an einer periodischen Augenent⸗ zuͤndung; ich zog an der Kammfoͤrmigen Erhoͤhung
ein Eiterband, hielt es sechs Wochen in Eiterung,
zog darneben ein neues, weil dieses herausfallen
wollte, ließ das e wieder beinahe eben so lange
darinne, und heilte— das Pferd nicht!
Einem sechsjaͤhrigen Polen, welcher auf einen
Hirterschenkel rhevmatisch lahm war, zog ich ein sehr
reizendes Eiterband, erhielt es gegen 8 Wochen rei⸗
zend, gab mir alle e Muͤhe, weil mir an der Herstel⸗
lung so viel lag als waͤre es mein eignes Pferd, und f 85 das Pferd— ist bis jetzt noch lahm, jedoch etwas 5 weniger, aber die Hofnung zur nn gebe ich


