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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
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Hungergrube war so aufgetrieben, daß sie uͤber die

maͤchtig hervorragte; klopfte man auf diese Erhoͤhung

des Bauches, so gab es keinen Laut wie bei der

Trommelsucht von sich sondern man konnte wann eine Anhaͤufung von Futter verspuͤren.

Nach des Eigenthuͤmers Aussage hatte die Kah schon seit einem Jahr diese Aufblaͤhung in dem vor⸗

hin erwähnten starken Grad gehabt, schon mehrere male habe er der Kuh ein Pfund Glaubersalz gege- ben, wornach weder Laxiren noch Abnahme der An⸗ schwellung im Bauche erfolgt sei. Er bat mich den Versuch zu machen, ob es moͤglich sei, das Thier zu heilen. Ich aͤußerte meine Meinung, daß wenn kein Fehler in irgend einem Eingeweide sei, die Aufblaͤhung nachla ssen muͤßte. Ich wendete in betraͤchtlicher Gabe reinigende und Magenstaͤrkende Arzeneyen an, namentlich die Valeriana, Wolferlei, Assa, Senfsaamen und die aromatische Calmuswur⸗

zel. Nach 14taͤgiger Behandlung mit diesen Mit⸗

teln blieb die Aufblaͤhung dennoch dieselbige. Ich versuchte nun die Einspritzung der weißen Nieswur⸗

zeltinktur in die Adern, von deren auffallendem Nutzen

bei Indigestionen ich bei der Veterinairschule zu Copenhagen oft Augenzeuge war, aber hier leistete mir dieses vortresliche Mittel auch nicht den mündeten

ppen und Querfortsaͤtze der dendenwirbelbeine