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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
130
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eine Nachricht von dem Besuden des Kranken. Nach 4 Tagen schrieb mir der Eigenthuͤmer, daß das Pferd den Tag nach meiner Abreise stark gezittert und nichts gefressen haͤtte; die Geschwulst des Bau⸗ ches sei gaͤnzlich verschwunden; die Wunde eitere gut, aber nach seiner Meinung sei wildes Fleisch darinne, und ein Faden sei herausgefallenweswegen er wuͤn⸗ 55 daß ich das Pferd noch einmal besuchen möͤch⸗

Uebrigens befaͤnde sich das Pferd außerordent⸗ wohl.

Freudig uͤber den Ausgang einer so gefährlichen Verwundung ritt ich hinaus. Ich fand das Pferd in einer grasreichen schattigen Wiese an der Hand eines Fuͤhrers freudig weiden; die Raͤnder der Wun⸗ de aufgeworfen und uneben, den Eiter gut. Ich ließ den Gebrauch der Kraͤuterbruͤhe und des Theden⸗ schen Wundwassers aussetzen, und verordnete eine Aufloͤsung des Schwefelsauern Kupfers in Wasser, zur Aufspritzung auf die Raͤnder der Wunde, und die Wunde befahl ich mit frischem Wasser oft 8 reinigen. Nach Verlauf von 3 Wochen meldete man mir, daß das Pferd schon voͤllig heil sei, und zu jeder Arbeit wieder gebraucht werden könne. Bei der am 8ten Sept. dieses Jahres geschehenen Ausnahme von 300 Remonte⸗Pferden fuͤr die fran⸗ zoͤsische Kavallerie, wo die Bluͤthe der Pferdezucht