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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
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26 Hafer in die Krippe zu schuͤtten, Heu auf die Rau⸗

se zu stecken, ist nachtheilig, indem es unangeruͤhrt

da liegen bleibt, und von der ausgeathmeten Luft des Thieres verdorben wird. Sobald sich die Freß⸗ lust wieder zeigt, gebe man ihnen zu erst etwas Heu, jedoch nur in kleinen Portionen, auch reiche man

ihnen etwas Hafer, jedoch noch mit Kleien ver⸗

mengt, nicht viel auf einmal, aber oft. Diese Art Fuͤtterung bekommt ihnen am besten, und ersetzt sehr bald die verlohrnen Kraͤfte. Nach und nach . vermehre man die Portiones, und lasse laͤngere Zwi⸗

schenraͤume, und so fuͤhre man das Pferd allmaͤhlig auf die gewohnte Fuͤtterung in Hinsicht der Quan⸗ titaͤt und Zeit zuruͤck. So lange das Pferd krank sist, darf es nicht aus dem Stalle genommen wer⸗

den, in dem Zustande der Besserung aber, mache man ihm taͤglich einige Bewegung, indem man es

bis Stunde an der Hand herumfuͤhrt. Die Staͤl⸗

le muͤssen reinlich gehalten, und von Zeit zu Zeit mit Essig, welchen man auf einen heißen Stein

gießt, ausgerzucherf werden.

Den Kranken die verstopft sindoder nur ein⸗

95 harte Ballen Mist von sich geben, gebe man

5 taglich 2 bis 3 lauwarme Klystire aus Leinsamen 4 Vb, Kamillen 4 Haͤnde voll mit einem reichlichen

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