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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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Ein kurtz Formular. můth hat/ vnd wil nach ehr vnd redligkeit trach ten/ vnd böse nachredt fliehen/ der mag wol dar auff achtung geben/ das er sich mit geschen⸗ cke nicht gewinnen vnd stechen lasse/ welches dan warlich nicht die geringste nachrede ist/ derwegen sich ein jeder in dem wol wird wissen zu hüten dür ffen/ Denn es wird nicht feilen so einer geschenck nimmet/ er wird bisweilen dem selben ein wort oder etliche mehr zu gut reden/ dan er sonst thete/ So wird auch die Schrift nicht liegen/ welche saget/ Munera non 2 quia excœcant homines,& subuertũt uerba iustorũ, Das schreib dir an die Rametthür/ auff das du dich daran zuerinnern habest/ vnd nicht balde zugreiffest wenn er dir geschenck anbeutet. Hierbeneben sol er sich mit allem vleis fur se⸗ ben/ wenn er fur dem Herrn oder sonst redet/ das er sich hessiger wort/ aus welchen verbitte⸗ rung komen möcht/ enthalten wolt/ Sondern allen glimpff gebrauchen/ nach der Regel wel che saget/ Glimpffius est pluris quam tota Regula luris. Vnd kan offt ein hessigs wort eine grosse verbieterung machen/ widerumb ein gütig vnd

D gglimpfflich wort/ grosse Freundschafft. Vnd

wer den solche Leute fur andern gerhümet vm dieser tugend willen. Ein solcher Man ist Doc tor Fachs zu Leipzig gewest/ Insonderbeit sol

man sich im schreiben solcher hessigen wort enthalten/ Denn Schrifftcen blei⸗ ben vnd können weit aus gebreitet wer⸗ den. 8