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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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Ein kurt Formular.

gern kond/ leicht lich vermocht oder gedrungen

wer den.

Gleicher gestaldt kan ich auch nicht fast lo⸗ ben/ das man die Part auff einen stracken tag

fur bescheidet/ jre not dur sst vom Munde in die Feder einzubringen vnd zu setzen/ vnd zum Vr⸗ cheil als balde zubeschliessen/ dieweil darinnen eine grosse vngleichheit gespürt vnd befun den

Als nemlich/ das der Kleger mehr vort heils in dem fall hat dan der Beklagte/ in dem das er sich mit der klage kan gefast machen/ in son⸗ derheit wo jm die klag in die Cit ation nicht in⸗ serirt worden. Aber der Beklagte sein Vxcep⸗

tion dar auff in continenti vnd one einige frist

thun mus/ welchs dan stracks wider die or de⸗ nung der Rechte ist/ welche nicht wollen das es der Kleger sol besser haben dan der Beklagte/

per Regulam non licet&c. 8 tem tauorabiliores rei potius quam actores ha-

bentur. 3 Vnd damit es ja an keinem ort richtig zuge⸗

he/ pfle get man die Parth/ wenn es zum setzen

kömpt/ gewönlich in die Hoffstuben zu weisen/

da dan bisweilen ein solch geschrey ist/ dieweil

jeder man darein vnd durchleufft/ das einer seins eigen worts nicht wol hören kan/ geschwei das er seins Darts not dur fft/ wie wol biliich sein soll/ bedencken nd.

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