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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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Ein kurtz Formular! war. Die beide wort Sommer vnd Winker er⸗

innern/ das man weder in glückseligkeit noch in wider wertigkeit vnd vnglück die Freund ver

lassen sol. Die offen Seiten bis auff das hertz be

deut/ das einer seinem trewen Freunde nichts/ das zu mel den stehet/ verber gen soll. Der Arm aber der sich neiget/ vnd der Finger so auff das Hertz weiseit/ zeigen an das wort vnd hertz ein ding sein/ das hertz den worten/ vnd die wort dem hertzen antworten vnd gleich sein sollen. Letzlich erinnern die wort/ Weit vnd Nahe/

das die wart end rechrschaffene Feenndsch affe nimmer auffhören/ noch ein Freund des aodern

wle weit sie auch von einander sein/ vergessen soll/ Aus welchem dan klar zuuernemen/ was zu einer bestendigen vnd rechten warhafftigen

Freundtschafft gehört/ vnd wie wenig solcher

Leute/ so der Art vnd Natur sein/ einem solche Trew vnd Freundschafft beweisen/ vnd vmb ei⸗ nes Freundes willen alles thun vnd wagen dülf * zu finden sein/ vnd der wegen sich wol fur zu

ehen/ das einer nicht einen jedern zum Freund anneme/ vnd sm alles vert raw/ sonderlich zu off/ da es gewönlich alles ver deckt zugehet/ vnnd selten einer dem andern gleich vn ter augen gehet/ wil er an der st nicht in not vnd

gefahr komen/ Wer es aber nicht gleuben vnd sich hůtt en wil/ der mag es auff sein ebente wer erfar en. n

Der wegen so ist jm auch nichts bessers/ dan das er seinen Mund wol in acht habe/ vnd sehe

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