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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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En kurz Formular.

den arm gesenckt/ vnd weist mit dem gingen

auff das hertz/ vnd stehet darbey geschrieben/

Weit vnd Nahe/ welchs Bild mit seiner be,

schreibung nachfolgender gestalt ged eutet vnd

guüsgelegt worden.

Die gestalt des Jünglings bedeutet/ das die Freun dschafft jmmer fur vnd fur new soll bleiben/ vnd nimmer kald werden noch verle⸗ schen vnd auffhören/ das bedeckte Heubt/ sol be deuten/ das das Heubt jeder menniglich offen stehen/ vnd ein jeder seinen Freund zu seder zeit

bekennen/ vnd sich desselben keins weges sche⸗

men soll. Das grobe Kleid zeiget an/ das ein rechter Freund kein schewhe haben sol/ auch et. was grosses/ vnd die eusserste ar mut umb sel⸗ nes Freundes willen/ zu gedulden vnd bey im zu zusetzen. Die Schrifft vnten an dem Kleid als Tod vnd Leben/ zeiget die jenigen an/ die jre Er cund recht schaffen vnd von hertzen lieben/ denn dieselben auch in fehrligkeit des todes sich vmb jrer Freunde willen begeben/ Wie man dan lieset von den zweien Freunden/ Pylade vnd Oreste/ da der König nicht wuste welches

Orestes war/ der da solte in Taurica nachsoan

des gebrauch der Götein Diane geopffert wer den/ Rieff Pylades vnd sagt/ er wer Orestes/ vnd Orestes bestund auch vnd bekandt/ das er Orestes were/ vnd das Pylades in mit seinem bekentnis arm schatzen beim leben behalten wolt/ wie er dan letzlich von seiner Schwester Iphigenia/ als sie jn er kandt/ ledig n