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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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Ein kurtz Formular.

15 Also auch wenn ein Herr eine rechte sache hat/ vnd darob in gefahr kömpt/ Sol ein Die

ner trewlich bey jm halten vnd zusetzen.

Hat nu ein Diener ein Herrn bekomen der jm gefelt/ vnd sich zu demselben mit Eyd vnd

pflicht ver bunden/ so sol er mit vlets anhalten/ das jm seine bestallung auff gericht werde/ dar⸗ mit er wissen möge was er thun sol/ vnd dar ge⸗

gen was seine Besol dung sey/ das er also nicht

auff gnade dienen dür ffe/ wie etliche thun/ de⸗ nen man darnach mit Barmhertzigkeit pfleger

zu lohnen. Vnd so er die Bestallung hat vnd weis was sein Ampt ist/ sol er mit sonderm vleis achtung geben/ auff das er wissen möge/

wor mit er dem Herrn am meisten zugefallen

thun könne/ Vnd wenn er befin det das es der

mit allem vleis ausrichte

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Erbarkeit vnd billigkeit gemess/ das er es ja

Findet er aber einen Herrn/ der sich nicht 5

wil auslernen lassen/ son dern heut dieser mor⸗

gen einer andern meinung ist/ welchs dan ge⸗

wönlich mistrawige Leute sein/ die gar nie⸗

mands trawen noch gleuben/ wollen auch nicht das sich niemands nach jnen richten soll etc · so mag ein Diener gedult mit einem solchen Her⸗

ren tragen/ vnd das jenige ausrichten was im befolhen worden. Wie schwer aber solchen Her ren/ die nie mands trawen/ zu dienen ist/ das

wer den die jenigen wissen/ so es erfar en haben/

derwegen auch nicht besser/ das man sie auff ibo 8 88 Bi rem