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VOn der yetzigen entp[oe]rung im Eeich etliche kurtze Ge=spr[ae]ch. / Durch W.M.
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varlich. Wie seind souil seltzamer köpff auf diser welt/ pas můß man fur vnbillicher reden hören/ die yeder⸗ man laßt frey vnngestrafft hingon. Gottl. Waher mein Gottsryd? vnd wie so traurig! Gotfrid. Sihe mein Got

Gele. Ach mein Gott/ wie ist die welt so wunder

lieb/ du kombst mir eben recht. Du waist wol wa ich gewes⸗

sen bin. Warumb ich aber so trawrig sey/ will ich dir kürtz⸗ lich sagen/ du waist was schwerer leuff vorhanden sein/ die solten vns zůerkantnus vnserer fünd/ vnnd warer hertzlicher bũßfertig kait treiben/ so heben ain thayl an vnd erdichten vr lachen diser gfar/ dariñ wir seind/ die nitt war auch nit dem Allmächtigen löblich/ noch zůr besserung dienlich. Es will niemand seinen mund mer im zaum halten/ Gott gebe/ das es vns nit ain mal ʒũ lchwer werde. Soll ich dir nit sagen. Bin

dort fürijber gangen/ da hab ich můͤssen hören/ das etlich sa⸗

gen/ Secht das ist die frucht des schönen Euangeljj/ dar⸗

auß man den kaum wol kemien mag. Vorhin ist allenthalb guütter frid gewesen/ es ist ain nachpaur mit dem anderen in

gůter fraintschafft gestanden/ yetzt aber/ seyd dise newe leer

aufkom̃en 4 man kain ainigkait meer/ sonder eytel zwi

tracht vnd

1 paltung/ kain frid ist mer im Keich/ sonder krieg sorgkliche entpörung. Das habẽ wir diser newen religion

zũůdancken/ Es will mir das hertz zerprechen/ das ich solche u grosse lesterung wider dz hailig selig Euangelion Chri⸗ sti hören mũß. Darumb ich mein lieber Gottlieb nit on vrsach traurig bin. Gotlieb. Man kan dirs nit verargen/ das dich

guuch dise schmachred beltim̃ert? Darffst dich aber darumb nit

tod trawren. Es singt ain yeder vogel seinen gesang. werent

es fir leyt seyent/ die dises redẽt/ lo můß ich auch mit dir stim⸗

dile leüt besser/ so gienge auch bessers auß jrem mund. Got.

Es ist warlich wie du sagst. Wann ich jm nach denck/ was

men.