Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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Syrup von unzeitigen ben Safft den Syrup olſo:

Weinſtock. Die unzeitigen Trauben werden Agte⸗ ſter genannt, und haben einen herben Ge⸗ ſchmack, daraus werden Adſtringentia bereltet. Sie kuͤhlen und trocknen, darum man ſie in hitzigen Fiebern gebrauchen koͤnte, ſie erwecken nemlichen eine Luſt zum Eſſen, ſtlllen den Bauchfluß, allein ſie zeugen kein gut Geblüt. Man machet auch aus dem unreiffen rau⸗

Be. Des unreiffen Trauben- Saffts, dy. Qlarificirten Zucker, ij. Koche es nach der Kunſt zu einem Syrup, ſolcher adſtringirt gewaltig in allerhand Zu⸗ kfaͤllen, die man zu ſtopffen noͤthig ha. Die zeitigen Trauben waͤrmen und ſeuch⸗ ten im 1. Grad, doch verurſachen ſie Auſbläͤ⸗ hungen und Rohigkeiten des Magens, Bauch⸗

fluß ꝛc. beſonders verurſachen die gelben ſol⸗ ches, die gedoͤrreten Trauben aber ſeynd dent Magen geſunder, erwecken einen Appetſt und lariren. Dieſe ſind voll der Principiotum ſali- norum, ſo durch die Fermentation herum ge⸗ irleben: denn in dieſer koͤmmt das Acidum und Urinoſum zuſammen, daher die vereinigte Temperatur geſchiehet, alſo, daß wenn Schſwe⸗ fel darzu koͤmmt, ein lieblicher und ſuͤſſet Ge⸗ ſchmack entſtehet; daß dieſes dieſem alſo ſeh,

erfahren wir alle, wenn wir Trauben eſſen ſo gerathen wir in einen Durchlauff, welcher we⸗

gen der verneuerten Fermentation entſpringet, Harum ſo iſts beſſer, daß man die Roſinen oder Corinthen in der Artzeney gebrauche

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