„ Schwalbenwurtzel.
lein, ſo etwan Fingers⸗lang, welche inwendig mit weiſſer Wolle gefuͤllet ſeyn, in welchen auch der Saame, gleich wie bey dem Entztan, lieget; wann die Schoͤttlein ſind zeitig worden, ſo thun ſie ſich auf, anzuſehen wle eine fllegende Schwalbe: die Wurtzel iſt gantz zaſigt, in ein⸗ ander geſchrenckt und verwickelt, mit unzaͤhlig viel kleinen, rundten und weiſſen Wuͤrtzleſy, die ſind am Geſchmack ſuͤßlicht, und ein weng ſcharff, etliche Wurtzeln werden ſo groß, daß ſie an einem Stock in die zehen Pfund ſchwer wie, gen. Die Schwalben⸗Wurtzel waͤchſet in wil⸗ den Bergen, Waͤldern, rauhen und ſandligten Orten, wird fuͤrnehmlich auf dem Schwartz, wald gefunden, bluͤhet im Jullo, und bringet ihre Schoͤttlein im Auguſto. i In den Apoͤthecken hat man die Wur⸗ tzel, ſelten aber den Saamen, die Wurtzel iſt warm und trocken im 1.(2) Grad, verdinnet, eroͤffnet, treibt den Schweiß und Harn, Steln und Monath⸗Zeit: wegen ſelner Schweſß⸗ treibenden Krafft dienet es auch in Frantzoſen, Kranckhelten. Sie wird auch gebrauchet in
Verſtopffung des Monath⸗Fluſſes, den Hert⸗ klopffen, Ohnmachten, Waſſerſucht; der Saa⸗
me wird gebrauchet zum Stein. Auuſſerlch dienen ſowohl die Blumen, Wurtzeln, als auch f
der Saame, zu den garſtigen Geſchwaͤren, wel⸗
che ſie reinigen, zum Biſſen vergiffteter Thlerk, in Bruſt⸗Geſchwaͤren, Dol. 3. bekommet auc)
wohl denen, ſo mit Glieder⸗Kranckhelten 3
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