8 Stabwurtz.
Stein befunden worden, da der Urin lange
verſtopfft geweſen iſt. Die Lauge davon
dienet zum Haar ausfallen machen, der
Saffft aber mit Dillen⸗Gehl vermiſchet,
machet das Haar wachſen, wenn die Staͤte
damit beſtrichen wird. Theils Weiber legen
die Kraͤuter davon den Kindern in die Wiege,
daß ſie darnach ſchlaffen ſollen, legens auch in
der Eheleute Betten, denen durch Jauberey
ein Poſſen gemachet iſt. Den Saamen
aber kan man den Kindern wieder die Wuͤrme
an ſtatt des Wurm⸗Saamens eingeben. Ubri⸗
gens wird aus den Blaͤttern und obern Spi⸗
Waſſer und zen ein Waſſſer diſtilllrt, welches mit dem
deſſen Wuͤr⸗ Kraut gleiche Wuͤrckung hat, und dienet wie⸗
ckung. der Scorpion- und Spinnen ⸗Stich, mit
Tuͤchern aufgeleget; treibet den Harn, be⸗
foͤrdert Monathliche Reinigung; toͤd⸗
tet die Wuͤrme, dienet wieder Harn⸗Win⸗
de, iſt auch gut wieder Engbruͤſtigkeit und
kalten Huſten, wieder Sertzgeſpan, und das ſchwere Gebrechen.
Die Alten haben auch einen Wein daraus
Wein.
bereitet, aber ſolcher wird itziger Zeit gar ſelten
gebrauchet. Die Conſerv wird wie die von Wermuth, aus den oberſten Theilen und Blumen gema⸗ chet, kommet aber ſelten in die Recepta. Dem Gehl, ſo aus dem oberſten Theil in gemein Oehl infundirt wird, ſchreibet man eine
Eonſerv,
Oehl.
ſonderbare Krafft zu, die Mutter zu ſtaͤr⸗
cken. So dienet ſolchs auch wohl den lah⸗ men
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