Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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Stabwurtz. 1

ge Staͤngel hervor ſchieſſen: von unzehlich viel kleinen, ſchmalen und graulichten Blaͤttern umgeben, am Geſchmack bitter und ſcharff, die Blaͤtterlein ſo haͤuffig an den Aeſtlein wachſen, ſind gelb, und gleichen faſt der Bluͤthe des Wermuths, und laſſen elnen kleinen runden Saamen hinter ſich, welcher in September zeitig wird die Blume aber kommet ſchon im Julio und Auguſto herfuͤr.

Dle Stabwurtz iſt warm und trocken im Eigenſchaft dritten Grad, ſie erwaͤrmet, trocknet, adſtrin- und Nutzen.

giret, reiniget, zertheilet; vertreibet die Fie⸗

ber, widerſtehet der Faͤulung, dem Gifft,

und der gifftigen Thiere Biß, toͤdtet die

Wuͤrme, treibt den Harn, heilet die Gelb⸗

ſucht/ und vertreibt die Nutter⸗Beſchwer⸗

de, und ſonderlich dienet ſolche den gelbſůch⸗ tigen Leuten, bringet wieder die verlohrne Monath Reinigung, und iſt mit ihrem Geruch den Schlangen zuwieder, und den⸗

gebrauchet. Neuſſer lich aber gebrauchet man ſolche in Auftroͤcknung und Staͤrckung der

Gebeine: ſo wird ſie auch gut fuͤr das Ha ar⸗

ausfallen geruͤhmet, und iſt gut wieder das blutende Zahnfleiſch..

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noch werden dieſe Kraͤuter innerlich gar ſelten Innerlicher

und aͤuſſer⸗

licher Ge

brauch.

Wenn derer obere Spitzen im Auguſto

geſammlet werden, ſo beſitzen ſie eine ſonder⸗

bahre Mutter und Stein treibende Krafft, wann mans mit Wein kochet und

ſiedet. So man davon ein Quintlein mit

Salpeter pulvert, iſt es gut wieder den

A4 Stein