Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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2Weeiſſe Tannen.

ſiehet der Welß⸗Tanne gleich, daß ſich viele an derer Unter ſcheld verwirren, ſie werden aber daran unterſchleden, weil des Fichtenbaums Blaͤtter ſchwaͤrtzer/ linder, breiter, und weniger ſtechend ſeyn, und die Aeſte umb und umb be⸗ kleiden, auch weil des Fichtenbaums Rinde ſchwaͤrtzer und zaͤter iſt, auch weil ſich die Aeſte an den Fichten zu der Erden biegen, welches

aber der Tannen ihre nicht thun. Derer un Den Tannenbaum aber genauer zu er⸗ terſcheid kennen, ſo iſt ſolcher ein hoher und langer

.

und Frucht, Baum, hat eine weiſſelichte und bruͤchige Rin⸗

der ſtehende Zweige; es gruͤnen ſolche das

gantze Jahr; zu oberſt am Gipffel traͤget er die Tannen⸗Sapffen, welche viel kleiner als die an den Fichten ſind, und beſtehen aus breiten Schuppen unter welchen ein weißlichter Saa⸗

me lieget, ſo da obenher gleich ſam geftuͤgelt, in⸗ wendig aber voller ſcharffen Feuchttgkeit iſt, und wird alſo von dieſen beyden die Weiß⸗ Tanne in der Artzney zu gebrauchen fuͤr die be⸗ , ſte gehalten.. wo er wach Es waͤchſet dieſer Baum gern an ſteinigten

et, und Orten, und auf hohen Bergen, allwo es ſchat⸗

tichte Thaͤler giebt, werden in Teutſchen Landen angetroffen; ſie gruͤnen allzeit, doch laſſen ſie im Majo ihre Blaͤtter fallen und gewinnen neue, derer Fruͤchte aber, welches die Tannen⸗ Zapffen ſeynd, werden im Herbſt 12

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