Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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daß die Knechte das Vieh nach der Gebuͤhr fuͤttern und rein halten. Die Fuͤtterung fuͤr das Vieh hat er in ſeinem Beſchluß, und muß denen Knechten entweder alle Tage oder woͤchentlich ihr Quantum Heu, Hafer und Stroh abgeben, von allem aber Rechnung thun.

Die Einnahme von Hafer, Heu und Stroh hat der Renr⸗

meiſter ſchon bei ſeiner Geldrechnung durch Quittungen bewieſen, der Geſchirrmeiſter controllirt ihn aber nur, und ſetzt in ſeiner Na⸗

turaleinnahme, was er wirklich in Empfang genommen hat. Des⸗ gleichen ſchreibt er ſorgfaͤltig und genau in ſein Tagbuch, was er davon ausgiebt. Man weiß es entweder ſchon, wie viel inem Pferd oder Ochſen taͤglich an dergleichen Fuͤtterung gebuͤhrer, oder man ſetzt es vorher feſt, wieviel taͤglich jedes haben ſoll, ſo braucht als⸗ dann die Ausgabe keine weitere Beſcheinigung, denn mehr als das Geſetzte wird ihm in der Rechnung nicht paſſirt, es waͤre dann, daß er gruͤndlich bewieſe, warum ihm mehr aufgegangen.

§. 563. b

Wird die Dunge von dergleichen Vieh verkauft, ſo muß der Geſchirrmeiſter auch daruͤber Rechnung fuͤhren. Da aber gemeini⸗ glich die Officianten, wenigſtens die obere, von der Herrſchaft Gaͤr⸗ ten und Guͤterſtuͤcke zum Genuß bekommen, ſo thut man wohl,

wenn man dieſe Dung denenſelben als ein Accidenz mit dem Beding

aͤberlaͤßt, daß ſie ſolche nicht verkaufen, ſondern ihre im Genus 3 haben⸗