Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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40o Vierter Abſchnitt. b §. Sö5. 1

Das Amt des Gegenſchreibers beſtehe auſſer dem, was er nach§. 552. bei der Salzeinnahme zu beſorgen hat, vornehmlich

darinnen, daß er die Salzzettel, gegen welche er das Salz, welches

darauf bemerkt iſt, durch die ihm untergebene Salzwieger und Salzmoͤtter, verabfolgen zu laſſen hat, in Empfang nehme, und ſolche in ſein Manual eintrage, zugleich aber die Zettel wohl ver⸗ wahre bis zur Abrechnung, welche alle Woche bei der oͤffentlichen Abrechnung geſchehen muß. Dieſe Zettel giebt theils der Salz⸗

ſchreiber theils der Holzſchreiber, jener an die Kaͤufer gegen baares

Geld, dieſer an die Holzfuhrleute, welche Salz fuͤr Holz eintau⸗ ſchen. Beiderlei Zettel muß er ſeparat eintragen, und es muß ihm auferlegt werden, keine andere Zettel anzunehmen, als ſolche, die von bemeldeten beiden Perſohnen eigenhaͤndig unterſchrieben und wo die Zahl nicht mit Zifern ſondern mit Buchſtaben ausgedruckt

iſt. Auf groͤſſern Salzwerken muͤſſen dieſe Zettel gedruckt ſein, da⸗ mit die Arbeit verkuͤrzt werde. Eben ſo iſt es mit den Zetteln zu

halten, welche der Salzſchreiber auf Pfannenſtein und Aſchen aus⸗ zugeben hat. Die dohnzettel fuͤr die Salzwieger muß der Gegen⸗ ſchreiber woͤchentlich dem Rentmeiſter liefern. Von denen Zetteln ſehe man die Formulare am Ende dieſes Capitels.

9. 556.

Der Holzſchreiber oder Holzmeiſter hat fur die Einnah⸗ me und Ausgabe Holzes zu ſorgen, und daruͤber Rechnung zu fuͤh⸗

ren.