Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 47 z
Sachverſtaͤndige bekuͤmmern ſoll, welche bis in das Innerſte und kleinſte von der Salzwerkswiſſenſchaft theoretiſche und practiſche Einſichten haben, alsdann aber ſeine Salzwerke ſelbſt verwalten laſſen ſolle, um den Vortheil, welchen die Paͤchter ziehen, und der meiſtens betraͤchtlich iſt, ſelbſt zu nehmen. Das kameraliſche Intereſſe wird einen deſto groͤſſern Zuwachs dadurch bekommen, je mehrere Salzwerke einem Regenten von Gott beſchert ſind. Einer ſolchen Sachverſtaͤndigen Perſohn muß aber in dieſem Fall freie Hand gelaſſen werden, die erforderliche Bedienungen auf einem Salzwerk mit ſelbſtgewaͤhlten der Sache anpaſſenden Subjekten zu beſetzen, wobei ſich der Landesherr oder deſſen untergeordnetes Lan⸗ descollegium allenfalls nur ein votum negativum auszubehalten haͤtte; oder umgekehrt, wenn dergleichen Bedienungen vom Colle⸗ gio beſetzt werden, ſo muͤßte dem Direktor ein votum negativum deshalb vorbehalten werden. Ich getraue mir zu behaupten, daß nach dieſer Vorausſetzung eine ſolche Einrichtung koͤnne getroffen werden, daß ein Betrug faſt unmoͤglich iſt. Ich werde mich be⸗ muͤhen, in der Folge einige Anleitung zu geben, wie eine ſolche Selbſtverwaltung einzurichten ſeie, wobei ich ohne Applikation re⸗ den und nur im Allgemeinen bleiben werde.“
§. 531.
Der Inbegrif ſaͤmtlicher Arbeiter, welche Tag vor Tag, ſo kange die Operationen auf einem Salzwerk dauern, ſtaͤndig um einen feſtgeſetzten Taglohn fortarbeiten, werden mit einem Namen: die Knappſchaft genennet. Diejenige, welche derſelben vorgeſetzt Ooo 3 ſind


