40 Veerter Abſchnit.
Fleis verſtaͤndiger Maͤnner noch ſo vollkommen eingerichtet iſt, und ss fehlt an einer wohlgeordneten Adminiſtration, ſo lauft der Be⸗ 3 b ſitzer deſſelben Gefahr, Kapital und Intereſſe, ja wohl gar das Werk ſelbſt zu verliehren. Ich wuͤrde vielleicht auf die Betrach⸗ 1 tung dieſes Gegenſtandes nicht gefallen ſein, wann mir nicht die haͤufige Beiſpiele von elenden Adminiſtrationen der Salinen„ wel che ihre Stifter und Herrn in großen Schaden, ja zum Theil in Schimpf und Schande am Ende gebracht haben, Gelegenheit gege⸗ V ben haͤtten, dieſe Materien einer naͤhern Eroͤrterung zu wuͤrdigen. Eines Theils die verzweiflungsvolle Nahrungsſorge, andern Theils die den meiſten Menſchen angebohrne boͤſe Begierde, reich zu ſein, verurſacht, daß derjenige, welcher in einem ſolchen Geſchaͤft ar⸗ öJ beitet, alle Gelegenheiten aufs genaueſte beobachtet, wo er ſich einen Vortheil machen kann. Beides ſind gefaͤhrliche Quellen zu Veruntreuungen, obgleich die eine mehr Moralitaͤt als die andere hat. Ein Geitzhals und ein Verſchwender ſind bei allen ihren Reich⸗ thuͤmern gefaͤhrliche Kreaturen fuͤr das herrſchaftliche Intereſſe; jener kann ſeiner Meinnng nach nie zu viel haben; er muß fuͤr ſich und ſeine Nachkommen ſorgen: dieſes iſt ihm eine Pflicht, die er auch mit Verletzung anderer Pflichten beobachten zu muͤſſen. glaubt; dieſer, der Verſchwender, muß zu Beſtreitung ſeiner Ausſchweifungen immer mehr haben, und weil er ſiehet, daß er
am Ende nicht auslangen kann, ſo ſucht er bei Zeiten ſchaͤdliche 2* Auswege; er iſt viel zu leichtſi innig„als daß er ſich ein Gewiſſen u daraus machen ſollte, Vortheile, die er ſeinem Herrn machen koͤnn⸗- te, ſich zuzuwenden. Ein Anderer, der das Ungluͤck hat, unter 6
dem


