Teil eines Werkes 
1 (1819) Erster oder theoretischer Theil. : nebst einem illuminirten Forstkarten-Schema und mehreren Tabellen.
Entstehung
Seite
21
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27 Kettenzieher ꝛc. verurſachen, genau aufgeſchrieben werden. Hierdurch wird man erfahren, wie viel ein Wald z. B. von 1000 Morgen zu meſſen, auf's Papier zu tragen und auszurechnen, koſtet. Man wird folglich hiernach leicht berechnen können, für wie viel ein Morgen, im Durchſchnitte genommen, gemeſſen, aufgetragen und berechnet werden kann, wenn der Geometer einen billigen Verdienſt dabey haben ſoll. Doch darf man zu einem ſdlchen Verſuche keinen Mann wählen, der bey dem künftigen großen Wald⸗ meſſungsgeſchaͤfte gerne angeſtellt ſeyn mögte. Und eben ſo muß der Forſt, welcher zur Probe gemeſſen werden ſoll, nicht gerade der unbequemſte, aber auch nicht der bequemſte zu meſſen ſeyn. Es muß in jeder Rückſicht die gehörige Vorſicht gebraucht werden, um das gewünſchte richtige Reſultat zu finden.

Iſt aber auf ſolche Art der erfahrungsmäßige Koſtenbetrag für die Aufnahme eines Morgens ge⸗ funden; ſo beſtimme man dieſen für die Meſſung, Zeichnung und Berechnung eines jeden Morgens Wald⸗ ſläche, und erhöhe nur dann den Lohn, wenn gonz beſonders ungünſtige Umſtände und Localitäten die ſe Erhöhung erfordern. Nur laſſe man ſich niemals darauf ein, die Meſſu ngen im Allgemeinen auf Diäten machen zu laſſen, oder ſie wohl gar überhaupt zu veraccordiren. Größere Koſten ſind immer die Folgen im erſten, und ſchlechte Arbeit im andern Falle. Wenn hingegen der Geometer eine der Arbeit angemeſſene Bezahlung für jeden Morgen erhalt, alle mit der Meſſung ver⸗ knüpfte ſonſtige Koſten beſtreiten muß, und zugleich verbindlich gemacht wird, daß er für die Richtigkeit der Meſſung, Zeichnung und Berechnung, mit der Hälfte ſeines Honorars haften ſoll, die ihm bis zur Reviſion und Prüfung der Meſſung zurückbehalten werden muß; ſo wird man richtige Arbeit um billigen Sollten aber bey der Waldvermeſſung ſolche Geſchäfte vorfallen, die nicht anders als durch Diäten zu bezahlen ſind; ſo muͤſſen dem Geometer nach Billigkeit beſtimmte Tagegelder gegehen wer⸗ den, weil ſonſt mancher unter ihnen ſehr zu kurz kommen könnte.

Was den andern Gegenſtand, nehmlich die Beſtimmung der Bezahlung für die Zeichnung und Ver⸗ jüngung der Karten, betrifft; ſo muß dieſelbe ebenfalls das Reſultat eines oder einiger Verſuche ſeyn, und ſich auf Billigkeit ſtützen. Es muß nehmlich ein unparteyiſcher und geſchickter Zeichner unterſuchen, wie viele Zeit nöthig iſt, um eine nach dem größeren oder kleineren Maasſtabe aufgetragene Karte, worauf z. B. 1000 Morgen Wald gezeichnet ſind, verſchriftsmäßig zu copiren, oder zu verjüngen, ſewohl wenn ſie viele Berge enthält, als auch wenn nur wenige oder gar keine Berge darauf befindlich ſind. Weiß man nun die dazu gebrauchte Zeit, und iſt es beſtimmt, wie viel täglich ein geſchickter Zeichner verdienen ſoll; ſo läßt ſich hiernach, und nach dem Werthe der aufgegangenen Zeichnen⸗Materia⸗ lien, als Farde, Bleyſtift, Papier und Leinwand ꝛc. die Belohnung leicht herechnen und zugleich auswer⸗ ſen, wie viel der Geometer an Zeichnengebühr haben ſell:

2) Für einen Morgen der großen Special Forſtkarte a) mit Bergen b) ohne Berg⸗