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des Dianenburger Forſtrebieres. 21
Wir ſind daher überzeugt, daß nunmehr der vor Kurzem erlaſſene landesherrliche Befehl, in Gemaß⸗ heit deſſen die Forſtbedienten künftig die Holzanweiſungen verrichten, und
die Märkermeiſter ihren Baumſtempel neben den fürſtlichen ſchlagen ſollen, zum
unverkennbaren Vertheile der Märkerſchaft, endlich wird durchgeſetzt werden.
Beſtimmtere Nachricht von dieſem Märkerwalde wird man im Aten Abſchnitte miktheilen.
4.) Von den adelichen Erblehnwaldungen.
Nur die adeliche Familie von Adlersburg beſitzt in dieſem Forſte beträchtliche Waldungen, die ſie, nehſt andern Güterſtücken, in älteren Zeiten von der Landesherrſchaft als Mannlehn erhalten hat.—
Sie liegen theils in der Adlersburger, theils in der Neudorfer Gemarkung.— Ihr aus Buchen
und Eichen vermiſchter Beſtand iſt äußerſt unvollkommen, weil die adelichen Jäger, die vom Forſtweſen keine Kenntniſſe hatten, die Holzanweiſungen bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts beſorgt, und nicht allein die Waldungen auſſerordentlich ſtark überhauen, ſondern auch die abgeholzten Flächen beynahe gänzlich depaſtirt haben.— Die Landesherrſchaft hat ſich daher genöthigt geſehen, ſeit 4 Jahren dieſe Waldungen durch die fürſtlichen Forſtbedienten adminiſtriren, inſpiciren und dirigiren zu laſſen, und die adelichen Jäger nur als Controleure der Holzabgaben, als Gehülfen bey den Forſt⸗ geſchäften und zur Beſchützung der Waldungen zu admittiren.— Seit dieſer Zeit iſt die übertriebene Viehweide des Pachters zu Adlersburg und das verderbliche Laubſcharren deſſelben und der dortigen Gemeindsglieder eingeſchränkt worden— man hat regelmäßige Schlaͤge getrieben, ſehr ſchöne und beträchtliche Culturen gemacht, und überhaupt ſchon ſo merkbar zum Vortheile dieſer Waldungen gewirkt, daß der gegenwärtige Beſitzer, der ſich dey Adminrſtration durch landesherrliche Forſtbe⸗ dienten aufs zußerſte widerſetzt hatte, nun ſelbſt geſteht, daß ein gebildetes Forſtperſonale und landes⸗ herrliche Macht nöthig geweſen ſeyen, um eine beſſere Wirthſchaft in ſeinen Waldungen einzuführen, und ſie vom völligen Verderben zu retten.
Im Aten Abſchnitte dieſer Beſchreibung werden wir das noch weiter Nöthige von dieſen Waldungen anführsn.
5.) Von den Pfarrwaldungen.
Die erſte Pfarrey in dem Städtchen Hubertusburg beſitzt in der daſigen Gemarkung einen mit Buchen und Eichen von verſchiedenem Alter ziemlich gut beſtandenen Walddiſtrikt, der nicht ganz unbe⸗ trächtlich iſt. Dieſer Walddiſtrikt iſt im Jahre 1650 von einem ohne nahe Angehörige Verſtorbenen der
Kirche mit der Bedingung vermacht worden, daß dem erſten Prediger das benöthigte Brandholz daraus 3 gegeben,


