als mit einer à, und Weun der bezeici- chräge üder , bindet ihn ehrere Um-
Pferd ge- dann ihm obeu al- schiede: zes über ran den — Nach u Zweck en starken
Schenkel des Pferdes knieen, und das Sprunggelenk des rechten Hinterfuſses nach vorn und gegen die Brust zu drücken, während gleichzeitig der Strick am Fessel
19
dieses Fufses möglichst kurz und straff angezogen wird,
bis der Huf bis zur Hälfte des Vorarms des rechten
Fuſses gekommen ist, wo dann der Strick mit einem aufziehbaren Knoten an den Ring festgebunden wird. Die meisten Operationen am untern Ende der Glied- maſsen lassen sich auch sehr bequem ausführen, wenn man nach dem Niederlegen des Pferdes den betreffenden Fuſs ausfesselt und mit dem Schienbein auf einen glat- ten, gegen 9— 12 Fufs langen, 4— 6 Zoll dicken Baum festbindet. Letzterer wird hierzu mit seinem vor- deren Ende circa 3 bis 4 Fuſs in gekreuzter Richtung unter das Schiebein geschoben; das Festbinden geschieht mit einem gewöhnlichen Strick oder Gurt. Hierauf he- ben 2 starke Gehülfen das hintere, längere Ende des Baums gegen 4 Fuſs in die Höhe und drücken das vor- dere Ende fest an den Erdboden. Diese Haltung wird während der Operation fortgesetzt.— An den hinteren Gliedmafsen ist wegen deren gröſsern Kraft, besonders bei schmerzhaften Operationen und an sehr starken Pfer- den, dies Verfahren nicht ganz so zweckmälsig wie an den Vorderfülsen. Ein sehr gutes Hülfsmittel, um bei Operationen an den Gliedmaſsen, besonders an der innern Seite dersel- ben, den betreffenden Fuſs über die drei andern, durch
die Fesselriemen vereinigten Füſse frei hervorliegend zu
machen und ihn dabei dennoch in fester Lage zu erhal- ten, gewährt der sogenannte Spannstock oder Fes- selriemenstock. Derselbe besteht aus einem Stabe von hartem Holz, für Pferde verschiedener Gröfse 2 bis 2 ½ Fufs lang, 2 Zoll dick, cylindrisch und glatt, und ist an jedem Ende mit einem festsitzenden, 18 Zoll lan- gen Riemen aus doppeltem Leder versehen; an dem einen Ende des Riemens befindet sich eine Schnalle, an dem andern Ende sind mehrere Löcher fär den Dorn der Schnalle angebracht.(Die Befestigung der Riemen an den Stock geschieht am besten vermittelst einiger Holz- schrauben.)— Beim Gebrauch wird der zur Operation bestimmte Fuſs ausgefesselt und der eine Riemen über dem Sprunggelenk an den Unterschenkel des Hinterfu- ſses geschnallt.— Auch zwischen die Schienbeine der Vorder- und Hinterfüfse kann das Werkzeug gelegt werden;— und eben so dient es auch zum Auseinan- derhalten der beiderseitigen Gliedmaſsen, besonders in
den Fällen, wo man ein Pferd auf den Rücken ge-
legt hat.. Wenn ein Pferd am Schlauch, oder am Penis, am
Euter, oder an dem hintern Theile der untern Bauchge-
gend operirt werden soll, wie z. B. bei Brüchen, so wird es am zweckmäſsigsten auf den Rücken gelegt. Zu diesem Zwecke läfst man es zuerst auf eine Seite niederlegen, wie es im Vorstehenden beschrieben ist. Es wird nun zuerst der obere Hinterfuſs in der vorhin beschriebenen Art auf den obern Vorderfuſs gebunden. Dann wendet man es über den Rücken auf die andere Seite, indem man den Kopf des Thieres auf das Genick stellen läſst, das Seil allmählig in die Höhe und nach der entgegengesetzten Seite, d. h. nach dem Rücken
des Thieres hin zieht, zwei Gehülfen heben zugleich die Beine an den Hufen bis zur senkrechten Linie in die Höhe, und geben ihnen dann einen Stoſs nach der entge- gengesetzten Seite, wobei das Umwenden vollständig er- folgt. Sogleich wie dies geschehen, müssen die Gehül- fen das Thier gegen den Boden drücken, um es ruhig und fest zu erhalten. Nun erfolgt das Ausbinden des jetzt nach oben liegenden Hinterfuſses ebenfalls in ge- wöhnlicher Art. Nachdem dies geschehen, werden sämmtliche Füfse sanft in die Höhe gezogen, bis das Pferd auf dem Rücken liegt, wo dann Gehülfen die Füfse in dieser aufwüärts gerichteten Lage festhalten. Um zwischen den Beinen mehr Raum zu erhalten, kann man, wie bereits oben erwähnt, den Spannstock mit einem Ende an das Schienbein des rechten, mit dem andern Ende an das Schienbein des linken Hinterfufses befestigen.— Nach beendeter Operation legt man das Thier wieder auf eine Seite, um die Ausbindestricke von den Füfsen zu entfernen. Das Entfesseln mufs in jedem Falle mit der gröſsten Vorsicht geschehen. Man läſst hierbei 1) stets die Fesseln von den unten liegen- den beiden Füſsen zuerst lösen. 2) Das Lösen der Fes- seln an den obern beiden Füſsen von 2 Gehülfen gleich- zeitig bewirken.— 3) Ist ein unterer Fufs ausgebun- den, so läfst man denselben zuerst ganz frei machen, dann den andern unteren Fufs aus seinem Fessel lösen und zuletzt die beiden oben liegenden Füſse ausfesseln. 4) War ein oben liegender Fuſs ausgebunden, so müs- sen zuerst die beiden unteren Füſse, dann der noch im
Fesselriemen befindliche obere Fufs entfesselt werden,
worauf der Ausbindestrick gelöst und entferut, und zu- letzt der Beigurt abgenommen wird.— 5) Nach gänz- lichem Losmachen der Füfse nimmt man dem Thiere die Bremse ab, läſst seinen Kopf los, und die Zügel ver- längert halten, während gleichzeitig die Gehülfen, wel- che bis dahin an der Cronppe und an der Schulter das Thier niederhielten, dasselbe loslassen und sich sogleich wenigstens drei Schritt weit von ihm entfernen(weil manche Pferde nach dem Aufstehen heftig ausschlagen). — 6) Bei dem Ablösen der Fesselriemen, der Stricke und Gurten darf man nur entweder auſserhalb der End- punkte der Hufe oder hinter dem Rücken des Pferdes stehen; die Stellung vor oder hinter den Füſsen ist hier- bei stets mit Gefahr verbunden.*⁴)
*) In Ermangelung der Fesselriemen kann man die grossen Haus- thiere auch mittelst einfacher Stricke auf verschiedene Weise nie- derlegen; z. B. man bindet die Vorderbeine mittelst kurzer Stricke oder Gurten, die um die Schienbeine gelegt werden, zusammen, und eben so auch die Hinterbeine. An den, an den Vorderbeinen be- findlichen Strick knüpft man das eine Ende eines gegen 18“ lan- gen Stricks, führt dessen freies Ende zwischen den Hinterbeinen hindurch, über den daselbst befindlichen Strick fort, steckt es dann unter demselben nach vorn durch, zieht es nach der äussern(im Liegen des Thieres nach oben gerichteten) Seite, und lässt hier- mit von Gehülfen, auf ein denselben gegebenes Zeichen, die Füsse vollständig zu einander ziehen. Am Kopfe u. s. w. müssen andere Gehülfen, wie oben gelehrt worden, mitwirken.— Oder, auf Russische Art. Man macht in der Mitte eines gegen 24 Fuss langen Strickes eine Schleife, legt dieselbe dem gut gebremseten und am Kopfe festgehaltenen Pferde über den Kopf und Hals, lässt die freien Enden des Strickes vor der Brust herunterhängen, und führt das Thier einige Schritte vorwärts, so dass diese Enden auf dem Boden zwischen den Vorder- und Hiinterfüssen hinglei- ten; nun ergreift ein Gehülfe das eine Ende und führt es äusser- lich neben der rechten Seite des Thieres zu der Schleife am Halse,
4 5*


