dedeckt wer- h Geset Ader en Wuken Bög, am Charnier
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Spitze des Zeigefingers ihm gegenüber neben dem Drük- ker ruhen. Er bewirkt nun die Compression der Ader
entweder mit den Fingern der linken Hand, oder auch
mit der vordern obern Kante des Schnäppers, indem er dieselbe unmittelbar unter der Operationsstelle stark gegen die Ader drückt, bis die Letztere hinreichend an- geschwollen ist. Wenn dies geschehen, richtet er das Instrument mit der Klinge auf die Längenachse der Vene, hält sie aber, je nachdem die Klinge lang und die Haut mehr oder weniger dick ist, 1 bis 3 Linien von der Letztern entfernt, bewirkt nun daurch einen Druck mit der Spitze des Mittelfingers*) auf den hebelartigen Drücker des Schnäppers die Entspannung der Schlagfe- der, treibt hierdurch die Klinge in die Ader, und zieht dann das Instrument augenblicklich von derselben zu- rück, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Zweckmäſsig ist es auch hier, wie bei dem Ader- lassen mit der Lanzette, die Klinge nicht in gerader Richtung von aufsen nach innen auf die Mitte der Ader, soudern sie ein wenig unter der Mittellinie und in etwas schräger Richtung von unten und aufsen nach oben und innen, anzusetzen, um Verwundungen der— vermeiden.
Bei dem Abflieſsen 6 Blutes und. 4u Seblielsen der Ader verfährt man nach obigen Regeln.
Das Aderlassen mit dem Schnäpper an der liuken Drosselvene kann ganz auf die angegebene Art mit der linken Hand ausgeführt werden, während die rechte Hand zum Comprimiren der Ader dient. Wem aber in der linken Hand die nöthige Uebung und Festigkeit mangelt, kann auch mit der rechten auf folgende Weise die Ope- ration leicht verrichten: Man läſst den Kopf des Pfer- des recht hoch aufrichten, so dafs der Hals der senk- rechten Stellung nahe gebracht wird. Der Thierarzt stellt sich neben den linken Bug, unterdrückt mit den Fingern der linken Hand die Ader, hält in der rechten Hand den aufgezogenen Schnäpper ganz so wie oben vor- geschrieben, setzt aber denselben verkehrt, d. h. das obere Ende nach unten gerichtet, gegen die Ader auf die Haut und drückt in dieser Stellung die Schlagfeder ab.— Man erhält hierbei noch den Vortheil, daſs das Blut we- niger in den Kasten des Instruments dringt, als wenn Letzteres mit seinem oberen(offenen) Ende aufwärts gerichtet angewendet wird.
§. 21. 5) 4 ena gog an der äufsern Brustvene oder der Sporader-
Diese Ader ist unter den oberflächlichen Venen eine der gröſsern, und wird in den Fällen, wo die Drossel- venen nicht genug Blut liefern, wie namentlich bei ho- hen Graden von sehr acuten Entzündungen und bei so- genannten brandigen Entzündungsfiebern, oft zum Ader- lassen gewählt.— Die Operation wird am besten mit der Lanzette gemacht, kann aber auch mit der Fliete oder dem Schnäpper ausgeführt werden.— Das Pferd wird hierzu mit hoch aufgerichtetem Kopfe von einem
*) Bei Schmäppern von anderer Construktion wirkt man wohl auch mit dem Daumen auf den Drücker. Bei denen, die mit einer Stellgabel versehen sind, stellt man dieselbe vor dem Gebrauch nach der Dicke der Haut u. s. w.
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Gehülfen an der Treuse festgehalten, und ihm von einem zweiten Gehülfen derjenige Vorderfuls aufgenommen, welcher an der zur Operation nicht bestimmten Seite sich befindet. Ist. das Thier sehr empfindlich, so muſs ihm vorher auch eine Bremse aufgelegt worden sein. Der Operateur streicht dann an dem untern Drit- theil der betreffenden Rippenseite die vorher etwas be- feuchteten Haare glatt an, und bewirkt daselbst gleich hinter dem Ellbogen einen Druck mit den Fingern der linken Hand, worauf die Sporader anschwillt und sicht- bar hervortritt. Sollte Letzteres aber nicht geschehen, so sucht man durch vorsichtiges Fühlen die Rinne zu erforschen, welche an ihrem Verlauf wenigstens stellen- weis in den Muskeln unter der Haut ausgeprägt ist, scheert dann die etwa vorhandenen langen Haare ab, und macht dann wieder in der entsprechenden Richtung hinter dem Ellbogen mit der linken Hand einen Druck gegen die Rippen.— Mit der rechten Haud führt man die, wie zum Aderlassen an der Drosselvene, gehaltene Lanzette so gegen die Mittelachse der Ader, daſs die Spitze etwas nach hinten, eine Fläche nach oben, die andere nach unten gekehrt ist, und sticht sie mit einem kurzen, kräftigen Druck durch die Haut in die Ader ein. Oeffuet man die Sporader mittelst der Fliete oder des Schnäppers, so ist die Vorbereitung wie für die Lanzette, das technische Verfahren aber ist mit Rück- sicht auf den Lauf der Vene übereinstimmend mit dem Aderlassen durch diese Instrumente an der Drosselader. — Es müssen aber für die Sporader kürzere Flieten gewählt werden. a 9 Die Blutung dauert aus Seser Adof auch ohne an- Seer wie Druck einige Zeit fort, ist aber bei Anwen- dung des Letztern reichlicher.— Das Verschlieſsen der Wunde geschieht auf dieselbe Weise wie an der Dros- selvene. In den meisten Fällen entsteht nach dem Ver- schliefsen der Wande ein Extravasat, welches sich in kurzer Zeit an die niedrigste Stelle unter den Leib senkt und hier dateh Resoräti verschwindet.
§. 22. iee 0) Das Aderlassen an der grofsen Schienbein- vene oder innern Hautvene des Vorarms..
Die Eröffnung dieser Ader erscheint bei heftigen Entzündungen der Füſse, wo man die Blutentleerung nahe den leidenden Theilen bewirken will, angezeigt. Sie verdient vor der, der allerdings noch näher liegen- den Fesselvenen den Vorzug, weil letztere oft schwe- rer zu finden sind und auch weniger Blut geben als jene.
Die innere Hautvene ist zwar in der ganzen Länge des
Vorarms sichtbar, die geeignetste Stelle zur Operation findet sich aber etwa 3— 5 Zoll hoch übar der Fuſs- wurzel(Vorderknie). 151 1
Vor der Operation läſst man das Pferd bremsen und am„Kopfe festhalten; unruhigen Thieren kann man auch den gegenüberstehenden Vorderfuſs aufheben lassen, bei schmerzhaften Fufsentzündungen ist dies aber weder leicht ausführbar noch nöthig, weil die Thiere hierbei auf einem Fufs nicht gut stehen und somit auch nicht schnell genug einen Fufs zum Hauen in Bewegung setzen können.—
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