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Chirurgische Anatomie und Operationslehre für Thierärzte / von Dr. E.F. Gurlt und Dr. C.H. Hertwig, Professoren an der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin
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9. der vordere und 10. der hintere Ast des àäufsern Sohlennerveus(beide

sind an der innern Seite in loiohar Fase und Bo- schaffenheit), IInn 11. die äufsere der Zehe.

Sind die Haare nicht zu grob und ist die Haut nicht zu dick am Fessel, so sucht man durch's Ge- fühl zuerst die Beugesehnen auf, und findet unmit-

telbar vor ihnen den hintern Ast des Nervens und die Arterie, und vor dieser den vordern Ast des Nervens und die Vene. Eben so am Vorderfufse.

Tafel X. Figur 1. Kopf und Hals des Ieheales von der linken Seite; halbe Naturgröſse.

Am Gesicht ist ein Theil der Haut entfernt wor- den, um die Blutgefäſse zu sehen; am Balse ist die Haut auch deswegen auigeschnitten. Der Zweck ist der Aderlals. 1 1. Die Augenwinkel-Vene kommt von der Stirn herab, verbindet sich in der Mitte des Gesichts mit der Vene des Nasenrückens und der Kranzvene der Oberlippe, wodurch

2. die Gesichts- oder Lippen- Vene gebildet wird.

Unter und vor dieser Verbindung tritt

3. die Unter-Augenhöhlen-Arterie aus dem Ober- kieferkanal hervor, und queer über gie Backe; nach der Oberlippe zu läuft 1 10 b

4. die querlaufende Gesiehts-Arterie.

5. Die durchgeschnittene Haut am Halse, unter welcher

6. die äufsere Drosselvene liegt, und in der Rinne zwischen dem Brustkinnbacken-Muskel und dem ge- meinschaftlichen Muskel des Kopfes, Halses und Ar- mes zur Brust herabgeht. Durch

7. den Schulter-Zungenbein--Muskel, der sehr dünn und schmal ist, wird sie von 1

8. der Drossel-Arterie oder Kopf-Arterie etwas über der Mitte des Halses geschieden.

Figur 2. Der Fuſs des Pferdes, von der Seite gesehen; in halber Naturgröſse.

Der Huf ist an der Stelle, wo der Hufbeinknorpel liegt, durch die Raspel entfernt und ein Theil der Haut abgeschnitten worden, um die Lage des Hufbeinknor- pels und der Blutgefälse, wegen der hier vorkommenden Operation, zu zeigen. 1 5 1. Der Huf, von welchem die Seiten- und Fersen-

Wand zum gröſseren Theile hinweggenommen ist.

2. Der Hufbeinknorpel wird in seiner halben Höhe vom Huſfe eingeschlossen und reicht vom hintern Ende der Fersenwand bis zum Anfange der Zehenwand; sein oberer Rand ist durch die Haut zu fuhlen. Er ist, so wie 89

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3. die Fleisch wand ganz mit Venen bedeckt, welche nach. oben gehen und, sich Im ee

4. der Seitenvene der Lehe vereinigen.

5. Die Seiten-Arterie der Zehe tritt hier an die ausgehohlis Fläche des Hufbeinknorpels.

Figur 37 Wie Figur 2.

Der Huf beinknorpel ist ganz entfernt, um die Ar⸗ terie und den Nerven, welche er bedeckte, und die Bän- der zu sehen. Auch das Seitenband des Hufbeinknor- pels, welches über die Arterie und den Nerven hiu- weggeht, ist entfernt.

1. Der Huf, wie bei Fig. 2. voehepeilet.

2. Der Seitentheil des Fleischstrahls, oder der Bal- len, der durch den Hufbeinknorpel von der Seite be- deckt wird.

3. Die Seiten-Arterie der Zele, welche sich am Hufbeine in die Arterie der Wand und die der Sohle spaltet. Sie wird nur durch das Seitenband des

Hufbeinknorpels(welches hier entfernt ist) von die-

sem getrennt. Die Arterie wird von

4. dem hinteren Zahenaste des Mittelnervens be-

gleitet. Der Hufbeinkenorpel bedoch auohe

5. das Seitenband des Strahlbeins(4s Seiten-

band des Fessel- und Kronenbeins wird von diesem Bande gedeckt) und

6. das Seitenband des Kronen- und Hufbeins, und zwischen beiden Bändern liegt das Kapselband dieser beiden Knochen.

Figur 4. Der Fuſs des Pferdes, mit eingesto- chener Haarseilnadel; von unten gesehen. 1. Der Hornstrahl, ronni 9b 10

2. Die Hornsohle. 3. Die hintere Grube zwischen beiden Versenthei-

len, wo 4. die gekrümmte Huarseilnadel wird.

Gngestochen

wigur 5. Sentrechtar Durchschuitt des Pferde- fuſses. Es ist gezeigt 3 welche Riehtung die Ulaarseilüadel nehmen muſs. 1.1. Die Haut. 2. Die Sohne des Kronen- und Hufbein- Strek- kers. Das Fesseibeim Das Kronenbein. Das Strahlbein. Das Hufbein. Die Sehne des Hufbein-Beugers. Die Haarseilnadel mufs hinter dieser Sehne, ohne sie zu berühren, durch den Fleisch- und Hornstrahl

dringen.

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