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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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148 b Anfang Tab. XXXIV, B, und Ende oder Senne/ Tab. XXXIV, C

II. Gracilis, rectus inferior, der ſchmale/ ſchlancke/ und untere gera⸗

de oder ſtracke/ naͤchſt an dem laͤngſten f

einwerts gelegen/ iſt der andere faſcialis oder Band⸗Muſeel/ und inwendige hin⸗ terſte beugende/ lang und ſchmal wie ein Band/ doch ſchmaͤler und kuͤrtzer als der erſte/ und tieffer entſprungen mit einem breit und ſpannaderichten Anfange/ von dem Schaam⸗Beine zur Mi te und bey der commiſſur, Riß oder Zuſammen⸗ fuͤgung/ an deſſen innern und untern Theile/ und zugleich mit einigen Faſern von Huͤfft⸗Beine/ andere ſetzen von der Lnie/ die des Schaam⸗ und Hufft⸗ Beins Zufammenwachſung bezeichnet/

iſt ſehr ſleiſchicht/ gehet durch den innern h

greoſſen Schenckel Theil fort/ und ma⸗ chet ſich feſte mit ſeiner ablang⸗ runden

Senne inwendig an der Schiene nahe ſe

beym Ende der zwey folgenden/ und wie der Sartorius ſich auch einpflantzet gleich unter dieſem/ welchem er in ſeiner Ver⸗ richtung beyſtehet/ beyde aber darinnen von denen folgenden gerad beugenden mehrere Huͤlffe erlangen/ Tab. XXXIVY, FF, IKL, ſein Anfang/ HI. I, der ab⸗ lang⸗runde Bauch/ K, das Ende/ HL.

III. Seminervoſus, halb⸗ner vich⸗ te/ ſein Anfang von dem hinterſten Theil des Hoͤckers oder Erhabenheit des Huͤfft⸗ Beins nahe bey denen zuey folgenden/ jedoch hoͤhere/ iſt nervoſiſch/ lang/ ſchmal und rund/ wenn er an die Mitte des Schenckels kommt/ gewinnet er eine ſſeiſchichte ſubſtanz mit vielen Faſern durchwurckt/ wormit er hinten uͤber den Schenckel einwerts biß zum Knie ſchieff

rV. Buchs/ 4. 35. 36.37. 38. Tafel/

fortgehet/ und endlich oberhalb in den hintern und innern Theil des Schien⸗ Beins ſich einſetzet/ und manchmal biß zu deſſen Mitte mit der Senne fort lauf⸗ et/ Tab. XXXIII, K, O; Tab. XXXIIX, hig. 2, G; ſein Anfang/ Tab. XXXIII, P, und Ende oder Senne/ Tab. XXXIII, . Tab. XXXIIX, fig. I. AAa.

IV. Semimembranoſus, der halb⸗ haͤurichte/ iſt Anfangs fleiſchicht und haarwaͤchſig/ wird etwas weiter hinab breiter und gantz zaſerich/ lauffet uͤber den hintern Theil des Schenckels hig⸗ unter zum Knie mit einer breiten Senne/ und endiget ſich vorwerts zwiſchen bey⸗ den faſcialen; hat dahero mit dem vor⸗ hergehenden gleichen Anſang und faſt gleiches Ende/ jenen von der Erhaben⸗ eit oder Hoͤcker des Huͤfftblats⸗Kno⸗ chens etwas tieffer als der vorhergehende/ dieſes in dem hintern und innern Vor⸗ ſatz des obern Haupts am Schienbeine bißweilen noch viel weiter hinab unter dem zweykoͤpfigen mit ſchreegem Lauff vorwarts in die innere Seite des Schien⸗ beins hinterwerts/ Tab. XXXIII, I., R, Tab. XXXIIX, fig. 2, D, ſein Anfang/ Tab. XLNXIII, S, ſein Haarwachs und und Ende/ Tab. XLIIII, T3 Tab.

XXXIEIA, fig. 1, A.

V. Biceps, der zweykoͤpfichte/ weil er mit zwey Haͤuptern entſtehet/ dem einem/ wo die zwey naͤchſt⸗vorhergehende/ von der Erhabenheit des Huͤfft⸗Beins zu unterſt/(wiewohl andere ſolchen An⸗

fang von der Zuſammenfuͤgung der

Schaam⸗Gebeine/ ſetzen/)da er anfangs gantz ſpitzig/ dunne und ſpannadericht iſt/ wird aber immer ſtaͤrcker und fleiſchich⸗ ter im Fortgehen uͤber den hintern und

b aus⸗

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